Eine ganz schön glamouröse deutsche Kleinstadt-Hochzeit

14. Juli 2016 at 05:17 Hinterlasse einen Kommentar

Baroness Cleo von Adelsheim, Model und Schauspielerin, heiratet in den deutschen Hochadel ein Im Fernsehen gab Schauspielerin und Model Cleo von Adelsheim schon einmal die Märchenbraut – in einem der sechs ARD-Weihnachtsmärchen 2015 spielte sie „Prinzessin Maleen“.

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Am sonnigen zweiten Juliwochenende 2016 feierte die als Baroness Cleopatra von Adelsheim geborene Hochzeit mit dem Oettinger Erbprinzen Franz Albrecht zu Oettingen-Spielberg in der Jakobskirche am Stammsitz seiner Familie. Die Straßen waren mit Schaulustigen gesäumt, von Feuerwehrkapellen bis zu Bach-Orchestern reichten die musikalischen Gratulanten des Paares. Rund 800 geladene Gäste kamen zur mittäglichen kirchlichen Trauung und zur anschließenden Feier im Oettinger Schloss. Das Schloss ist für das Fest in einem Zauberwald verwandelt worden, in dem auch Illuminationen von Cleos Vater, einem Videokünstler , eine Rolle gespielt haben.

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Zu den prominenten Gästen, die gesichtet wurden, gehörten neben Herzog Max Emanuel in Bayern (die Oettinger gehören zu den ältesten bayrischen Adelshäusern) auch das Glamourpaar aus Monaco: Pierre Casiraghi und Beatrice Borromeo. Selbst erst seit dem vergangenen Sommer verheiratet, selbst Experten in tagelangen Hochzeitsfeierlichkeiten mit der jungen High Society Europas. Und im Falle von Beatrice Borromeo offenbar so eng mit der Braut befreundet, dass sie als Brautjungfer und sogar als Trauzeugin fungierte.

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Cleo von Adelsheims Eltern sind Louis von Adelsheim und die Chilenin Lillian-Elena Baettig-Rodriguez. Nach einem Kommunikationsstudium in Paris hat sich die 28-jährige Baroness an einer Schauspielschule weitergebildet und erste TV-Rollen ergattert („SOKO Köln“, „Prinzessin Maleen“, „Der Kriminalist“). Die vier Sprachen, die die Frischvermählte nach Angaben ihrer Agentur spricht – neben Deutsch sind das Englisch, Spanisch und Französisch – zeugen von ihrer internationalen Ausbildung und von ihrer in ihrem Instagram-Account ausgiebig dokumentierten Reisefreude.

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Auch bei der standesamtlichen Hochzeit Anfang Juni war das Monegassen-Paar schon im beschaulichen Adelsheim, zwischen Franken und Schwaben im Süden Deutschlands gelegen, zu Gast. Die Feier fand zwar im kleineren Kreise statt, lockte aber dennoch gleich mehrere Hubschrauber für den Gästetransport auf die Wiese hinter dem Schloss.

Mit ihren märchenhaft schönen Gesichtszügen ist die Baroness damit ein Paradebeispiel des gut vernetzten hippen jungen deutschen Adels. Erst recht jetzt, wo sie die Ehefrau eines Erbprinzen, Jagdexperten und künftigen Verwalters von 5000 Hektar Grundbesitz mit Land- und Forstwirtschaft geworden ist.

Apropos Jagdexperte: Über diese Verbindung und die gemeinsame Begeisterung für die Jagd soll übrigens, so die „Bild“ auch der britische Prinz Harry ein so enger Freund des Hauses geworden sein, dass er auch zur Landhochzeit eingeladen war und sich ganz heimlich durch die Hintertür in die Kirche geschlichen haben soll. Bilder, die das dokumentieren, gab es allerdings nicht. Eine Auswahl anderer Bilder zum Träumen veröffentlichte die Braut und ihre Freundinnen via Instagram.

Das Paar lebt in Schloss Hirschbrunn in Oettingen und hat einen Zweitwohnsitz in der Uckermark – von wo aus Cleo schnell in Berlin ist, wenn ein neuer Schauspiel- oder Modeljob ruft. Traumhafte Aussichten, oder?

Sie ist Mitglied einer glanzvollen Adelsdynastie, doch das bedeutet ihr nicht sonderlich viel

Im Gegenteil: Elisabeth Prinzessin von Thurn und Taxis empfindet das sogar als Belastung. In einem aktuellen Gespräch mit der Redaktion unseres Hauses sagte sie: „In meiner Jugend habe ich unter dem Namen sehr gelitten. Wann immer mich die Leute mit Thurn und Taxis ansprachen, hat sich bei mir innerlich alles zusammengezogen. Niemand sollte wissen, dass ich eine Prinzessin bin.“Heute lebt die zweitälteste Tochter von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis in London, wo sie als Kolumnistin für das Mode-Magazin „Vogue“ arbeitet. Das ist zwar nicht ganz standesgemäß, doch: „Ich habe das so gewollt. Ich wollte arbeiten, selbst Karriere machen. Die Arbeit war für mich ein Schritt in die Anonymität. Dadurch habe ich mich freier gefühlt.“

Im Ausland gebe sie an, dass „Prinzessin“ ihr Vorname sei, nur einmal habe sie sich geoutet – am Flughafen in New York. „Dann war das mit dem Zoll plötzlich viel einfacher.“

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Schon während ihrer Schulzeit in England sei es ihr peinlich gewesen, wenn Freunde sie Zuhause besuchen wollten. „Meine Familie hatte nun mal kein kleines Haus mit Garten.“ Sie dachte dann nur: „Oh Gott, wenn die Regensburg sehen! Und dann noch das Schloss!“ Schloss St. Emmeram, der Stammsitz des Fürstenhauses Thurn und Taxis, hat über 500 Zimmer und Säle.

Im Gegensatz zu ihrer Mutter, die in den 80er-Jahren häufig als extravagante Punk-Prinzessin unterwegs war, zieht es Elisabeth von Thurn und Taxis nicht mit aller Macht in die Öffentlichkeit: „Wir scheuen uns beide nicht davor im Mittelpunkt zu stehen, aber ich bin nicht so exhibitionistisch veranlagt wie meine Mutter.“

In ihrer Kindheit und Jugend habe sie auch „die Schattenseiten“ ihres berühmten Namens kennengelernt. „Viele Menschen“ hätten schlecht über ihre Mutter geredet, „nur weil sie sich manchmal verplappert. Sie ist Gott sei Dank abgehärtet, sie lässt Kritik nicht so an sich heran. Ich bin da sehr viel sensibler.“

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Gloria von Thurn und Taxis habe zwei extreme Seiten, sagt ihre Tochter im Interview mit der Redaktion unsres Hauses weiter. „Sie ist sehr katholisch und gleichzeitig total durchgedreht. Schon als ich 15 war, fing sie mit dem Thema Heirat an. Später hat sie einmal adelige Junggesellen aus ganz Europa angekarrt, um meine ältere Schwester Maria Theresia und mich zu verkuppeln. Wir haben lieber am Abend zu Technomusik getanzt und unsere Gäste ignoriert. Als sie alle ins Bett gegangen waren, sind wir mit einem Eimer mit kaltem Wasser durch das Schloss geschlichen und haben die schlafenden Prinzen und Grafen nassgespritzt.“

Wer einmal in den privaten fürstlichen Räumen von Schloss St. Emmeram inmitten ihrer berühmten Sammlung stand, weiß: Fürstin Gloria lebt und atmet Kunst, brennt dafür so sehr wie Maria Theresia. „Meiner Mutter wäre es am liebsten, wenn wir einen Adligen heiraten würden, möglichst jemanden aus dem Hochadel“. Gleich darauf fügte sie hinzu: „Mittlerweile hat sie aber ein bisschen besser verstanden, dass es im Leben nicht so leicht für uns läuft. Ich glaube, ihr sind über die Jahre einfach die Kandidaten ausgegangen. Seit ich Mitte 20 bin, hat sie keinen weiteren Versuch mehr gestartet, auch weil sie gemerkt hat, dass mir mein Beruf wichtig ist und ich mich selbst verwirklichen möchte. Das respektiert sie.“ Sorgen ums Einkommen dürften an der Seite von Maria Theresia keinen plagen. Den Milliardenbesitz der Familie erbte zwar Bruder Albert, doch Maria Theresia erhielt natürlich einen Anteil.

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