Archive for 10. März 2017

Kaiserurenkel auf dem Weg zur Königsklasse

Fotoshooting mit Gänsehaut. Es ist kalt in der Schönbrunner Wagenburg. Der gruselig-schwarze Leichenwagen verbreitet zusätzlichen Schauer. Bis eine sonnig-jugendliche Stimme den Raum erhellt: „Hi, ich bin Ferdinand!“ Ferdinands dynastischer Familienname ist Historie: Habsburg-Lothringen. Der Urenkel des letzten Kaisers trägt zerschlissene Designer-Jeans, auf dem coolen Flatbrim-Kapperl prangt ein stilisierter Doppeladler.

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Die Fahrzeuge seiner Ahnen sieht er zum ersten Mal. Und Politik ist nicht sein Ding. Der Siebzehnjährige will sich als Rennfahrer etablieren, will Geschichte schreiben: Hoch talentiert, träumt er von der Formel 1. Kaiserprinz und all die anderen Titel trägt er nicht, darf er nicht. Obwohl sogar schon Rapper ein „Prince“ in ihren Künstlernamen quetschen.

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Ferdinand Zvonimir Maria Balthus Keith Michael Otto Antal Bahnam Leonhard Habsburg-Lothringen – Geboren am 21. Juni 1997 als Sohn von Francesca und Karl Habsburg-Lothringen – Er wächst zweisprachig auf, die Mutter spricht nur englisch mit ihm – 2004: Übersiedelt von Salzburg nach Wien, tritt in die Danube International School in Wien ein – Erste Karterfahrung mit acht. Vater Karl schenkt ihm ein Rennkart. Von nun an trainiert Ferdinand fünf Mal die Woche – Alexander Wurz erkennt sein Talent und wird sein Mentor – 2012: Erster Sieg in der Kart-EM – Seit 2014 fährt er Formel Renault. Mama Francesca, Schwester Eleonore, Schwester Gloria und Vater Karl Habsburg sind die größten Coaches.

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Sie haben ihn angetrieben, genervt – das SiegerGen eingeimpft.

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Ferdinand Wurz erkennt sein Talent. Er wird sein Berater. Wurz kennt die Rädchen, die gedreht werden müssen, um in die Formel 1 zu kommen.

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Er will Niki Lauda in dessen Kernkompetenz, der Formel-1, nachfolgen. Da ist es selbsterklärend, dass er die Kinopremieren in Ungarn ebenso wie in Österreich besuchte. „Lauda ist eine wahnsinnig interessante Person. Von dem möchte ich mir vieles abschauen“, schwärmt der kleine Kaiser.

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Was indes das Menschliche betrifft, möchte er lieber nach Kimi Raikkönen geraten: Genauso bescheiden will er bleiben, nur durch Talent und nie durch Eskapaden auffallen. Ferdinand kennt keine Scheu, wenn es gilt, auch berühmte Rennfahrer zu okkupieren, wo immer er eines halbhaft wird. Alexander Wurz hat ihn schon kennengelernt und lobt den auratischen Azubi mit Emphase: „Er ist ein ganz toller Kerl. Natürlich wissen wir, was hinter seinem Namen steckt, und kennen die Verbindung zwischen Österreich und Ungarn. Aber was wirklich hinter Ferdinand Habsburg steckt, ist ein ganz ehrgeiziger, akribischer und talentierter junger Fahrer. Er gibt alles. Mich saugt er förmlich aus.“

Europameisterschaft, Weltmeisterschaft, Formel-1. So lautet der Plan. Doch wer finanziert all das? „Meine Eltern unterstützen mich bei allem, was ich tue. Sie sind zwar selten selbst vor Ort, doch das finde ich gut, da es mir den Druck nimmt.“ Die Mischung ist gut bemessen: Talent und Reichtum. Man erinnere sich an Laudas Anfänge, als er sich mit geliehenen 200.000 Dollar in die Formel 1 einkaufte. Das bleibt dem jungen Habsburger erspart bleiben, dafür bürgen die Eltern mit Sicherheit.

— Werden Sie auch manchmal mit Kaiserliche Hoheit angesprochen?

FERDINAND HABSBURG:

Oft sogar. Speziell auf meiner Facebook-Fanseite. Das finde ich lustig, cool. Ich habe meinen Vater gefragt, was das bedeuten soll. Er hat gemeint, das sei Ausdruck von Respekt unserer Familie gegenüber. Schon irgendwie bemerkenswert.

— Sie hatten schon als Baby Fototermine, in der Schule Geschichtsunterricht über die eigene Familie. Wie war das?

FERDINAND HABSBURG:

Ich bin ja seit Tag eins mit diesen Dingen konfrontiert, ich kenne es nicht anders, darum ist es für mich Normalzustand. Und ich habe auch meinen Namen nicht zum ersten Mal im Geschichtsbuch in der Schule gelesen. Mir wurde lang vorher über unsere Familie erzählt. Die Zusammenhänge habe ich erst mit der Zeit verstanden: Wer was war und wie alles funktioniert hat. Das Lustige ist, ich gehe auf eine internationale Schule und da wird kaum über österreichische Geschichte gesprochen. Insgesamt vielleicht zwei Unterrichtsstunden. Klar, dass ich alles gewusst habe.

Apropos Geschichte: Gibt es da jemanden, mit dem Sie sich gewissermaßen seelenverwandt fühlen, der Sie inspiriert?

FERDINAND HABSBURG:

Ich bin durch die Familiengeschichte stark geprägt und ich versuche, diese Geschichte weiter zu schreiben. Nicht auf politischer Ebene, sondern im Rennsport. Dort will ich ein völlig neues Kapitel öffnen.

Sie wollen also Rennfahrer werden. Wie sind Sie auf dieses Idee gekommen?

FERDINAND HABSBURG:

Durch das Kart. Das erste Mal hat mich mein Vater mit acht Jahren mitgenommen. Obwohl ich damals noch so jung war, wusste ich sofort: Das ist es. Und ich habe vieles ausprobiert: Tennis, Fechten, Kung-Fu. Kart wurde mein Fokus, alles andere habe ich weggeschmissen. Mit zehn Jahren fuhr ich das erste Rennen, da habe ich schon in Wien gelebt. Alles andere hat sich entwickelt, bis hin zur Formel Renault.

— Sie tragen den Doppeladler auf dem Helm und Ihre Website heißt „doubleeagle62“. Ist der Doppeladler Statement oder Tradition?

FERDINAND HABSBURG:

Der Doppeladler war meine Idee. Er ist die direkte Verbindung zu meiner Familie, zur Monarchengeschichte. „Double Eagle“ klingt auch total sportlich, klingt nach Speed. Und die 62 ist meine Glücksnummer, sie wurde mir in meiner ersten internationalen Saison zugeteilt. Jetzt will ich nur noch diese Nummer.

— Wie stehen Ihre Eltern zu Ihrem Berufswunsch Formel-1-Rennfahrer?

FERDINAND HABSBURG:

Viele Leute denken, dass meine Eltern das nicht gut finden. Was nur teilweise stimmt. Meine Mutter ist immer nervös, wenn ich fahre. Wären das nicht alle Eltern, wenn ihr Kind Motorsportler wird? Aber beide unterstützen mich, das ist das Wichtigste. Und solange sie mich nicht abhalten, werde ich unbeirrt weitermachen (lacht).

Während die meisten Rennfahrer noch Winterschlaf hielten, sind Sie in Neuseeland die Toyota-Racing-Series gefahren, mit großem Erfolg. Erzählen Sie uns darüber.

FERDINAND HABSBURG:

Mein Ziel war, dass ich Vollgas gebe, während meine zukünftigen Gegner daheim sitzen, schlafen und vom Rennfahren träumen. Diese sechs Wochen in Neuseeland waren meine stärkste, intensivste Rennerfahrung. Zweimal fuhr ich auf das Podium – Wahnsinn. Irgendwer hat mir dann den Titel „Rainmaster“ verpasst – darauf bin ich sehr stolz. Es passierte im einzigen Regenrennen: Ich fuhr die schnellste Rennrunde, bin von Platz zehn auf zwei vorgefahren. Überraschender Weise habe ich mich auf regennasser Fahrbahn total wohlgefühlt.

War Neuseeland auch so etwas wie ein Abnabelungsprozess, ein jugendlicher Walkabout auf dem Weg zur Unabhängigkeit?

FERDINAND HABSBURG:

Das war es. Es gab anfangs Ärger, weil ich gleichzeitig zur Schule hätte gehen sollen. Meine Lehrer nennen mich eh nur noch den Geist der Schule. In Neuseeland war ich oft allein unterwegs. Bin von Strecke zu Strecke gereist, war für mich verantwortlich: den Pass nicht vergessen, das Hotel bezahlen, auch sportliche Probleme waren zu lösen: Wen frage ich, was das Fahrtechnische anbelangt? An wen wende ich mich, wenn es ums Auto geht? Das war wichtig, nicht nur für meine Persönlichkeit, sondern auch für den Rennfahrer in mir. Wie kann ich ein kompletter Rennfahrer werden, wenn ich nicht weiß, wie ich in gewissen Situationen agieren muss? Einmal wurde ich bestraft, ungerecht, eh klar. Ich wählte bewusst meine Worte, um zu erklären, dass die Strafe nicht gerechtfertigt ist. Es hat nicht geklappt, die Strafe blieb aufrecht – wieder so ein Lernprozess.

Sie gelten als höflicher, gut erzogener Mensch, aber wenn Sie hinter Konkurrenten auftauchen, haben die Panik. Warum das?

FERDINAND HABSBURG:

Ich bin extrem ehrgeizig, bin sehr kompetitiv. Daran haben auch meine Schwestern großen Anteil. Sie habe mich immer gepusht, in allem der Beste zu sein, immer gewinnen zu wollen. Mittlerweile sind diese Eigenschaften Teil meines Rennfahrer-Egos.

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10. März 2017 at 07:45 Hinterlasse einen Kommentar

Post vom Prinzen

Zur Person: Ururenkel von Franz Joseph und Sisi

Österreich und Kaiser Franz Joseph – schwer, das eine ohne das andere zu denken. Vor hundert Jahren starb der Regent, der siebzig Jahre lang das Land beherrscht und geprägt hat. Der Kaiser hat Österreich seinen sichtbaren Stempel aufgedrückt. Der imperiale Glanz der Wiener Ringstraße und manches Detail im österreichischen Alltag. Die Habsburg – Monarchie ist vergangen, doch ihr Erbe lebt. Leopold Altenburg, Schauspieler, Regisseur und Ururenkel von Kaiser Franz Joseph I. ist auf den Spuren seiner eigenen Familiengeschichte und gibt ganz private Einblicke in das Leben des letzten großen Monarchen.

Leopold Altenburg: Mir war neu, dass es in der Hofburg an der Tür zwischen den kaiserlichen Appartements eine Klingel gibt, die Franz Joseph benutzen musste, wenn er seine Frau Elisabeth besuchen wollte. War sein Erscheinen gewünscht, gewährte Sisi ihm Einlass und der ganze Hofstaat zog sich zurück. Kam er ungelegen, musste er sein Kommen auf später verlegen und durfte noch einmal klingeln.

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Kaiser Franz Joseph I – es war auch eine sehr persönliche Reise in die eigene Vergangenheit, zu meinen familiären Wurzeln. In Schönbrunn stand ich am Schreibtisch von Franz Joseph. Zu Füßen des Kaisers hat dort mein Großvater Clemens Habsburg Salvator als kleiner Bub spielen dürfen. Wenn man so will, war der Kaiser des Öfteren der Babysitter meines Großvaters. Auch in der Kaiservilla in Bad Ischl durften wir drehen. Hier hat mein Vater während des Zweiten Weltkriegs und in der amerikanischen Besatzungszeit seine Kindheit verbracht. Meine Tante Sissy, Elisabeth Altenburg, erzählt mir so einiges im Gespräch über diese Zeit, und was es mit dem Stein auf sich hat, den der Kaiser zum Aufsteigen aufs Pferd genutzt hat.

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Leopold Altenburg wuchs in Graz auf, studierte am Wiener Konservatorium Schauspiel. Er arbeitet als Clown bei den Roten Nasen in Berlin, ist Schauspieler, Regisseur, Kabarettist und leitet Workshops. Er ist ein Ururenkel von Kaiser Franz Joseph I. und Elisabeth. Weil sein Großvater Clemens Salvator 1930 nicht standesgemäß heiratete, trägt er den Namen Altenburg. Nach Änderungen im Hausgesetz der Habsburger wird er dort nun wieder als Prinz geführt. Bis vor kurzem war meine Abstammung kaum Thema. Der Name Altenburg lässt nicht sofort auf eine habsburgische Abstammung schließen. (Anm.: Altenburgs Großvater Erzherzog Clemens hatte nach damaligem Hausgesetz der Habsburger 1930 nicht standesgemäß geheiratet. Daher änderte er seinen Namen in Altenburg und seine Angehörigen wurden Prinzessinnen und Prinzen). Durch meine privat und beruflich intensive Auseinandersetzung mit meiner Herkunft bekomme ich nun öfter zu hören: „Da schau her, er ist nicht nur Schauspieler und Kabarettist, nein, er ist auch der Ururenkel!“

Die Aufgabe, die neue „Sisi Experience“ bei Madame Tussauds Wien zu eröffnen, sie fiel am Wochenende ihm zu. Im Wiener Madame Tussauds können Besucher Kaiserin Elisabeth, die heuer 180 Jahre alt werden würde, nun ein Stück näher kommen. Das Wachsfigurenkabinett im Prater widmet der Monarchin einen eigenen Ausstellungsbereich mit 3D- Animationen und Geruchserlebnissen.

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Seit Anfang 2016 in Berlin das Musical „Elisabeth“ Premiere feierte und ihn die dortige Presse entdeckte, ist Leopold Altenburg auf eine neue Rolle gebucht: wenn Geschichte auf Unterhaltung trifft, den Ururenkel von Österreichs berühmtestem Kaiserpaar zu geben. Je nach Bedarf eher den von Sisi (wie soeben) oder von Franz Joseph, wie im gerade abgelaufenen Jubiläumsjahr, in dem er sich für den Majordomus und Prätendenz unseres Hauses auf die Spuren seines Ururgroßvaters begab.

„Wenn ich an den Namen Sisi denke, denke ich erster Linie an den Privatmenschen, den Familienmenschen“, sagte Altenburg. Sisi hätten sie schließlich nur ihre nahen Verwandten und ihr Mann, „der Franzl“ genannt. „Für die Öffentlichkeit war sie die Kaiserin Elisabeth.“ Er finde es gut, dass neben der jungen, selbstbewussten Kaiserin auch die ältere, reife und auch gebrochene Frau gezeigt werde. „In allem, was sie getan hat, ist sie weit über die Grenzen gegangen – das hat die Schönheit, den Sport und auch ihre Krankheiten betroffen“, so der Nachfahre des Kaiserpaars. „Das fasziniert natürlich bis heute, dass sie in allem so weit gegangen ist.“

„Wenn ich an den Namen Sisi denke, denke ich erster Linie an den Privatmenschen, den Familienmenschen“, sagte Altenburg. Sisi hätten sie schließlich nur ihre nahen Verwandten und ihr Mann, „der Franzl“ genannt. „Für die Öffentlichkeit war sie die Kaiserin Elisabeth.“ Er finde es gut, dass neben der jungen, selbstbewussten Kaiserin auch die ältere, reife und auch gebrochene Frau gezeigt werde. „In allem, was sie getan hat, ist sie weit über die Grenzen gegangen – das hat die Schönheit, den Sport und auch ihre Krankheiten betroffen“, so der Nachfahre des Kaiserpaars. „Das fasziniert natürlich bis heute, dass sie in allem so weit gegangen ist.“ Es soll nicht nur das romantisierende Bild der schönen Kaiserin gezeigt werden, sondern auch ihre unbekanntere, melancholische Seite.

Altenburg nimmt die neue Aufgabe mit einer Mischung aus Geschichtsinteresse und Humor. Wie viele Ururenkel es außer ihm noch gebe, weiß er dabei gar nicht. „Jedenfalls sehr viele“ – allein seine Urgroßmutter Marie Valerie habe zehn Kinder gehabt. Zur Freude seines Berlines Briefträgers erhält er bis heute zu Weihnachten, Hochzeiten und Todesfällen die obligate Post für „Prinz und Prinzessin.“

Aufgewachsen ist Altenburg in Graz, der Vater arbeitete im Verlagswesen. Daheim ging die „sogenannte Gesellschaft“ aus und ein, man diskutierte Geschichte und Politik, lehrte die Kinder, „sich ihrer Wurzeln bewusst zu sein, sich aber nichts darauf einzubilden“, und im Übrigen anzuerkennen, „dass man in anderen Zeiten lebe – und dass das gute Zeiten sind“. Als drittes von fünf Kindern sei er schon daheim der Clown gewesen, später habe ihn die Bühnenspielgruppe im Gymnasium „angefixt“, ebenso wie die Sommerschule für Theater und Straßentheater. Das Geld dafür habe er sich zuvor als Straßenkehrer verdient, erzählt Altenburg – und beginnt zu persiflieren, wie die Magistratsbeamten Schaufel und Besen hinter dem Busch verschwinden ließen, um im Wirtshaus abzutauchen, sobald sie der Chef in seinem Citroën passiert hatte – und wie sie sich wunderten, warum der junge Kollege so seltsam nach der „Schreib“ sprach.

Dort, im Straßentheater, sagt Altenburg, lägen auch viel eher seine Wurzeln als am Wiener Konservatorium, das er später besuchte. Hier die Begegnung mit Leuten, „die in der freien Szene zu Hause sind, die Schauspieler sind und Regisseure, die Workshops geben und das ganze Spektrum der Kunst nutzen“, dort die Ausbildung mit dem Ziel einer Stelle in einem Stadt- oder Staatstheater. Wobei ihn Lehrerin Elfriede Ott schon fasziniert habe: „Sie ist eine sehr gute Komikerin.“

Zuvor hatte er noch beim Bundesheer in Baden im Offizierskasino als Kellner gedient – den Soldaten sollte er später noch einmal geben, im dritten Studienjahr in Wolfgang Murnbergers „Ich gelobe“, da habe er „dann wirklich robben müssen“. Schon damals absolvierte er seinen ersten Clownworkshop, wenig später war er Teil der neu gegründeten Roten Nasen. Seit seinem Umzug via Bielefeld nach Berlin ist er dort für Kinder, Alte, Psychiatriepatienten, Menschen im Wachkoma oder Flüchtlinge Leo Finow, der Clown.

Er ist Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und ein echter Prinz – und was für einer: Ein Ururenkel von Kaiserin Elisabeth von Österreich. Im Alltag verzichtet er gerne auf das “von” und den Prinzentitel. Leopold von Altenburg ist ganz ohne Schloss und Dienstboten aufgewachsen. Seine Eltern legten Wert darauf, dass sich die Kinder nicht all zu viel auf ihre adlige Herkunft einbilden – so waren eher die Kinder die Dienstboten. Trotzdem haben ihn der große Zusammenhalt und die Loyalität in seiner Familie sehr geprägt. In der Schule war Leopold von Altenburg der Klassenclown. Auch heute schlüpft er noch in diese Rolle. Dann ist er in Krankenhäusern und Altenheimen als Klinikclown unterwegs.

Film und Fernsehen:

Leopold Altenburg

Tel.: +49-(0)178-2741367

leopold.altenburg@gmx.de

ZAV – Künstlervermittlung, Berlin

Tel.: +49-(0)30-55 55 99 – 68 43

Email: zav-berlin-kv@arbeitsagentur.de

http://www.zav-kuenstlervermittlung.de

Ansonsten steht er als Schauspieler auf Theaterbühnen und vor der Kamera oder er gibt Regieanweisungen. Einmal ein Drehbuch schreiben, das wünscht sich Leopold von Altenburg. Mit seiner Frau Juliane und den beiden Töchtern lebt er in Berlin. Denn da fühlt er sich wohler als in Wien. Und falls ihn doch einmal das Heimweg packt, dann hört er Austro-Pop.

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Ich bin dort zuhause, wo ich Familie und Freunde habe. Sprich: Dort wo ich mich heimisch fühlen und leuchten kann, bin ich auch schon zu Hause. Und da meine Großfamilie sehr weit verstreut ist, kann das überall sein. Wenn mich die Sehnsucht nach der österreichischen Sprache packt, leg ich schnell eine Ambros-, Fendrich-, Danzer-, STS- oder Goisern-CD auf und sing dazu – zur Freude meiner Frau.

Aus Bielefeld stammt auch sein Entdecken der Kleinkunst; sein Duo Leopold & Wadowski (versoffener Wiener trifft schüchternen Ostwestfalen) ist bis heute – wenn gleich nicht mehr sehr – aktiv. Auch dafür habe sich Berlin als guter Ort entpuppt, „dort gibt es mehrere Open-Stage-Bühnen, wo man sich ausprobieren kann, das hab ich oft gemacht“, und irgendwann wolle er ja auch noch ein Soloprogramm schreiben. In Wien gebe es diese Möglichkeiten kaum, „und wenn, dann wird es gleich zum Wettbewerb“.

Manches sehe er hier freilich positiv, etwa, dass die Künstler vernetzter sind. „Kabarettisten kennen die freie Szene, die kennen Josefstadt und Burgtheater, jeder kennt jeden, und am Ende trifft man sich beim Film.“ Dafür bremse man sich auch gegenseitig, „des kannst net“ höre man oft. Was ihm wiederum gefällt, sei die Tatsache, „dass sich hier das Kabarett mit seiner Geschichte beschäftigt“, statt sich nur mit angloamerikanischen Kollegen zu messen. Die Wurzeln, da sind sie wieder.

http://www.servustv.com/de/Medien/Der-letzte-grosse-Kaiser

http://www.servustv.com/de/Medien/Der-private-Kaiser

Die Faszination am Adel ist doch, dass er NICHT zeitgemäß ist. Figuren wie Könige und Kaiser, Prinzessin und Prinz sind archaische Figuren und erinnern uns an Märchen- und Sagengeschichten. Ich finde es auch interessant, dass der Kaiser sich gerne als archaische Figur gezeigt hat: er war Kaiser, Soldat, Jäger. Und ich selbst bin unter anderem auch Clown. Also auch ein Archetyp. Beschenkt mit der Narrenfreiheit. Gäbe es die Monarchie noch, sähe mein Leben anders aus. Ich könnte kein darstellender Künstler sein, dürfte nicht mit einer bürgerlichen, evangelischen Pastorentochter aus Hamburg verheiratet sein, und Berlin wäre Feindesland. Der Republik hab ich viel zu verdanken. Dennoch ist es wichtig, dass wir uns mit der k. & k.-Monarchie, dem Vielvölkerstaat Österreich auseinandersetzen: Was hat damals gut funktioniert, und woran ist die Monarchie gescheitert?

Es gibt immer wieder schöne Feste wie Hochzeiten, Taufen oder runde Geburtstage, bei denen ich verschiedene Altenburgs, Habsburgs oder meine mütterliche Verwandtschaft, die Waldsteins, treffe. Von der großen, weit verzweigten Familie Habsburg kenne ich einige, aber bei weitem nicht alle. Ferdinand und ich sind uns beim Dreh zum ersten Mal begegnet, aber wir hatten gleich einen familiären Draht zueinander. Und es war natürlich sensationell. mit dem original Auto von Kaiser Karl aus dem Jahr 1914 über den Ring in Spielfeld zu besen – im Schritttempo, wohlgemerkt. Am Steuer der Motorsportler und Urenkel des ehemaligen Besitzers und letzten Kaisers: Ferdinand Habsburg.

10. März 2017 at 07:36 Hinterlasse einen Kommentar

Mitteilung

Im Namen unseres Hauses, dem Prätendent und Majordomus unserer Grafschaft bitten wir unsere treue Leserschaft, unsere Abonnementen, unserer Kunden um ihr Verständnis, das wir unser Presseportal die letzten Monate nicht so gepflegt haben, wie es eigentlich unser Bestreben ist. Wir möchten mitteilen, das wir verschiedene Bereiche unserer Geschäftsstrategien verändert haben. Unter anderem auch das Pressehaus. Der alte Standort sei den Mitarbeitern sehr ans Herz gewachsen. Aber der Verlag entwickele neue Medienprodukte. Vieles davon entstehe im Miteinander über Redaktions- und Abteilungsgrenzen hinweg. Das jetzige Verlagshaus mit vielen Einzelbüros erscheint dafür nicht mehr geeignet. „Es ist Zeit für etwas Neues,“ fasste der Prätendent unseres Hauses den Entschluss zusammen. Neueste Technik sorge für rund 75 Prozent weniger Energieverbrauch, ein Konferenzzentrum mit rund 350 Plätzen ist als Treffpunkt und Veranstaltungsort geplant, variable Raumlösungen sollen projektbezogenes Arbeiten unterstützen. „Es wird ein gutes neues Zuhause für unsere Mitarbeiter“, freute sich der Geschäftsführer der Redaktion unseres Hauses. Wir sind nun in allen wichtigen Bereichen neu strukturiert und aufgestellt. Wir haben zusammengelegt und auch aufgegeben und gekündigt. Wir haben neue Mitarbeiter in unser Haus gewinnen können, die sich so positionieren, das wir auch dem internationalen Geschehen weitgehend aktuell berichten können.

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Verlag, Redaktion des Pressecenter Grafschaft Montfort

10. März 2017 at 07:27 Hinterlasse einen Kommentar


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