Hauptursache – die Wilderei für den Elfenbeinhandel

15. Mai 2015 at 18:40 Hinterlasse einen Kommentar

Die Zahl der Elefanten im ostafrikanischen Safariparadies Tansania ist in den vergangenen sechs Jahren offiziellen Erhebungen zufolge um 65.000 Exemplare zurückgegangen. Das entspricht 60 Prozent der Gesamtpopulation.

Zu lesen in Statistiken des Tanzania Wildlife Research Institute (http://www.tawiri.or.tz/), die seit Monaten von der Regierung unter Verschluss gehalten wurden. Besonders dramatisch ist die Lage im Ruaha-Rungwa-Gebiet im Zentrum Tansanias, das lange für seinen riesigen Elefantenbestand bekannt war. Dort ist die Population allein seit 2013 von 20.000 auf 8.500 Tiere gesunken.

elefanten

„Im Jahr 2006 lebten dort noch 35.461 Tiere – ein Rückgang von 76 Prozent in acht Jahren“, teilte die Tierschutzorganisation Pro Wildlife (http://www.prowildlife.de/) mit. Wilderei für den Elfenbeinhandel gelte als Hauptursache. „Wir erleben eine neue Eskalationsstufe der Wilderei. Besonders stark ist die Altersgruppe von Elefanten über 40 Jahren mit großen Stoßzähnen zurückgegangen“, so Pro-Wildlife-Sprecherin Daniela Freyer.

Die tansanische Regierung halte die Daten zurück, „um es sich nicht mit der internationalen Gebergemeinde zu verscherzen, und suggeriert gleichzeitig, alles für die Elefanten zu tun“, erklärte Freyer. Tansania, das trotz der Einnahmen aus dem Tourismus weiter als eines der ärmsten Länder der Welt gilt, hat sich verpflichtet, seine einheimischen Elefanten zu schützen. Im Gegenzug erhält es dafür Entwicklungshilfe in Millionenhöhe – auch aus Deutschland und der EU.

Weil sich die Bestände angeblich erholt haben, dürfen auch heuer wieder bis zu 200 Stoßzähne als Jagdtrophäen in die Europäische Union importiert werden. „Die EU hat grünes Licht gegeben, ohne die neuen Zahlen aus Tansania anzufordern“, kritisiert Freyer.

Tansania steht international in der Kritik als das afrikanische Land, das am stärksten von Wilderei und illegalem Elfenbeinhandel nach Asien betroffen ist. Ermöglicht wird dies durch weit verbreitete Korruption und organisierte Kriminalität.“ Gleichzeitig finanzieren verschiedene Geberländer, darunter auch die Bundesregierung, in Tansania Projekte zum Schutz der Elefanten und anderer bedrohter Arten.

Kommentar der Redaktion unseres Hauses: Irgendwann werden wir das Ökosystem der Erde vollständig vernichtet haben. Aber wenn das bemerkt wird, ist es bereits zu spät für uns. Macht doch endlich Jagd auf die Wilderer und geht mal gegen die vor die dafür bezahlen. Egal in welchem Land diese Personen auch sein mögen.

1988 hatte Tansania 23 Mio. Einwohner, heute ca. 50 Mio., bis 2050 sollen es 80 Mio. werden. Da ist kein Platz für Elefanten.

„Die Staatengemeinschaft muss darauf drängen, dass Tansania endlich alles daran setzt, dass die Wilderei aufhört. Dazu gehören auch die gezielte Bekämpfung der Korruption und mehr Transparenz“.

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