Schon in dieser Woche meldet sich der Winter wieder zu Wort

4. November 2014 at 21:27 Hinterlasse einen Kommentar

Nach föhnigem Schönwetter mit viel Sonnenschein und Temperaturen bis zu 20 Grad, sinkt am Donnerstag im Westen die Schneefallgrenze auf 700 Meter ab. Doch was sagt das über den übrigen Winter aus, der in einem Monat (nach meteorologischen Maßstäben) beginnt?
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Ist St. Lukas (18. Oktober) mild und warm, kommt ein Winter, dass Gott erbarm“. Knapp 20 Grad war es an diesem Tag, demnach müsste der Winter tatsächlich hart werden. Auch „Warmer Gilbhart (26. Oktober) bringt fürwahr, stets einen kalten Januar“, deutet darauf hin. Am Nationalfeiertag stieg das Thermometer auf 15 Grad, zumindest in Westösterrreich. Hier liegt auch das Problem mit den Bauernregeln begraben: Sie gelten meist sehr regional in der Gegend, aus der sie kommen und sind oft hunderte Jahre alt.
Der 100-jährige Kalender geht auf den Abt Mauritius Knauer (1614-1664) zurück. Der Geistliche war fest davon überzeugt, dass sich das Wetter alle sieben Jahre wiederholt (angelehnt an die damals sieben bekannten Himmelskörper/“Planeten“. Mit diesem Wissen wollte er die Landwirtschaft in seiner Heimat Franken optimieren. Der Winter 2014/2015 würde demnach feucht ausfallen, um den 20. Dezember sollte Schnee fallen. Auf derartige Aufzeichnungen geben Meteorologen aber rein garnichts. Das Wetter hält sich nicht an Statistiken.
Sammeln Bienen viel Bienenharz, steht ein kalter Winter bevor. Davon sind manche Imker überzeugt. Wieder andere verlassen sich auf Naturbeobachtungen. Behalten Lärchen ihre Nadeln, soll ebenfalls Kälte bevorstehen.

Saisonprognosen der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) deuten dagegen auf einen milden Winter hin. Zu 80 Prozent soll der November warm bis wärmer als im Durchschnitt werden. Ähnlich geht es auch im Dezember und Jänner weiter. Bisher hatten diese Saisonprognosen eine sehr hohe Trefferquote.

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