Für Toleranz – 35000 Menschen demonstrieren in Dresden

11. Januar 2015 at 07:25 Hinterlasse einen Kommentar

Rund 35.000 Menschen haben am Samstag in Dresden nach Angaben der Veranstalter an einer Großkundgebung für Toleranz und Weltoffenheit teilgenommen. Ein Sprecher der sächsischen Regierung hat die Zahl bestätigt.

Die Demonstration vor der Frauenkirche, zu der Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Oberbürgermeisterin Helma Orosz (beide CDU) aufgerufen hatten, sollte ein Zeichen gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung setzen. Die Kundgebung begann vor dem Hintergrund der Anschläge in Paris mit einer Schweigeminute zum Gedenken an alle Opfer terroristischer Gewalt.
demo
„Ich bin nicht gekommen, weil ich gegen Menschen bin, die zu Pegida gehen, sondern weil ich keine Angst vor Menschen habe, die eine andere Hautfarbe, Sitten oder Gebräuche haben“, sagte Orosz in ihrer Begrüßungsrede. Sie hob hervor, Dresden sei „mehr als ein Ort, wo Menschen aus Angst vor anderen Religionen und Werten Woche für Woche auf die Straße gehen.“
„Jeder lacht in derselben Sprache“ und „Deutschland ist für alle“ stand auf Plakaten, außerdem: „Wir lassen uns nicht einschüchtern, weder vom Islamischen Staat noch von Pegida“. Orosz sagte laut vorab verbreitetem Redetext: „Wir lassen uns durch Hass nicht spalten.“
„Schön, dass Ihr auch schon da seid“, wurde auf Transparenten auch ironisch darauf Bezug genommen, dass eine derartige Kundgebung erst jetzt stattfand.

Die Bilder und Nachrichten der vergangenen Wochen aus Dresden „spiegeln nicht das Bild einer Stadt wider, wie ich sie kennengelernt habe“, sagte bei der Demonstration der Schlagersänger Roland Kaiser, der wiederholt große Konzerte am Dresdner Elbufer gegeben hatte.
„Die Zeit der Sündenböcke sollte der Vergangenheit angehören“, wandte er sich gegen islamfeindliche Parolen von Pegida. Der Sänger kritisierte auch eine „inhumane Flüchtlingspolitik“.

„Die Landeshauptstadt Dresden und der Freistaat Sachsen sind seit Jahrhunderten weltoffen“, hieß es in dem Aufruf zu der Kundgebung. Die Erfolgsgeschichte Sachsens sei nur möglich geworden, weil die Menschen von hier und aus allen Teilen der Welt „Hand in Hand daran gearbeitet haben“.

In Dresden demonstrieren seit Wochen regelmäßig montags tausende Menschen gegen eine angebliche Überfremdung.

Advertisements

Entry filed under: Grafschaft Montfort, Stammhaus Montfort.

In Berlin will er das europaweit einzige Museum für Rollbretter eröffnen Der schwedische Möbelkonzern Ikea bietet seinen Kunden eine „Family-Bezahlkarte“ an

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Kalender

Archiv


%d Bloggern gefällt das: