Archive for 19. Juni 2017

Hannover steht im Sommer eine königliche Hochzeit bevor

Eine goldene Kutsche und Fahnen schwenkende Zuschauer? So könnte die glamouröse Hochzeit von Ernst August Prinz von Hannover Junior und seiner Verlobten Ekaterina Malysheva Anfang Juli in Hannover aussehen. Doch auch, wenn die Vorbereitungen längst laufen, bekommt die Öffentlichkeit davon kaum etwas mit. Medien spekulieren über Promigäste und den Ablauf der Feierlichkeiten.

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, jetzt ist es offiziell: Wie die Stadt Hannover mitteilte, wird Ernst August Erbprinz von Hannover seine Verlobte, die russischstämmige Modedesignerin Ekaterina Malysheva, am 6. Juli um 11 Uhr heiraten. Die Zeremonie wird demnach im Neuen Rathaus der niedersächsischen Stadt stattfinden. In einem persönlichen Gespräch habe der Prinz den Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) darum gebeten, die Räumlichkeiten nutzen zu dürfen. Diesem Wunsch habe man entsprochen. Um die Trauung vollziehen zu können, musste der SPD-Politiker sich erst einweisen lassen und die Befugnis für Trauungen bekommen. Das ist aber schon direkt nach der persönlichen Anfrage Ernst Augusts geschehen. „Beide kennen sich seit längerem und haben auch häufiger Kontakt“, hieß es in einer Mitteilung der Stadt Hannover. Schostok selbst gab an, dass er auch die Eheschließung leiten wird.

Am zweiten Wochenende im Juli wollen sich Ernst August und Ekaterina Malysheva in der niedersächsischen Landeshauptstadt auch kirchlich trauen lassen. Das Jawort werden sich die beiden in der Marktkirche in der Altstadt Hannovers geben. Noch nicht nach außen gedrungen ist, ob der Gottesdienst für den Freitag, Samstag oder Sonntag geplant ist. Der Gottesdienst sei nicht öffentlich, sondern nur für geladene Gäste, hieß es von der Pastorin. Stehend haben mehr als 1000 Gläubige in der Kirche Platz.

Die Feierlichkeiten finden anschließend mit mehreren hundert Gästen in der Marienburg statt. Als Gäste werden das spanische Königspaar, Vertreter der Königshäuser aus Schweden, Dänemark und den Niederlanden erwartet. Darüberhinaus nahezu die komplette Fürstenfamilie aus Monaco. Danach versammeln sich Hunderte Gäste zum königlichen Empfang in Herrenhausen. In welchem Gebäude das Fest stattfindet, ist noch nicht völlig klar. Angesichts der Größe der Gesellschaft wird es jedoch voraussichtlich das Galeriegebäude sein. Später wird die Hochzeitsgesellschaft zur Marienburg fahren, dem Familiensitz der Welfen, und dort weiterfeiern.

Der Welfenprinz ließ sich zuletzt häufiger in der alten Heimat blicken. Ernst August besuchte im vergangenen Jahr etwa das Schützenfest in Hannover und enthüllte im November eine Leibniz-Büste in der Bibliothek von Schloss Marienburg. Er engagierte sich auch bei den Feierlichkeiten zum 300. Jubiläum der sogenannten Personalunion, als Hannovers Herrscher zwischen 1714 und 1837 zeitgleich auf dem britischen Thron saßen und ein Weltreich regierten.

„Dass der Prinz von Hannover hier in Hannover heiratet, ist aus Sicht der Stadt auch ein Zeichen der Jahrhunderte alten Verbundenheit“, teilte die Stadt mit. Der 33- Jährige hat vor 13 Jahren die Marienburg und weitere Besitztümer von seinem Vater übernommen. Seinen Lebensmittelpunkt hat das Paar aber in London.

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Erbprinz Ernst August von Hannover arbeitet dort im Bankwesen und ist bekennender Fußballfan. Zuvor hat er Volkswirtschaft in New York studiert.

Sein Vater ist Prinz Ernst August zu Hannover, Oberhaupt des ehemals königlichen Hauses Hannover, seine Mutter dessen erste Ehefrau Chantal Hochuli. Die Ehe wurde nach 16 Jahren geschieden. Der Vater des Erbprinzen heiratete später Prinzessin Caroline von Monaco. 2004 hat der Vater seinem Sohn den Familiensitz, Schloss Marienburg, überschrieben.

Der 33-jährige Ernst August hat sich mit der Modedesignerin Ekaterina Malysheva im Sommer 2016 bei einem Urlaub in Griechenland verlobt.

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Die beiden kennen sich seit Jahren. Malysheva ist eine sehr bekannte Dokumentarfilmerin, die 2014 sogar für den Oscar nominiert wurde. Außerdem gewannen sie drei Emmys. Im Sommer 2013 gründete sie die bei Promis äußerst beliebte Modemarke EKAT.

Gespannt sein dürfen die Hochzeitsgäste und Schaulustige auf das Hochzeitskleid Ekaterinas. Sie ist selbst Modedesignerin, hat ein eigenes Label, das sogenannte Catsuits vertreibt. Das sind hautenge Anzüge in glänzendem Stoff und mit meist auffälligen Mustern, die die 30-Jährige auch selbst gerne bei Veranstaltungen trägt. Außerdem werden der gebürtigen Russin, die in Tschechien aufgewachsen ist, gute Kontakte in die Londoner Modeszene nachgesagt. Einige Medien fragen sich, ob etwa das englische Model Kate Moss ein Gast sein könnte.

Ungewiss ist, ob sich auch das englische Glamour-Paar Prinz William und Herzogin Kate die Ehre gibt. Terminlich würde ein Hochzeitsbesuch passen – beide statten Deutschland im Juli einen Besuch ab, wie das englische Königshaus vor einigen Tagen mitteilte. Auch wenn die beiden prominenten Royals aus Groß Britannien am Ende nicht erscheinen, wird Hannover eine illustre Gesellschaft aus Vertretern des europäischen Hochadels erleben. „In jedem Fall wird die Hochzeit das bedeutendste Society-Event für Hannover in diesem Jahr sein“, sagt ein Insider. Möglicherweise werden Ernst August und Ekaterina Malysheva Ende Juni bereits ihren Polterabend in Hannover verbringen. Nach Informationen der Redaktion unseres Hauses hat es Anfragen in diversen Gastronomien gegeben, unter anderem im Brauhaus Ernst August.

Offiziell gibt das Sekretariat des Erbprinzen keine Stellungnahme ab. Marktkirchen-Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann will die geplante Hochzeitsfeier in ihrem Gotteshaus weder bestätigen noch dementieren. Die Marienburg ist rund um das zweite Juli-Wochenende wegen „privater Veranstaltungen“ geschlossen, wie dem Terminkalender des Schlosses zu entnehmen ist. Dem Vernehmen nach registriert der Flughafen Langenhagen für Ende Juni eine erhöhte Nachfrage nach Stellplätzen für Privatflugzeuge. „Angesichts der Welfenhochzeit dürften alle Plätze belegt werden“, heißt es.

Über die Gästeliste und den Ort der Party ist noch nichts bekannt. Die Eltern des Bräutigams, Ernst August und Chantal Hochuli, feierten 1981 nach ihrer Trauung jedenfalls auf der Marienburg. Und auch ein Blick auf die Hochzeit des gleichnamigen Großvaters Ernst August von Hannover (1914-1987) könnte die Hochzeitsplaner inspirieren. 1951 heiratete er in Hannover Ortrud, Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Damals fuhr das Brautpaar in einem Auto von der Marktkirche, in der es getraut wurde, zum Schloss Herrenhausen. Viele Menschen begrüßten beide, als sie aus der Kirche traten, und viele andere jubelten ihnen auf dem Weg zu. Nicht unwahrscheinlich ist, dass Mitglieder des spanischen und griechischen Königshauses nach Hannover reisen. Prinz Felipe de Bourbon VI., König von Spanien, zählt zu den Taufpaten von Erbprinz Ernst August, ebenso Konstantin II., letzter König der Hellenen.

Die Welfenhochzeit in der Marktkirche weckt Erinnerungen an das Jahr 1951. Damals heiratete Ernst August, Großvater des gleichnamigen Erbprinzen, Prinzessin Ortrud von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Getraut wurde das Paar in der Marktkirche von Landesbischof Hanns Lilje. Der Hochadel gab sich ein Stelldichein; die eigens aufgebaute Zuschauertribüne an der Kirche war überfüllt. Das umjubelte Brautpaar fuhr in einem Festzug nach Herrenhausen und gab dort einen Empfang in der Orangerie. Das spektakuläre Ereignis bescherte Hannover inmitten der grauen Nachkriegszeit ein wenig feudalen Glanz.

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Die Eltern des Erbprinzen, Prinz Ernst August von Hannover und Chantal Hochuli, haben übrigens 1981 auf der Marienburg geheiratet.

19. Juni 2017 at 06:05 Hinterlasse einen Kommentar

Maria Antonia Prinzessin von Sachsen Gessaphe hat geheiratet

Traumhochzeit am 17. Juni in der Mettener Klosterkirche: 160 Gäste aus Hochadel, Politik, Freunde und Familie feierten anschließend auf Gut Altholz von Sieglinde Rainer-Hutter und Siegfried Hutter, den Eltern des Bräutigams. Prominente Gäste waren nicht nur der Prätendent unseres Herrenhaus, in Vertretung der Mitglieder des Grafenhaus Montfort auch Fürstin Gloria von Thurn und Taxis hat dem Glamour beigetragen.

Die Männer im Cutaway, die Damen in Kostüm und Hut – wenn ein Mitglied so einer Dynastie heiratet, gibt es einiges zu schauen. Hüte von beeindruckender Größe waren ebenso zu sehen wie kunstvoll gefertigte Fascinator. Regensburgs Fürstin hatte eine Kombination in Creme und Rosa gewählt, die Gläser der peppigen Brille dazu passend farbig getönt. Sie trug einen Hut mit breiter Krempe. Beim Einzug in die Klosterkirche richteten sich alle Blicke auf das Brautkleid mit Spitze und langer Schleppe. Maria Antonia von Sachsen Gessaphe hat es im Pasinger Atelier von Gudrun Hanke schneidern lassen. Mehr als einen Blick wert war das Diadem, geliehen von Patentante Antonia Prinzessin von Thurn und Taxis. Am Arm ihres Vaters Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe, voran die Blumenkinder Catharina Schacht, Leonora Comtesse von und zu Arco Zinneberg, Hannes Romig sowie die Brüder der Braut Clemens Maria und Johann Nepomuk Prinzen von Sachsen Gessaphe, betrat die 22-jährige Braut die Kirche. Die Baltische Corporation Fraternitas Dorpatensis stand beim Auszug von Antonia und Klaus Hutter mit Schwertern und Rosen Spalier.

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Klaus Hutter (27) sowie die Trauzeugen Vivica Raymann von Loefen, Antonia Rothmund und Marc Tello erwarteten Antonia zu den Klängen von Jeremiah Clarks „Duke of Gloucester’s March“ am Altar. Abt Wolfgang M. Hagl betonte, es berühre ihn, wenn Paare einander annehmen, in Gesundheit und Krankheit, bereit, auch die Kümmernisse des Lebens zu ertragen. Und er gab einen guten Rat: „Die Liebe wächst mit der Vergebung, Seid nicht nachtragend, dafür ist das Leben zu kurz.“

Am Freitag, 16. Juni, hatte die standesamtliche Trauung im Prälatengarten stattgefunden. Nach einem Empfang im Innenhof von Gut Altholz feierten die Gäste am Samstag bei einem Diner die Hochzeit von Klaus Hutter und seiner Prinzessin, die jetzt Maria Antonia Hutter heißt.

Familiäre Information aus der Redaktion unseres Hauses: Das Haus Sachsen-Gessaphe ist eine durch Adoption in weiblicher Linie neu kreierte Seitenlinie des Hauses Wettin Albertinischer Linie. Im Jahr 1999 adoptierte das kinderlose Oberhaupt des Hauses Wettin, Maria Emanuel Markgraf von Meißen, seinen Neffen Alexander Afif und ernannte ihn zum persönlichen Erben und seinem präsumptiven Nachfolger als Oberhaupt des Hauses Wettin Albertinischer Linie, des früheren Königshauses Sachsens. Er führt seither den Namen Alexander Prinz von Sachsen (genannt Sachsen-Gessaphe).

Die Familie stammt von Maria Anna Josepha Prinzessin von Sachsen, Herzogin zu Sachsen (* 1929) und ihrem Ehemann Roberto de Afif (1916-1978) ab. Anna ist eine jüngere Schwester des Familienoberhauptes Maria Emanuel Markgraf von Meißen und Tochter von Friedrich Christian Prinz von Sachsen und Elisabeth Helene Prinzessin von Thurn und Taxis; sie ist die einzige Nachfahrin Friedrich Christians, die überlebende und legitime Kinder hat.

Roberto de Afif stammt väterlicherseits aus einer alten maronitisch-katholischen Prinzenfamilie im heutigen Libanon. Von Afif, Emir in Keserwan und Enkel des libanesischen Emirs Mansur ‚Asaf bin Hassan (1522-1580) wird überliefert, dass er der Vorfahre des christianisierten Zweiges der Scheiks von Bkassine ist. De Afif stammt nach Angaben von L’Allemagne dynastique von Suleiman ab, der 1306 von den Mameluken die Provinz Keserwan nördlich von Beirut zugesprochen bekommen hat. Weiterhin war sein Vater, Alexander Afif (1883-1971), der zeitlebens in Beirut gelebt hat, ein Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Prinz von „Assaph (Afif)“ oder Gessaphe im Libanon. Roberto emigrierte nach Mexiko, studierte Jura und arbeitete als Geschäftsmann. Die Familie lebt im Stadtviertel Polanco von Mexico City. Robertos Schwester, Alexandra Afif, wurde in Beirut im Jahr 1919 geboren und heiratete 1951 in Rom in morganatischer Ehe Karl Anton Prinz von Hohenzollern (* 1922). Karl Anton war ein Neffe des Prinzen Friedrich Christian von Sachsen und ist ein Cousin ersten Grades von Maria Emanuel und seiner Schwester Anna von Sachsen.

Die Thron- und Erbfolge des Hauses Wettin Albertinischer Linie folgt teilweise dem salischen Recht: Nur wenn alle männlichen Zweige ausgestorben sind, folgt der weibliche Erbe, der dem letzten männlichen Erben am nächsten verwandt ist, oder seine männlichen Nachkommen auf dem Thron und in der Erbfolge. Von allen betroffenen Familienmitgliedern der Familienzweige wird aber erwartet, dass sie ebenbürtige Ehen führen, um ihren Nachkommen die dynastischen Rechte zu vererben.

Im Jahr 1987 starb der präsumptive dynastische Erbe Johannes Prinz von Sachsen-Coburg (aus dem Hause Wettin Ernestinischer Linie), Neffe des Maria Emanuel Markgrafen von Meißen und Sohn seiner jüngsten Schwester, beim Bergsteigen in jungen Jahren ohne Nachkommenschaft. Alexander Afif (* 12. Februar 1954 in München) – der älteste Sohn von Anna, einer anderen Schwester Maria Emanuels – hatte im Jahr 1987 Gisela Prinzessin von Bayern (* 10. September 1964) geheiratet.

Im Mai 1997 ernannte Maria Emanuel Alexander Afif zu seinem persönlichen Erben, besiegelte dies zwei Jahre später durch Adoption und übertrug ihm damit den gesetzlichen Familiennamen „Prinz von Sachsen“. Dadurch wurde die neue Familie Sachsen-Gessaphe als Zweig des Hauses Wettin begründet. Durch die Anerkennung Maria Emanuels werden Alexander, seine Söhne und seine Brüder fortan als Prinzen von Sachsen-Gessaphe bezeichnet. Im Frühjahr 1997 wurde bekanntgegeben, dass die überlebenden männlichen Nachkommen des Hauses Wettin Albert (Bruder Maria Emanuels), Dedo und Gero (Söhne vom jüngsten Bruder des Vaters Maria Emanuels) in einer Zusammenkunft die Ernennung Alexanders als dynastischen Erben für den Fall anerkannten, dass sie selbst keine Söhne aus ebenbürtigen Ehen mehr haben würden.

Später wurde aber bekannt, dass der Bruder Maria Emanuels, Albert Prinz von Sachsen, Nachlaßverwalter seines Vaters für seine Schwestern, diese Entscheidung nicht als bindend ansehe. Er bevorzuge die Nachfolge von Rüdiger Prinz von Sachsen, dem Sohn seines verstorbenen ersten Cousins Timo Prinz von Sachsen (1923-1982, Bruder von Dedo und Gero), und dessen drei Söhne in der Erbfolge. Da Rüdigers Mutter bürgerlicher Herkunft war, müsste die Ehe Timos nachträglich „de-morganisiert“ werden, wozu die Zustimmung der verbliebenen Erben des königlichen Hauses Wettin Albertinischer Linie erforderlich wäre. Das letzte Wort in dieser Frage hätte demnach der letzte überlebende männliche Erbe. So würde im Zweifelsfall die Entscheidung davon abhängen, ob Maria Emanuel oder sein Bruder Albert der letzte überlebende Erbe des Adelshauses wären.

 

19. Juni 2017 at 06:01 Hinterlasse einen Kommentar


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