„Die Rache der Journalisten an den Politikern ist das Archiv“, hat einst ORF- Moderator Robert Hochner erklärt

10. November 2014 at 05:55 Hinterlasse einen Kommentar

In Zeiten des Internets könnte dieser Spruch aber noch erweitert werden: „Die Rache des Internetusers an den Politikern ist Google.“ Denn was sich da auf der Suche nach prominenten Volksvertretern in den automatischen Vervollständigungen so wiederfindet, ist teils sehr skurril.

Die automatische Vervollständigung bei Google soll den Benutzern helfen, schneller den gesuchten Begriff zu finden. Daher zeigt Google hier an, was bereits andere gesucht haben oder was auf Websites zu diesem Begriff zu finden ist.
politik
Nicht immer kommt dabei aber sehr Schmeichelhaftes heraus, wie ein „Feldversuch“ mit österreichischen Politikernamen zeigt: Bei Bundeskanzler Werner Faymann bietet Google etwa als ersten Begriff „Matura“, dann „Sommergespräch“ und schließlich „Facebook“ an. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner haftet hingegen sein alter Spitzname „Django“ auch bei der Google-Suche an.
Relativ milde kommt Finanzminister Hans Jörg Schelling davon, bei dem Google „Vermögen“, „Weingut“ und „Ehefrau“ als erweiterte Suchbegriffe vorschlägt. Bei Außenminister Sebastian Kurz scheint „Freundin“ besonders viele User interessiert zu haben. Bei vielen anderen Ministern ist hingegen der „Titel“ von größerem Interesse – so etwa bei Verkehrsminister Alois Stöger und Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.
Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter wird nach der Ukraine-Krise freilich sofort mit „Apfel“ in Verbindung gebracht, dritte Suchergänzung ist allerdings „Pool“ – ein Wort, das nicht unbedingt in sein Ressort fällt. Besonders seltsam wird es bei Verteidigungsminister Gerald Klug, dessen zweiter automatisch vervollständigter Begriff „schwul“ ist.
Aber nicht nur bei Bundespolitikern schlägt die Google-Suche voll zu: Bei Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll wird etwa – je nachdem, ob man nur nach dem Familiennamen oder dem gesamten Namen sucht – „schwanger“ oder „Winzerkönigin“ als Ergänzung angeboten. Bei Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hingegen kommt „Dienstwagen“ als dritter Vorschlag.

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Grün und blau leuchtet der nächtliche Himmel von Alaska bis Skandinavien 9. November 1989

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