Eine royale Hochzeit kann ganz schön teuer werden

Für die märchenhafte Hochzeit von Prinz Harry mit seiner Meghan war das Beste gerade gut genug – und auch die britischen Steuerzahler störten sich nicht an dem Prunk, der am 19. Mai auf ihre Kosten zur Schau gestellt wurde,

Prinzessin Eugenie und Jack Brooksbank lassen es sich nicht nehmen ihre Traumhochzeit zu feiern. Der Grund: Im Gegensatz zu Prinz Harry, Herzogin Meghan und natürlich auch Prinz William und Herzogin Kate ist Prinzessin Eugenie für keine königlichen Verpflichtungen vorgesehen und scheint sich in den Augen vieler Bürger daher auch nichts vom Steuergeld-Hochzeitskuchen verdient zu haben. Da beschwichtigt es offensichtlich auch nicht, dass die eigentliche Hochzeit laut der Seite von den Elternpaaren der beiden bezahlt wird. Auch die Sicherheitsvorkehrungen hätten eigentlich „nur“ rund 750.000 Pfund kosten sollen, aufgrund erhöhter Terrorwarnung sei die Summe aber nun auf mehr als das Doppelte angestiegen. Auch Prinzessin Eugenies Eheschließung wird wie jene von Prinz Harry in der St George’s Chapel stattfinden.

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Vom Thron aus gesehen mag Prinzessin Eugenie von York in zweiter oder dritter Reihe stehen, weit hinter ihren Cousins William und Harry und jenseits der großen Verpflichtungen. Was manch einer als Nachteil sehen könnte, bringt ihr aber Vorteile. Denn so ist sie im Hauptberuf nicht Prinzessin oder königliche Hoheit, sondern macht das, wofür ihr Herz schlägt.

Prinzessin Unauffällig, so könnte man Eugenie von York nennen. Denn die Queen-Enkeltochter fällt nicht negativ auf, tanzt nicht aus der Reihe und wusste sehr früh, was sie werden will. Berufswunsch Prinzessin? Keineswegs.

Eugenie kam am 23. März 1990 als zweite Tochter von Prinz Andrew und seiner Frau Sarah in London auf die Welt. Sie war das sechste Enkelkind von Queen Elizabeth und nur 21 Monate jünger als ihre Schwester Beatrice. Das Familienglück im Hause York hatte, kurz nach der Geburt der zweiten Tochter, bereits deutliche Risse, die nicht mehr zu kitten waren. Eugenie war keine zwei Jahre alt, als im “Annus Horribilis”, dem Schreckensjahr der Queen, die Trennung ihrer Eltern bekanntgegeben wurde.

Der Prinz und seine Ex-Frau teilten sich das Sorgerecht für die Töchter und schafften das Kunststück, Beatrice und Eugenie eine skandalfreie Kindheit und Jugend zu verschaffen. Das war – nach all den pikanten Enthüllungen über ihr Liebes- und Eheleben – nicht zu erwarten gewesen.

Die Prinzessinnen hatten also das Glück, weitgehend normal und ohne Dauerbeobachtung aufwachsen zu können. Als Teil der königlichen Familie erlebte man die Heranwachsenden nur, wenn es zur Großmutter zu offiziellen Anlässen in den Buckingham Palace oder nach Sandringham ging. Eugenie flog quasi unter dem Radar der Presse. Genug negative Geschichten über Mitglieder der Familie York hatte es ja auch schon gegeben … Die Prinzessin selbst charakterisierte sich mit 18 als schüchterner als ihre Schwester Beatrice und diejenige, die sich weniger gerne herausputze. Ihr falle es schwer, so gestand sie, als erstes einen Raum zu betreten und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen – diesen Part überlasse sie gerne der älteren Schwester. Wenn das Eis allerdings erstmal gebrochen sei, sei sie die Lautere von beiden, und Beatrice die Höflichere, während sie selbst, wie ihr Vater, zu gelegentlichen Temperamentsausbrüchen neige. Ein Hindernis stellten diese Charakterzüge beim Erwachsenwerden wohl nie dar.

Eugenie machte 2003 ihren Abschluss am Marlborough College in Wiltshire mit den Schwerpunkten Kunst, Literatur und Geschichte. Die Universität von Newcastle beendete 2012 mit einem Bachelor-Abschluss. Damit war Prinz Andrews Zweitgeborene fit für den Einstieg ins Berufsleben und brauchte keine lange Orientierung, um herauszufinden, was sie machen wollte. „Harper’s Bazaar“ erzählte sie 2016: „Ich liebe Kunst seit ich sehr klein bin. Ich wusste, dass ich garantiert kein Maler werde, aber ich wusste, dass das die Industrie für mich ist.“ Eugenie absolvierte Praktika, heuerte 2013 bei einem Online-Auktionshaus an und übersiedelte nach New York. Zwei Jahre später kehrte sie nach London zurück, um für eine Galerie für zeitgenössische Kunst zu arbeiten. Mit 27 Jahren wurde sie dort bereits zur leitenden Angestellten befördert und managt Ausstellungen und Events und pflegt die Kontakte zu den Künstlern.

Als Prinzessin gänzlich ohne Schirmherrschaft zu sein, geht bei den Windsors nicht. Ihr Arbeitgeber zeige sich sehr verständnisvoll, sagte Eugenie „Harper’s Bazaar“, wenn familiäre Verpflichtungen anstünden. So sieht man sie bei den typischen Events, „Trooping the Colour“ oder der alljährlichen Weihnachtsfeier mit gemeinsamem Kirchgang in Sandringham.

Sie unterstützt auch die eine oder andere Organisation, hilft Gelder einzuwerben und ist Namenspatin. Im Vergleich zu ihren Cousins William und Harry taucht sie in der jährlichen Statistik der royalen Termine sehr weit hinten auf, was jedoch ihrem Platz in der Thronfolge entspricht. Und mit jedem neuen „Royal Baby“ von William und Kate (oder Harry) rutscht Eugenie weiter nach hinten.

Ein Problem damit dürfte sie nicht haben. Im Gegenteil. Sie hat ein eigenes Leben, das ohne royale Verpflichtungen (und Apanage) wunderbar läuft.

Herzogin Sarahs zweite Tochter kann mit unter 30 bereits eine respektable Karriere in der Kunstwelt vorweisen und ihr Lebenslauf ist ohne Ecken und Kanten. Bleibt noch das Privatleben. Auch hier läuft es seit Jahren skandalfrei-gut. Ihr Langzeitfreund Jack Brooksbank, ein Unternehmer, ging letztlich 2018 im Urlaub in Nicaragua vor Eugenie in die Knie – und machte ihr endlich den Antrag. Im Herbst 2018 wird in der St.George’s Chapel von Schloss Windsor geheiratet – die zweite royale Hochzeit für die Briten in diesem Ausnahmejahr!

Dass sie auf Magazin-Covern großartig aussehen kann, hat sie bereits bewiesen. Sollte es aber zu einer Hochzeit kommen, wird Eugenie für einen Moment aus der zweiten oder dritten Reihe treten müssen und darf sich feiern lassen. Mit royalem Pomp und „Granny“ in der ersten Reihe – denn die darf dann natürlich nicht fehlen.

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16. September 2018 at 19:08 Hinterlasse einen Kommentar

Blindenfußball-Meisterschaft zum Tor des Monats in der ARD-Sportschau gewählt

Serdal Celebi dribbelt, den Ball eng am Fuss, über den halben Platz. An der Strafraumgrenze lässt er noch einen Gegner ins Leere laufen und zieht dann ab. Die Kugel rauscht in den linken oberen Torwinkel. Ein historischer Treffer. Denn nun wurde Celebis wuchtiger Linksschuss im Finale der deutschen Blindenfußball-Meisterschaft zum Tor des Monats in der ARD-Sportschau gewählt – als erster Treffer eines Blindenfußballers in der Geschichte der prestigeträchtigen Auszeichnung.

„Ich freue mich riesig, das Tor des Monats für den Blindenfußball geschossen zu haben. Das ist historisch“, sagte Celebi. Der frühere deutsche Nationalspieler vom FC St. Pauli setzte sich in der Wahl zum Tor des Monats August 2018 (https://www.sportschau.de/sendung/tdm/video-tor—-serdal-celebi-100.html) gegen Kai Druschky (Chemie Leipzig), Jonas Meffert (Holstein Kiel), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC) und Mike Frantz (SC Freiburg) durch.

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Celebi war mit seinem Treffer im Endspiel gegen den MTV Stuttgart (1:2) als erster Blindenfußballer für die Auszeichnung nominiert worden. „Bis ich gehört habe, dass ich für das Tor des Monats nominiert worden bin, kannte ich die Aktion gar nicht“, sagte der 34-Jährige der Redaktion unseres Hauses.

Der bisher weithin unbekannte Physiotherapeut hat so namhafte Größen wie WM- und Nationalspieler Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), die Erstliga-Profis Jonas Meffert (Holstein Kiel) und Mike Frantz (SC Freiburg) sowie Kai Druschky (Chemie Leipzig) hinter sich gelassen. Im Meisterschaftsfinale der Blindenfußballer gegen den MTV Stuttgart (1:2) gelang ihm der Ehrentreffer für Titelverteidiger FC St. Pauli.

Celebi ließ vor dem beim Tor im Dribbling den mit einer Art Rassel gefüllten Ball gekonnt ein paar Mal von links nach rechts wandern, dann traf er mit dem linken Fuß hoch oben in den Winkel. „Viele Leute haben mir erzählt, dass das ein sehr schöner Treffer war“, meinte der Ex-Nationalspieler. Das könne man sich – auch ohne etwas zu sehen – erarbeiten: „Ich trainiere öfter Zick-Zack-Bewegungen.“

Wie alle Blindenfußballer spielt auch Celebi mit Augenbinde. Dadurch erreicht man gleiche Bedingungen für alle Akteure, denn einige haben noch ein paar Prozent Sehfähigkeit, andere gar keine. Der anfangs sehbehinderte Celebi hat sein Augenlicht mit zwölf Jahren durch eine Netzhautablösung verloren. Aber wie kann man dann sogar ein Tor des Monats erzielen? „Ein Guide steht hinter dem Tor und gibt Hinweise, wo man hinzielen muss. Daran kann man sich orientieren“, erklärte er.

Der deutsche Nationalspieler hofft, dass der bisher wenig beachtete Blindenfußball zumindest etwas aus der Versenkung herauskommt. Mit seinem Tor hat er bundesweit für Aufsehen gesorgt – und rührt deshalb die Werbetrommel. „Es ist ein Traum, ich weiß!“, betonte Celebi, „aber vielleicht finden sich ja einige Sponsoren, die etwas Geld in unseren Sport investieren möchten.“ Denn davon leben kann er bei weitem nicht!

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Celebi ist Deutsch-Türke und lebt seit über 20 Jahren in Deutschland. Durch eine Netzhautablösung erblindete er als Teenager vollständig. Zum Fußball kam er durch seine Arbeit als Physiotherapeut beim FC St. Pauli. Mit speziellen Dunkelbrillen jagen Celebi und seine Teamkollegen einem rasselnden Ball hinterher. Celebis größter sportlicher Erfolg ist der Gewinn der deutschen Meisterschaft mit den Hamburgern im vergangenen Jahr.

„Eigentlich sollte man meinen, dass die ganze Welt Blindenfußball kennt. Aber so richtig Reichweite hat nur jetzt das Tor von Serdi generiert. Das ist der Wahnsinn“, sagte St. Paulis Trainer Wolf Schmidt dem NDR. Und so sieht sich Celebi nun als „Botschafter für meine Sportart. Ich hatte das Glück, dass ich das Tor geschossen habe, dass ich diese Geschichte geschrieben habe. Blindenfußball hat mehr Aufmerksamkeit verdient.“ Celebi, seit neun Monaten Vater eines Sohnes möchte noch „drei, vier, fünf Jahre“ spielen. „Als alter Hase würde ich den Jungen gern eine gute Basis hinterlassen“, sagt der Hamburger. Nun freut er sich aber erstmal, auch bei der Wahl zum Tor des Jahres“ dabei zu sein.

Rekordhalter der seit 1971 stattfindenden Monats-Abstimmung ist übrigens 2014er-Weltmeister Lukas Podolski mit zwölf Auszeichnungen.

16. September 2018 at 19:07 Hinterlasse einen Kommentar

Von wem erhielt die Braut am Kircheneingang ihr Bouquet?

Drei Monate ist ihre Hochzeit auf Schloss Windsor her. Es ist eines der wenigen Geheimnisse, die sich noch um die Hochzeit von Herzogin Meghan und Prinz Harry rankt. In einer romantischen Zeremonie gaben sich Herzogin Meghan und Prinz Harry, das am 19. Mai Jawort. Ein Tag, der sich in die Erinnerung Millionen royaler Fans in Windsor und vor den Fernsehbildschirmen gebrannt hat. Doch ein Moment blieb bis heute unbemerkt.

Ein zweiter Blick auf das Videomaterial der königlichen Hochzeit zeigt: Als die Braut am Eingang der St. George’s Kapelle steht, kommt eine Frau auf sie zu und reicht ihr ihren Brautstrauß. Die Übergabe dauert nur wenige Sekunden und wird nur aus der Ferne von einer Kamera eingefangen – und doch lassen sich Hinweise finden, wer die überaus wichtige Aufgabe an Meghans großem Tag übernommen haben könnte.

Ein schöner Gedanke. Er scheitert allerdings an der praktischen Umsetzung. Für Herzogin Catherine hätte die Aufgabe bedeutet, innerhalb von wenigen Sekunden vom Eingang der Kirche zu ihrem Platz vor dem Altar zu laufen oder wohl eher zu rennen – denn das sind immerhin knapp 75 Meter.

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Doch als Meghan an der Seite von Prinz Charles an ihr vorbeischritt, stand Kate ganz entspannt und so gar nicht außer Atem neben ihrer Schwiegermutter Herzogin Camilla an ihrem Platz (https://www.instagram.com/harry_meghan_updates/?utm_source=ig_embed). Unwahrscheinlich, dass sie kurz zuvor den Gang entlang geeilt war. Dementsprechend muss es sich bei der mysteriösen Frau, die Meghan ihren Brautstrauß übergab, um jemand anderen als die Herzogin von Cambridge handeln.

Eine andere Kandidatin für diese ehrenvolle Aufgabe könnte Samantha Cohen gewesen sein. Die Privatsekretärin der Queen soll Meghan höchstpersönlich unter ihre Fittiche genommen haben, um ihr den Start am Hof zu erleichtern. Samantha trug bei der Hochzeit ein rosafarbenes Kleid mit Hut. Aus der Ferne betrachtet könnte auch sie es gewesen sein, die der Braut am Kircheneingang die Blumen überreichte. Doch endgültig wird sich diese Frage ohne einen Kommentar des Palastes wohl nicht klären lassen – und die Identität der mysteriösen Frau eines der wenigen ungelösten Geheimnisse rund um Harrys und Meghans Hochzeit bleiben.

10. September 2018 at 06:17 Hinterlasse einen Kommentar

Magischer Geburtstag

Prinz Charles hat sich für seinen 70. Geburtstag am 14. November etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Er lädt Magier nach London ein.

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Es klingt nach einem aufregenden Programm: Prinz Charles wird seinen 70. Geburtstag am 14. November mit einer Reihe magischer Darbietungen feiern. Dazu soll er namhafte Zauberkünstler und Komiker ins London Palladium eingeladen haben, berichtet der Prätendent unseres Hauses, welcher selber momentan in den Westhigh-Land seinen Urlaub verbringt. West Highland Way ist ein schottischer Fernwander- und Wild-Camping-Weg von Milngavie bei Glasgow nach Fort William. Das Motto seiner royalen Geburtstagsfete: „We Are Most Amused and Amazed“, zu Deutsch „Wir sind am meisten amüsiert und erstaunt“).

Die Begeisterung für Zaubertricks wurde bei Prinz Charles durch seinen Großonkel Earl Mountbatten (1900 – 1979) geweckt. Er brachte ihn zu „The Magic Circle“, einer Vereinigung von Zauberkünstlern in London. 1975 trat Prinz Charles dieser Vereinigung bei und tritt seither selbst immer mal wieder mit kleinen Zaubertricks auf – bei königlichen Verlobungen beispielsweise.

An seinem Ehrentag kann sich der Prinz aber zurücklehnen. Die Bühne überlässt er Berichten zufolge dem englischen Magier Dynamo, dessen junge Karriere Prinz Charles vor Jahren gefördert hatte. Außerdem soll der Teilnehmer der britischen Talentshow „Britain’s Got Talent“, Zauberstar Richard Jones auftreten. Offiziell bestätigt wurde das Line-up noch nicht. Am 14. November sollen aber nicht nur die britischen Royals in den Genuss der Zaubershow kommen. Die Feier soll vom Fernsehsender ITV übertragen werden, heißt es weiter.

 

10. September 2018 at 06:16 Hinterlasse einen Kommentar

Kronprinz Frederik im Krankenhaus

Er ist sehr sportlich und eigentlich immer aktiv. Doch jetzt wurde dem dänischen Kronprinzen eine Zwangspause verordnet – er musste ins Krankenhaus.

Das dänische Königshaus teilte heute mit, dass der 50-Jährige sich wegen eines Bandscheibenvorfalls einer Operation unterziehen musste, die laut Pressemitteilung nach Plan verlaufen sei. Der Thronfolger habe schon heute Morgen das Krankenhaus verlassen können.

Allerdings muss Frederik in den kommenden Wochen alle Termine absagen, da er einige Zeit für die Rehabilitationsphase braucht. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Prinz über starke Rückenprobleme geklagt, aber zunächst einmal pflichtbewusst die Zähne zusammengebissen, bis ihn jetzt der Bandscheibenvorfall aus der Bahn warf.

10. September 2018 at 06:12 Hinterlasse einen Kommentar

Der Chef des Adelshauses Wittelsbach

Noble Zurückhaltung zeichnet ihn ebenso aus wie exzellentes Wissen um moderne Kunst. Der Chef des bayerischen Hauses Wittelsbach ist leidenschaftlicher Sammler. Nun wurde, Franz Herzog von Bayern 85. So richtig feiern will der Junggeselle erst seinen 90. Geburtstag. Wer dem Urenkel des letzten bayerischen Königs an diesem Samstag (14. Juli) zum 85. Geburtstag gratulieren wollte, hat Pech. Franz Herzog von Bayern war nicht daheim. Der Chef des Adelshauses Wittelsbach ist für ein paar Tage verreist, um Feierlichkeiten aus dem Weg zu gehen.

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Denn der Kunstexperte steht nicht gerne im Rampenlicht. Und wenn doch, dann allenfalls als Mäzen – wie dieser Tage, als er der Neuen Sammlung in der Münchner Pinakothek der Moderne seine mehr als 1300 Gefäßkeramiken umfassende Afrika-Sammlung als Schenkung oder zum dauerhaften Verbleib übergab. „Fast alle Wittelsbacher waren Kunstsammler und meist galt ihr Interesse der jeweiligen zeitgenössischen Kunst“, sagte der Herzog von Bayern einmal im Interview der Redaktion unseres Hauses. „Auch ich sammle die Kunst meiner Zeit, weil das die Bilder und Themen sind, die mich am stärksten berühren.“ Werke so bedeutender Maler wie Georg Baselitz, Joseph Beuys oder Markus Lüpertz sind darunter. Franz von Bayern berät noch heute bedeutende Museen. Sein Expertenwissen brachte er auch als Mitglied des International Council beim Museum of Modern Art in New York ein. Seit 2008 ist der Adlige Ehrendoktor der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München.

Der Herzog – seine Vornamen lauten vollständig Franz Bonaventura Adalbert Maria – wurde am 14. Juli 1933 im Schloss Nymphenburg in München geboren, wo er nach wie vor wohnt. Im Zweiten Weltkrieg wurden seine Eltern samt Kindern von den Nazis festgenommen, die Familie kam in verschiedene Konzentrationslager und wurde von den Amerikanern befreit. Nach dem Abitur 1952 am Ettaler Benediktinergymnasium studierte Franz von Bayern in Zürich und München Betriebswirtschaft. Die Leitung des Hauses Wittelsbach übernahm der gelernte Diplomkaufmann 1996 nach dem Tode seines Vaters Albrecht von Bayern. Formell hat das Adelsgeschlecht den Anspruch auf den Thron nie aufgegeben. Auf Einladungen oder dem Briefpapier des Herzogs steht denn auch noch immer „S.K.H.“ zu lesen – das Kürzel steht für „Seine Königliche Hoheit“.

Der Herzog von Bayern ist Junggeselle – und Hundeliebhaber. Nicht irgendein Hund darf es sein, ein Dackel muss es sein. Auch bei Wind und Wetter geht der Grandseigneur mit seinem Dackel, derzeit eine junge Hündin, im Schlosspark spazieren. Er reist nach wie vor gerne, auch hat er ein Faible für die Naturwissenschaften. Und er engagiert sich weiterhin in Kuratorien und Gremien, wie Marcus von Bechtolsheim von der Verwaltung des Herzogs bestätigt. „Es hat sich nichts Wesentliches geändert“, sagt der enge Vertraute des Jubilars, der sich längst zur Ruhe setzen könnte, aber gar nicht daran denkt, kürzer zu treten. Eine große Feier kann Bechtolsheim sich übrigens doch noch vorstellen: zum 90. Geburtstag des Herzogs.

10. September 2018 at 06:11 Hinterlasse einen Kommentar

Ein Kuss besiegelt ihre besondere Liebe

Prinz Konstantin und seine frisch angetraute Deniz Kaya ließen ihre High-Society-Gesellschaft jubeln, als sie aus der Kirche traten und sich liebevoll küssten. Als Deniz Kaya am Morgen der Hochzeit aus dem Fenster ihres Hotels blickte, dürfte ihr für einen Moment schwer ums Herz geworden sein. Der Dauerregen, der seit Tagen über St. Moritz herniederging, hatte auch in der Nacht nicht nachgelassen. Doch dann das kleine Hochzeits-Wunder: Rund eine Stunde vor der Trauung von Konstantin Prinz von Bayern und der gebürtigen Türkin in der Französischen Kirche klarten die Wolken auf. Die Braut trug ein weißes Spitzenkleid mit langen Ärmeln und einen Schleier im Haar.

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Der umständliche Weg zum Gotteshaus blieb den Gästen trotzdem nicht erspart. Die Eglise au Bois thront auf einem Berg über dem Schweizer Ort und war für die Hochzeitsgesellschaft nur über einen steilen Hang, matschigen Rasen und riesige Pfützen zu erreichen. Besonders die Damen in bodenlanger Couture und turmhohen High Heels hatten zu kämpfen.

Doch all das war vergessen, als das strahlende Brautpaar nach der Trauung aus der Kirche auszog. Wie auf Kommando blitzte die Sonne hervor und zauberte ein Lächeln in Konstantins und Deniz‘ Gesicht. Und dann der Moment, auf den alle gewartet haben: Der Bayern-Prinz und seine Ehefrau küssten sich – zweimal! Der wohl schönste Hochzeitsgast war Sofia von Schweden. Die Prinzessin kam zusammen mit Carl Philip, der der Patensohn von Konstantins Vater Leopold ist. In einem hellblauen Traumkleid schwebte sie an den Fotografen vorbei.

Zu den Gästen gehörten der schwedische Prinz Carl Philip und seine Frau Sofia. Carl Philip präsentierte sich den Fotografen im Smoking, seine Frau in einem langen, hellblauen Kleid. Für die Schweden, die eigentlich unauffällig in die Kirche entschwinden wollten, lief jedoch nicht alles wie geplant. Und so mussten Carl Philip und Sofia wie alle anderen Gäste über den regennassen Boden balancieren, was sie zugegeben mit Bravour meisterten.

Die Hochzeitsfeierlichkeiten sollten anschließend im privaten Rahmen im Engadin stattfinden. Medien waren beim Empfang nicht zugelassen. Aus der Verwaltung von Franz Herzog von Bayern hieß es jedoch vorab: „Eine Gästeliste kann aus Sicherheitsgründen nicht ausgegeben werden.“

Der junge Prinz, der als DJ unter dem Künstlernamen Koko Bayern auftritt, ist seit sechs Jahren mit der türkischstämmigen Deniz Kaya zusammen. Nun gab sich das Paar im Engadin das Jawort. Das Brautpaar nimmt im Stammbaum der Familie Wittelsbach eine untergeordnete Rolle ein. Konstantin Prinz von Bayern gehört nicht zur Linie des amtierenden Chefs des Hauses Bayern – das ist seit 1996 Franz Herzog von Bayern. Konstantins Vater Leopold Prinz von Bayern war professioneller Rennfahrer und hat für verschiedene Automobilkonzerne gearbeitet. Zum schwedischen Königshaus bestehen enge Verbindungen, so ist Leopold Patenonkel von Carl Philip und zudem Kuratoriumsmitglied der World Childhood Foundation, die von Königin Silvia ins Leben gerufen wurde.

10. September 2018 at 06:09 Hinterlasse einen Kommentar

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