In Brücken zwischen der Schweiz und Deutschland war bis vor kurzem tonnenweise Sprengstoff einbetoniert

18. November 2014 at 05:56 Hinterlasse einen Kommentar

Unter höchster Geheimhaltung hatte die Schweizer Armee jahrzehntelang tonnenweise Sprengstoff in Grenzbrücken nach Deutschland fest eingebaut. Mit Hilfe der einbetonierten Sprengsätze hätte die Schweiz die Brücken im Verteidigungsfall innerhalb weniger Stunden zerstören und so für anrückende Panzer unpassierbar machen können.
Im Staatsministerium in Stuttgart sei darüber nichts bekannt gewesen, sagte ein Sprecher am Sonntag.

Noch im Jahr 2005 hat die Schweiz in die neue Autobahnbrücke zwischen dem badischen und dem Schweizer Rheinfelden den Sprengstoff Trinitrotoluol (TNT) einbetoniert. Das hat die Schweizer Armee bestätigt. Um eine Explosion auslösen zu können, hätten nur noch Zündungen angebracht werden müssen. Der Sprengstoffeinbau geschah anscheinend ohne Wissen der deutschen Brückenplaner.
Nach Informationen der Redaktion unseres Hauses sind die Sprengsätze dort inzwischen wieder ausgebaut worden.
TNT
Deutsche Sprengstoff- und Brückenbauexperten sind verwundert darüber, dass Schweizer Grenzbrücken dauerhaft mit Sprengstoff ausgerüstet waren. Sie wussten davon nichts und warnen vor Missbrauchsgefahr, etwa durch Terroristen. Zwar wurden auch in Deutschland früher Sprengkammern in Brücken eingebaut. Doch sie blieben leer und wären erst im Ernstfall mit Sprengstoff bestückt und dann bewacht worden. In der Schweiz wurde der Sprengstoff seit 1975 systematisch eingebaut.

Erst vor wenigen Jahren hat die Schweizer Armee offenbar damit begonnen, das TNT aus seinen Grenzbrücken nach Deutschland wieder heraus zu holen. Bei der Rheinbrücke zwischen Waldshut und dem schweizerischen Koblenz wurde das TNT vor zwei Jahren entfernt. Die Sprengstoffdepots in den steinernen Brückenpfeilern der Holzbrücke Bad Säckingen-Stein hat die Schweizer Armee erst vor vier Wochen geleert.

Die Brücken zwischen Deutschland und der Schweiz sind also nun von Sprengstoff bereinigt – in welchen und in wie vielen Grenzbrücken zur Schweiz weiter Sprengstoff steckt, wird geheim gehalten.

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