Am 20. März kann es tagsüber plötzlich düster in Deutschland werden

18. März 2015 at 15:31 Hinterlasse einen Kommentar

Eine Sonnenfinsternis ist der Grund. In einem kleinen Streifen auf dem Nordatlantik verschwindet die Sonne sogar komplett.

Eine Sonnenfinsternis kann nur zu Neumond entstehen, wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht und sich ganz oder teilweise vor die Sonnenscheibe schiebt. Fällt der Mondschatten auf die Erde, ist in diesem Bereich eine totale Sonnenfinsternis zu sehen. Dort, wo der Halbschatten des Mondes auf die Erde fällt, ist eine Teilfinsternis zu sehen.

Die Mondbahn ist leicht gegen die Erdbahn gekippt. Dadurch wandert der Neumond meist ober- oder unterhalb der Sonne vorbei. Nur an den sogenannten Knotenpunkten, an denen sich die Ebenen von Mond- und Erdbahn schneiden, können Erde, Mond und Sonne genau in einer Reihe stehen. Nur wenn der Neumond genau an einem der beiden Knotenpunkte steht, kommt es daher zu einer Sonnenfinsternis.

sonne

Schwarze Sonne über dem Atlantik: Am 20. März ereignet sich eine totale Sonnenfinsternis, bei der die Sonne von Europa aus noch zu großen Teilen bedeckt wird. Auch für Himmelsgucker in Deutschland ergibt sich ein lohnender Anblick, wolkenfreien Himmel vorausgesetzt.

Am Vormittag des 20. März schiebt sich der Neumond vor die Sonnenscheibe und verdunkelt sie. Es kommt zu einer totalen Sonnenfinsternis. Komplett finster wird es allerdings nur in einem etwa 400 Kilometer schmalen Streifen auf dem Nordatlantik. In Europa, Nordafrika, dem Mittleren Osten, dem westlichen Asien und auf Grönland ist das Ereignis als sogenannte Teilfinsternis zu sehen, bei der die Sonnenscheibe unterschiedlich stark vom Mond bedeckt wird.

Der Kernschatten überstreicht die Färöer-Inseln und Spitzbergen. Dort wird es jeweils für etwas mehr als zwei Minuten komplett dunkel. Allerdings steht die Sonne an beiden Orten recht nah am Horizont, und die Bewölkungswahrscheinlichkeit ist relativ hoch.

Je nach Standort in Deutschland beginnt der Mond gegen 9.30 Uhr, die Sonnenscheibe anzuknabbern. Eine gute Stunde später, kurz nach 10.30 Uhr, ist die größte Bedeckung erreicht, die Sonne steht dann etwa 35 Grad über dem Horizont. Gegen 12.00 Uhr mittags ist das Spektakel vorbei.

Von Deutschland aus gesehen werden immerhin etwa zwei Drittel bis vier Fünftel der Sonne vom Mond verdeckt – je nach Standort. Die größte Bedeckung gibt es in List auf Sylt mit etwa 83 Prozent. In München werden immerhin noch 68 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt.

Die nächste Sonnenfinsternis gibt es schon am 13. September, allerdings trifft der Mondschatten dabei nicht die Erde, so dass sie überhaupt nur als partielle Finsternis zu sehen ist – und das lediglich von Afrika, der Antarktis und den südlichen Ozeanen aus.

Die nächste totale Sonnenfinsternis findet am 9. März 2016 über Südostasien und dem Pazifik statt und ist ebenfalls von Deutschland aus nicht zu sehen.

Die nächste Beobachtungschance für eine partielle Sonnenfinsternis in Deutschland gibt es am 25. Oktober 2022.

Eine totale Sonnenfinsternis findet über Europa erst wieder am 12. August 2026 statt und über Deutschland erst am 3. September 2081.

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