20.000 Menschen haben gegen das geplante Freihandelsabkommen demonstriert

21. April 2015 at 16:28 Hinterlasse einen Kommentar

Für viele ist das Freihandelsabkommen ein Dorn im Auge. Am Samstag hat ein Protestzug in München stattgefunden. Mit einem Protestzug unter dem Motto “Bürgerrecht statt Konzerndiktatur” wollen an diesem Samstag ein Bündnis aus Organisationen und Parteien in München gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) auf die Straße gehen.

Mit so einem Mega-Protest hat niemand gerechnet: Ein Bündnis aus Globalisierungskritikern, Linken und Umweltschützern hatte 2000 Teilnehmer zur Demo gegen das Freihandelsabkommen TTIP von EU und USA angemeldet.

Tatsächlich kamen am Samstag 19.000, die Organisation Attac sprach sogar von 23.000. Bei dem europaweiten Aktionstag gingen nirgends auf dem Kontinent mehr Menschen auf die Straße!

München wird zur Anti-TTIP-Hauptstadt: Ja zu Bürgerrechten! Nein zur Diktatur der Konzerne! Aufgerufen hatten etwa Grüne, Linke, ödp und Piraten, der Bund Naturschutz und Attac, die Gewerkschaft Verdi und die katholische Arbeitnehmerbewegung: Um 13.30 Uhr formierte sich am Stachus der Protest – noch mit 2500 Teilnehmern.

TTIP ist ein umfassender Angriff auf unsere Lebensqualität“, sagte BUND-Vorsitzender Hubert Weiger. Er warnte vor einem „Abbau der ökologischen, sozialen und kulturellen Standards“.

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Das Abkommen greife in alle Lebensbereiche ein – Trinkwasser, Energie, Gesundheit. „Am Ende bestellen wir alle nur noch bei Amazon.“ Die Demo zog am Sendlinger Tor vorbei, wo die Polizei schon 11.000 Teilnehmer zählte. Der bunte Protest-Lindwurm war so lang, dass die letzten Demonstranten noch gar nicht am Stachus losgegangen waren, als die ersten schon zur Abschlusskundgebung am Odeonsplatz eintrafen!

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Die Polizei sperrte zusätzlich die umliegenden Straßen. In Nürnberg, Augsburg und Regensburg gingen rund 4000 Menschen auf die Straße. Attac sprach von 750 Aktionen: In Wien kamen 6000 Demonstranten, in Madrid 5000, in Brüssel 2000. Die Politik versucht zu beruhigen: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, die Standards etwa für Verbraucher- und Umweltschutz seien Gesetz und blieben es auch. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) sagte: „Wir Deutschen haben ein Interesse daran, dass die Standards des Welthandels nicht von Chinesen, sondern von Europäern bestimmt werden.“

Der Bundesverband der Deutschen Industrie bekannte sich zum Freihandelsabkommen, weil es Wachstum und Jobs bringen könne. Etliche Dax-Bosse schlossen sich an.

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