Emma Holten ist 19 Jahre alt, als jemand ihren Facebook- und ihren E-Mail-Account hackt und Nackbilder von verbreitet

26. Januar 2015 at 07:26 Hinterlasse einen Kommentar

Jahrelang verfolgen sie diese Bilder, kriegt sie Zuschriften von fremden Männern, die sie fragen, ob ihre Eltern wissen, „dass sie eine Schlampe ist“. Dann wagt die heute 23-jährige Journalistin einen mutigen Schritt: Sie wehrt sich gegen Rachepornos – mit Nacktfotos. Aber mit solchen, bei denen sie bestimmen kann, was die Menschen zu sehen bekommen.

Sie habe versucht, dass die Bilder von den Seiten entfernt werden. Doch als Antwort habe sie stets dieselbe bekommen: „Tja, wärst du nicht im Vorfeld so eine Schlampe gewesen…“ Man habe ihr die Schuld daran gegeben, dass es passiert ist. Denn wenn sie die Fotos erst gar nicht gemacht hätte, hätte man sie auch nicht verbreiten können.
Jahrelang habe sie sich für die Bilder geschämt und doch mit aller Kraft versucht, sich ihr Selbstwertgefühl zu behalten. Aber es sei schwer gewesen: „Wenn man dir oft genug sagt, dass du es nicht verdienst, dass man dich wie einen wertvollen Menschen behandelt, dann liegst du abends im Bett und beginnst, das auch zu glauben. Es war eine enorme Aufgabe, die letzten Reste meines Selbstbewusstseins zusammenzukratzen, nachdem man mir drei Jahre lang jeden Tag gesagt hat, dass ich es nicht verdiene.“
emma
Dann sei sie zu dem Schluss gekommen, dass sie ihre Geschichte neu schreiben müsse, um sich selbst wieder nackt und trotzdem als Mensch sehen zu können. Also habe sie sich an die Fotografin Cecilie Bodker gewandt. In Zusammenarbeit mit ihr seien dann diese Bilder (http://www.hystericalfeminisms.com/consent/) entstanden, mit denen sie ihren Kampf gegen Rachepornos und die Sexualisierung und Objektisierung von Frauen begann.
Emma: „Diese Bilder sind der Versuch, mich wieder zu einem sexuellen Subjekt anstatt eines Objektes zu machen. Ich schäme mich nicht für meinen Körper, aber er gehört mir. Zustimmung ist der Schlüssel. Wie auch Vergewaltigung und Sex nichts miteinander zu tun haben, sind es zwei komplett verschiedene Dinge, Bilder mit oder ohne Zustimmung an die Öffentlichkeit zu bringen.“

Advertisements

Entry filed under: Stammhaus Montfort.

Das Mega-Waffenarsenal der US-Reisenden Skurriler Auftritt bei Günter Jauch

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Kalender

Archiv


%d Bloggern gefällt das: