Bloß kein Leder tragen – aber Kinderarbeit ist ok?

3. März 2015 at 16:27 Hinterlasse einen Kommentar

Eine Kandidatin bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“ sorgt mit einem Scherz für Unbehagen.
„Ihr Traummann sollte Veganer sein“ – mit diesen Worten wurde Kandidatin Maria Hammermann bei „Wer wird Millionär?“ am Montag vorgestellt. Sie konnte anschließend die „Lulli-Frage“ nach der Buchstabenfolgen im Namen einer berühmten australischen Rockband (AC/DC) am schnellsten beantworten und qualifizierte sich so für den Ratestuhl von Günther Jauch.
TV
Natürlich kam im Prä-Raterunden-Geplänkel ihre Einstellung zur Sprache. Eilig erklärte sie dann auch, dass ihre Jacke natürlich nicht aus echtem Leder sei. Ebenso die Schuhe. Die Wimpertusche? Klar, vegan. Auf Jauchs Frage, wer aber wohl für ihre Ohrringe ausgebeutet wurde, entgegnet die stramme Veganerin: „Vermutlich Kinder in Bangladesch, aber das ist nicht so schlimm.“
Sicher: Auf der heimischen Couch ist man immer schlauer und auch schlagfertiger. Dieser verpatzte Scherz dürfte – auch wenn er dem Lampenfieber geschuldet ist – einigen Zuschauern sauer aufgestoßen sein. Im weiteren Verlauf der Raterunde konnte die Blondine aber ein paar Sympathiepunkte gut machen und schlug sich tapfer.
Bei der 500.000-Euro-Frage strich sie aber die Segel. Hätten Sie es gewusst? „Welche berühmte Straße ist über 20 km lang?“
A – Downing Street
B – Avenue des Champs-Élysées
C – Broadway
D – Unter den Linden
Hammermann hatte zwar den richtigen Riecher, traute sich aber nicht zu zocken – und ging mit 125.000 Euro nach Hause. Aber auch davon lässt sich ja ein ordentlicher Vorrat an veganer Wimperntusche zulegen.

Auch bei der Kandidatin davor war Moderator Günther Jauch zu Höchstform aufgelaufen und hatte seine Qualitäten als Wunderheiler unter Beweis gestellt. Bianca Raun litt an Angstzuständen und hatte Probleme, sich unter Menschen zu bewegen. Die ehemalige Fleischfachverkäuferin traute sich nach eigenen Angaben nicht mehr, sich weiter als einige wenige Kilometer von ihrem Wohnort zu entfernen. Dennoch hatte sie sich bei „Wer wird Millionär?“ beworben – und es in der vergangenen Woche auf den Ratestuhl geschafft.
Der Auftritt im TV scheint eine therapeutische Wirkung entfaltet zu haben. Denn seitdem sei die Angst wie weggeblasen. „Ich fühle mich geheilt“, sagte die überglückliche Mutter eines Sohnes. Souverän meisterte die Kandidatin eine Frage nach der anderen.

Erst bei der 125.000-Euro-Frage war Schluss: „Wer wurde der Überlieferung nach von der ‚Bunten Kuh‘ gestellt, ausgeliefert und danach umgebracht?“
A – Klaus Störtebeker
B – Odysseus
C – Rattenfänger von Hameln
D – König Artus
Auch der Telefonjoker war ratlos. Die tapfere Kandidatin ging kein Risiko ein und verabschiedete sich zufrieden, geheilt und mit 64.000 Euro.

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