Einfallsreiche Bettel-Mafia

20. Oktober 2014 at 20:25 Hinterlasse einen Kommentar

Neu sind getürkte Bettel-Briefe und falsche Bettel-Mönche.
1.600 Anzeigen gab es im Vorjahr in Wien wegen aggressiven Bettelns. 1.100 Profi-Bettler aus Rumänien sind hier registriert, unter den Banden herrscht Krieg um die besten Bettel-Plätze. Der „Tages-Verdienst“ kann bis zu 300 Euro betragen.
Tirol
In Innsbruck wurden Detektive auf die Bettler angesetzt. Ergebnis: Ein Bande ausländischer Bettler kam im Monat sogar auf 20.000 Euro.
Salzburg
Ein besonders fieser Trick flog durch die „Soko Bettler“ in der Mozartstadt auf. Die Polizisten hatten die Rumänen neun Monate lang beobachtet. Polizei-Chef Franz Ruf: „Tagsüber spielten sie Behinderte, am Abend waren sie wieder kerngesund.“
Jüngster Trick: Mit gefälschten Spendenlisten wurde österreichweit für eine nicht existierende Vereinigung für Taubstumme gesammelt.
Bettelmönche
Und jetzt schwappt eine neue Masche auch auf unser Land über, wie deutsche Kriminalisten warnen: „Bettler geben sich als buddhistische Bettelmönche aus und bitten um eine Spende. Sie sind mittlerweile europaweit auf Tour.“ Das Problem für die deutschen Behörden: Sie haben kein rechtliches Mittel gegen die Abzocker: „Jeder darf Spenden sammeln, dafür benötigt man keine Genehmigung.“
Echte Mönche betteln nicht auf der Straße
Die Methode: Sie ziehen traditionelle Gewänder an und rasieren sich den Kopf, sehen damit wie echte Mönche aus. Diese wiederum aber warnen: „Es werden auch Fotos von Tempeln gezeigt, von denen sie angeblich kommen. Kein echter Mönch würde aber auf der Straße um Geld betteln.“
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Abzocke mit Bettel-Brief

Für ein Trio aus Rumänien war am Hauptbahnhof Endstation. Damit flog der Trick auf, mit dem bereits in 54 Fällen mehrere Tausend Euro Schaden angerichtet wurden. Und das in wenigen Tagen.
Falsche Logos
Auch hier wird europaweit agiert. Denn die Bettel-Briefe, mit denen für eine erfundene Taubstummen-Organisation gesammelt wird, waren in mehreren Sprachen abgefasst, darunter auch auf Schwedisch oder Tschechisch. Und sie waren mit Logos echter Hilfsorganisationen versehen, wie etwa jenen von UNICEF oder dem Roten Kreuz.

Und es gibt sogar einen „Bettlerkönig“

Robert L. (52) – auf den Fotos, die von den Salzburger Ermittlern veröffentlicht wurden, sieht man den Mann, wie er im Kofferraum seines Luxuswagens sitzt. Vor ihm eine Frau mit Kopftuch, die ihm die Füße wäscht. Er war es auch, der die Bettler nach Österreich brachte. Ein Terrorregime
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Täglich von 7 Uhr früh bis 19 Uhr musste sie ausharren und bei jeder Wetterlage betteln. Am Abend musste das Geld dann an Robert L. abgeliefert werden. Gab es seiner Meinung nach zu wenig Erträge, wurden die Bettler beschuldigt, sich Essen gekauft oder das Geld in die eigene Tasche gesteckt zu haben. „Die Bettler wurden jeden Tag durchsucht, auch ihre Kleidung“, so die Polizei.
Jeder Bettler hat L. über 2.000 Euro im Monat eingebracht, schlafen mussten sie im Freien. Mit dem Geld finanzierte sich L. ein Luxusleben in der Slowakei: Haus, Autos, und – besonders perfide – er verzockte das Erbettelte in Casinos.

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