Der aufgehende Stern am Magier-Himmel

10. Juli 2016 at 15:53 Hinterlasse einen Kommentar

Troy ist 24 Jahre jung, heißt eigentlich Johannes Troy von Scheibner (http://troyvonscheibner.com/). Sein Vater stammt aus Berlin, seine Mutter aus Jamaika. Aufgewachsen ist Magier „Troy“ jedoch in Lewisham, einem Stadtbezirk von London. Er hat klein angefangen – als Verkäufer in einem Klamottenladen in der Carnaby Street in London. Alles so weit völlig unspektakulär. Im Alter von zwölf Jahren sah Troy die ersten Videos mit dem US-Zauberer David Blaine und war so fasziniert, dass er darüber vergaß, seine Hausaufgaben zu machen. Doch mit gerade mal 15 Jahren gewann er den „Young Close-Up Magician of the Year“-Award des renommierten britischen „Magic Circle“ und legte damit den Grundstein für seine Karriere als Straßenmagier. Und jetzt ist es vorbei mit dem Verkaufen von Mode – jetzt mischt er den Magie-Zirkus kräftig auf.

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Dazu hat er sich viel vorgenommen. Troy bewegt sich jenseits aller Magie-Konventionen, zaubert keine possierlichen Kleintiere aus Hüten und zersägt auch keine mutigen Frauen. Vorbei ist es auch mit schwarzem Umhang, Zylinder auf dem Kopf und düsterem Blick. In perfekten Illusionen sorgt der smarte Londoner mit Baseballcap und trendigen Tattoos für unvergessliche magische Momente nach dem Motto „Nichts ist unmöglich“. Dazu hat er sich viel vorgenommen. Troy bewegt sich jenseits aller Magie-Konventionen, zaubert keine possierlichen Kleintiere aus Hüten und zersägt auch keine mutigen Frauen. Auf dem Marktplatz, in der U-Bahn oder in der Shisha-Bar: Straßenmagier Troy bevorzugt den Urban-Street-Style und bezieht sein Publikum beim Zaubern stets mit ein. Dabei stellt er mit gewöhnlichen Alltagsgegenständen – vom Comic-Heft bis zum Smartphone – unglaubliche Dinge an. Vielmehr mixt er angesagten urbanen Stil mit Straßenklamotten und tarnt seinen natürlichen Charme mit lässig-coolem Touch. Er hat braune Augen, ein ansprechendes Lächeln und ist sehr höflich – jedenfalls im Gespräch mit der Redaktion unseres Hauses in Berlin. Die Tricks des Ausnahme-Illusionisten mit deutsch-jamaikanischen Wurzeln sind absolut atemberaubend und spektakulär.

Viele seiner kleinen Kunststücke kann man auf YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=HC-mGMcBYJg) bestaunen. Dabei wirkt er wie ein ganz normaler junger Mann von nebenan – lässig, gut angezogen, mit tätowierten Armen und einer Baseballmütze auf dem krausen Haar. «Ich liebe Mode, und ich liebe es einfach, gut gekleidet zu sein. Ich mag das Zusammenspiel von Magie und Mode. Ich bin überzeugt davon, dass man umso mehr Erfolg hat, je besser man angezogen ist und umso authentischer man wirkt», sagt er. «Für mich ist Magie eine Art von Lebensstil, ein Teil des Alltags. So kann ich die Leute viel besser überraschen. Und auf diese Weise vermag ich die Magie sehr nah an meiner Person zu halten. Sie ist mir sehr nah und ein wichtiger Teil von mir. Damit hoffe ich, sie auch weiter populär zu machen.»

Was macht seine Art von Magie nun so besonders für das Publikum? «Ich mag es, den Leuten spontan etwas zu zeigen und eine ebenso spontane Reaktion hervorzurufen – möglichst eine fröhliche natürlich. Das geht umso besser, weil ich meine Show überall zeigen kann, auf der Straße, im Supermarkt, in einem Café, an der Bushaltestelle oder beim Friseur.» Dort lässt er ein Handy verschwinden, was aber im Spiegel sichtbar bleibt und sogar klingelt. Oder er schafft es im Handumdrehen, einen abgebrochenen Brillenbügel wieder zu befestigen.

Der Autor dieser Zeilen steht allen möglichen Zauberkünsten sehr skeptisch gegenüber und sagt das auch. «Dann machen wir jetzt etwas zusammen», sagt Troy spontan und drückt mir drei britische Geldmünzen in die Hand. Ich schließe sie zur Faust und soll eine Münze bestimmen, die verschwinden soll – und genau diese ist dann beim Öffnen der Hand tatsächlich weg. Gespürt habe ich gar nichts, auch ist meine Hand nicht berührt worden. Aber ich bin seltsam berührt – und Troy strahlt mich an. Das Leben kann magisch sein.

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