Ein fünfjähriger, an Leukämie erkrankter Junge darf einen Tag lang Held sein

24. Mai 2015 at 05:28 Hinterlasse einen Kommentar

Und mehr als 12.000 Menschen helfen ihm dabei: Miles Scott wird zu „Batkid“ und San Francisco zu Gotham City.

Miles Scott hatte einen ganz großen Wunsch. Einmal in seinem Leben wollte der an Leukämie erkrankte Junge ein echter Held sein. Der Fünfjährige träumte davon, mit schwarzem Umhang und schwarzer Maske bekleidet in San Francisco auf Verbrecherjagd zu gehen und an der Seite seines Idols Batman die Stadt von all den finsteren Gestalten zu befreien. Am Freitag ging der Traum für den Kleinen in Erfüllung.

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Dabei hatte Miles, als er mit seinen Eltern aus seinem kleinen nur 993 Einwohner zählenden Heimatdorf Tulelake im Norden Kaliforniens nach San Francisco kam, keine Ahnung, welch ein großer Tag ihm bevorstehen sollte.

Die Überraschung war entsprechend groß, als Miles nicht nur einen Umhang und eine Maske von Polizeichef Greg Suhr überreicht bekam, sondern auch in einem Batmobile zusammen mit seinem Vorbild Batman auf Verbrecherjagd gehen durfte. Ein Fan des Kinoklassikers hatte für den Tag seinen zum Batmobile umgebauten schwarzen Lamborghini zur Verfügung gestellt und „Make-A-Wish“ einen Schauspieler engagiert.

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Die gemeinnützige „Make-A-Wish-Foundation“, die in den vergangenen Jahren schon viele für unmöglich gehaltene Wünsche für meist schwer kranke Kinder erfüllen konnte, schaffte es auch diesmal. Aus dem kleinen Miles Scott, der seit mehr als drei Jahren gegen den Krebs kämpft, wurde für einen Tag „Batkid“ – ein Held. Und mehr als 12.000 Menschen halfen ihm dabei. Er habe lediglich gedacht, dort ein Batman-Kostüm zu bekommen, um sich wie sein Lieblings-Superheld kleiden zu können.

Ein großes Herz zeigten dabei vor allem die Einwohner von San Francisco. Neben dem Bürgermeister und dem Polizeichef der Stadt – er spielte die Rolle von Commissioner Gordon – hatten am Ende mehrere Tausend Freiwillige und Schaulustige die einmalige Aktion zu einem Riesenerfolg gemacht.

Die Kosten der legendären „Batkid“-Aktion des schwer kranken Miles Scott muss die Stadt San Francisco nicht alleine schultern: Das Ehepaar John und Marcia Goldman übernehme die Rechnung von umgerechnet rund 78.000 Euro, bestätigte ihre gleichnamige Stiftung am Sonntag mit. Das Blatt „San Francisco Chronicle“ (http://www.sfgate.com/bayarea/article/Batkid-Thousands-cheer-on-pint-size-superhero-4985651.php) hatte zuvor über die Spende berichtet.

Die kalifornische Metropole hatte im November 2013 dem an Leukämie erkrankten Miles den Wunsch erfüllt, einen Tag lang als Superheld auf Verbrecherjagd zu gehen zu dürfen. Als „Batkid“ verkleidet startete der Fünfjährige in einem batmobilmäßigen Lamborghini sein Abenteuer, eine Polizeieskorte fuhr mit. Die Mission der Kolonne war es, eine gefesselte Frau aus ihrer misslichen Not befreien.

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Das Gros der Steuergelder in Höhe von 105.000 Dollar sei auf die Anmietung von Lautsprecheranlage, Videobildschirmen und anderer Ausrüstung entfallen, mit der das überraschend große Publikum am „Batkid“-Tag bei Laune gehalten worden sei, sagten Stadtbeamte. Der Aufwand für die von der Stiftung Make-A-Wish initiierte Aktion lohnte sich: Miles alias „Batkid“ war in den sozialen Netzwerken der Renner.

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Selbst US-Präsident Barack Obama vergaß für ein paar wenige Minuten seinen Kampf um seine verkorkste Gesundheitsreform und schickte eine Videobotschaft an den jungen Helden. „Gut gemacht, Miles“, lobte aus dem White House der Commander-in-Chief. „Weiter so, rette Gotham.“

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Nach einem Mittagessen bei Burger King wurde es dann aber erst richtig gefährlich für „Batkid“. Der Riddler hatte eine Bank ausgeraubt und war auf der Flucht. Aber nicht lange.

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Miles kam angefahren und konnte Batmans Gegenspieler einfangen und der Polizei übergeben.

https://www.youtube.com/embed/JMUw4Ndpbdw

Als „Batkid“ dann auch noch das Maskottchen der San Francisco Giants, Lou Seal, unter dem Jubel der Zuschauer aus den Fängen des zweiten Batman-Gegenspielers, des Pinguins, befreien konnte, atmete Gotham erleichtert auf.

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Die Lokalzeitung „San Francisco Chronicle“, die sich an diesem Tag in „Gotham City Chronicle“ umbenannt hatte, feierte unter der Überschrift „Batkid rettet die Stadt“ den kleinen Helden.

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Und Bürgermeister Ed Lee rief nicht nur den 15. November zum „Tag des Batkids“ aus. Er überreichte Miles, der überwältigt von dem Tag aus Dank nur seine Faust in die Luft strecken konnte, für „seinen Kampf gegen das Verbrechen“ in einer feierlichen Zeremonie vor dem Rathaus gleich die Schlüssel der Stadt – allerdings aus Schokolade.

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