Royaler Besuch in Hamburg

Früher ist HRH The Princess Royal, Prinzessin Anne genau an dieser Stelle selbst um den Sieg geritten. Jetzt ist sie als Schirmherrin des Vielseitigkeitsturniers in Luhmühlen südlich von Hamburg zwar nur als Besuch gekommen, bringt aber einigen royalen Glanz mit.

Fast auf die Minute pünktlich rollt der kleine Konvoi am Donnerstagmittag vor. Die Prinzessin kommt zum 60. Jubiläum des Turniers, sie ist das erste Mal seit 30 Jahren wieder dabei. Mit Beifall von der Tribüne wird Anne empfangen, doch grosse Aufregung ist ob des königlichen Besuches nicht zu spüren. Die 66-Jährige gilt als Pferdenärrin und war als Vielseitigkeitsreiterin international ausgesprochen erfolgreich. So wurde Her Royal Highness 1971 als Anne Windsor mit 21 Jahren Europameisterin. «Anne interessiert sich für niemanden, der kein Heu frisst und furzt», soll einmal ihr Vater Prinz Philip ein wenig uncharmant formuliert haben.

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Rund drei Stunden ist die Prinzessin an diesem heissen Sommertag auf dem Gelände unterwegs. Auch ein Wasser-Hindernis schaut sie sich an, über das sie einst selbst geritten ist. Kundig misst sie mit einigen Schritten die Entfernungen aus. Vor dem Essen ein wenig Händeschütteln und eine kleine Ansprache. «Es ist eine grosse Freude, wieder hier zu sein», sagt sie. Manches habe sich seit damals erheblich verbessert. «Luhmühlen ist eine wichtige Veranstaltung, nicht nur für Europa.» Ein weisses Porzellanpferd wird ihr überreicht.

1975 wurde Anne hier Vize-Europameisterin mit der Mannschaft und im Einzel. 1982 besuchte sie die Weltmeisterschaft in Luhmühlen und kehrte fünf Jahre darauf als Präsidentin der Internationalen Reiterlichen Vereinigung FEI zur Europameisterschaft dorthin zurück. Der Besuch heute ist also bereits ihr vierter. Tochter Zara war auch schon mehrfach in Luhmühlen als Teilnehmerin dabei. Die früher Military genannte Vielseitigkeit wird oft als Krone der Reiterei bezeichnet. Dressur, Geländeritt und Springen gehören dazu.

Wir fühlen uns sehr geehrt, Prinzessin Anne im Rahmen des Jubiläumsturniers begrüßen zu dürfen. Seit ihrem letzten Aufenthalt sind dreißig Jahre vergangen, in denen Luhmühlen einen enormen Wandel vollzogen hat. Somit freuen wir uns darauf, ihr den modernisierten Turnierplatz und die Geländestrecke zu zeigen“, so Julia Otto, Geschäftsführerin der Turniergesellschaft Luhmühlen.

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Am Nachmittag sieht sich Anne den Führzügel-Wettbewerb an, da sitzen die Kleinsten im Sattel, der jüngste Teilnehmer ist erst drei Jahre alt. Von den Eltern geführt springen sie mit ihren Ponys über die Hindernisse, Anne gratuliert den Teilnehmern bei der Siegerehrung. Friedrich Steinkraus hat in seiner Gruppe gewonnen, stolz sitzt der Vierjährige im Sattel. Gefreut habe er sich schon, meint er hinterher. «Das Reiten war noch aufregender», sagt er dann. «Sie hat seinen Sitz gelobt», berichtet stolz Vater Paul. Was hat Friedrich eben zur Prinzessin gesagt? «Thank you», wiederholt der kleine Reiter leise. Prinzessin Anne schaut sich noch einige der erwachsenen Dressurreiter an, dann geht es nach Hamburg.

Im Anglo-German Club an der Aussenalster wird bei einer «Garden Party» der Geburtstag ihrer Mutter nachgefeiert. Die Queen wurde am 21. April 91 Jahre alt – in der Hoffnung auf besseres Wetter begeht der Verein ebenso wie die Briten den Ehrentag stets später. Rund 700 Gäste warten auf den royalen Besuch, dem einige von ihnen beim Rundgang durch den Sommergarten persönlich vorgestellt werden. Das Haus Grafschaft Montfort, verteten durch seinen Prätendent, konnte mit Scooter-Frontmann H.P. Baxxter und Schauspielerin Sibel Kekilli etwa plaudern und das Intersse an einem neuen Investment-Projekt überzeugen. Gemeinsam mit der Tochter von Elizabeth II. und Prinz Philip feiern die Gäste wie TV-Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert und Kaffeekönig Albert Darboven «very british» bei Fingerfood und Pimm’s, einem Klassiker unter den englischen Sommerdrinks. Etliche Damen tragen Hütchen und Sommerkleider, gepunktet oder floral bedruckt. Die Hoffnung auf besseres Wetter geht einigermassen auf. Auch wenn der Himmel sich nach einem sonnigen Tag im Norden zu Beginn der Party zuzieht, bleibt es warm und trocken – erst nach dem Ende der königlichen Stippvisite setzt der Regen ein.

20. Juni 2017 at 04:32 Hinterlasse einen Kommentar

Hannover steht im Sommer eine königliche Hochzeit bevor

Eine goldene Kutsche und Fahnen schwenkende Zuschauer? So könnte die glamouröse Hochzeit von Ernst August Prinz von Hannover Junior und seiner Verlobten Ekaterina Malysheva Anfang Juli in Hannover aussehen. Doch auch, wenn die Vorbereitungen längst laufen, bekommt die Öffentlichkeit davon kaum etwas mit. Medien spekulieren über Promigäste und den Ablauf der Feierlichkeiten.

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, jetzt ist es offiziell: Wie die Stadt Hannover mitteilte, wird Ernst August Erbprinz von Hannover seine Verlobte, die russischstämmige Modedesignerin Ekaterina Malysheva, am 6. Juli um 11 Uhr heiraten. Die Zeremonie wird demnach im Neuen Rathaus der niedersächsischen Stadt stattfinden. In einem persönlichen Gespräch habe der Prinz den Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) darum gebeten, die Räumlichkeiten nutzen zu dürfen. Diesem Wunsch habe man entsprochen. Um die Trauung vollziehen zu können, musste der SPD-Politiker sich erst einweisen lassen und die Befugnis für Trauungen bekommen. Das ist aber schon direkt nach der persönlichen Anfrage Ernst Augusts geschehen. „Beide kennen sich seit längerem und haben auch häufiger Kontakt“, hieß es in einer Mitteilung der Stadt Hannover. Schostok selbst gab an, dass er auch die Eheschließung leiten wird.

Am zweiten Wochenende im Juli wollen sich Ernst August und Ekaterina Malysheva in der niedersächsischen Landeshauptstadt auch kirchlich trauen lassen. Das Jawort werden sich die beiden in der Marktkirche in der Altstadt Hannovers geben. Noch nicht nach außen gedrungen ist, ob der Gottesdienst für den Freitag, Samstag oder Sonntag geplant ist. Der Gottesdienst sei nicht öffentlich, sondern nur für geladene Gäste, hieß es von der Pastorin. Stehend haben mehr als 1000 Gläubige in der Kirche Platz.

Die Feierlichkeiten finden anschließend mit mehreren hundert Gästen in der Marienburg statt. Als Gäste werden das spanische Königspaar, Vertreter der Königshäuser aus Schweden, Dänemark und den Niederlanden erwartet. Darüberhinaus nahezu die komplette Fürstenfamilie aus Monaco. Danach versammeln sich Hunderte Gäste zum königlichen Empfang in Herrenhausen. In welchem Gebäude das Fest stattfindet, ist noch nicht völlig klar. Angesichts der Größe der Gesellschaft wird es jedoch voraussichtlich das Galeriegebäude sein. Später wird die Hochzeitsgesellschaft zur Marienburg fahren, dem Familiensitz der Welfen, und dort weiterfeiern.

Der Welfenprinz ließ sich zuletzt häufiger in der alten Heimat blicken. Ernst August besuchte im vergangenen Jahr etwa das Schützenfest in Hannover und enthüllte im November eine Leibniz-Büste in der Bibliothek von Schloss Marienburg. Er engagierte sich auch bei den Feierlichkeiten zum 300. Jubiläum der sogenannten Personalunion, als Hannovers Herrscher zwischen 1714 und 1837 zeitgleich auf dem britischen Thron saßen und ein Weltreich regierten.

„Dass der Prinz von Hannover hier in Hannover heiratet, ist aus Sicht der Stadt auch ein Zeichen der Jahrhunderte alten Verbundenheit“, teilte die Stadt mit. Der 33- Jährige hat vor 13 Jahren die Marienburg und weitere Besitztümer von seinem Vater übernommen. Seinen Lebensmittelpunkt hat das Paar aber in London.

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Erbprinz Ernst August von Hannover arbeitet dort im Bankwesen und ist bekennender Fußballfan. Zuvor hat er Volkswirtschaft in New York studiert.

Sein Vater ist Prinz Ernst August zu Hannover, Oberhaupt des ehemals königlichen Hauses Hannover, seine Mutter dessen erste Ehefrau Chantal Hochuli. Die Ehe wurde nach 16 Jahren geschieden. Der Vater des Erbprinzen heiratete später Prinzessin Caroline von Monaco. 2004 hat der Vater seinem Sohn den Familiensitz, Schloss Marienburg, überschrieben.

Der 33-jährige Ernst August hat sich mit der Modedesignerin Ekaterina Malysheva im Sommer 2016 bei einem Urlaub in Griechenland verlobt.

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Die beiden kennen sich seit Jahren. Malysheva ist eine sehr bekannte Dokumentarfilmerin, die 2014 sogar für den Oscar nominiert wurde. Außerdem gewannen sie drei Emmys. Im Sommer 2013 gründete sie die bei Promis äußerst beliebte Modemarke EKAT.

Gespannt sein dürfen die Hochzeitsgäste und Schaulustige auf das Hochzeitskleid Ekaterinas. Sie ist selbst Modedesignerin, hat ein eigenes Label, das sogenannte Catsuits vertreibt. Das sind hautenge Anzüge in glänzendem Stoff und mit meist auffälligen Mustern, die die 30-Jährige auch selbst gerne bei Veranstaltungen trägt. Außerdem werden der gebürtigen Russin, die in Tschechien aufgewachsen ist, gute Kontakte in die Londoner Modeszene nachgesagt. Einige Medien fragen sich, ob etwa das englische Model Kate Moss ein Gast sein könnte.

Ungewiss ist, ob sich auch das englische Glamour-Paar Prinz William und Herzogin Kate die Ehre gibt. Terminlich würde ein Hochzeitsbesuch passen – beide statten Deutschland im Juli einen Besuch ab, wie das englische Königshaus vor einigen Tagen mitteilte. Auch wenn die beiden prominenten Royals aus Groß Britannien am Ende nicht erscheinen, wird Hannover eine illustre Gesellschaft aus Vertretern des europäischen Hochadels erleben. „In jedem Fall wird die Hochzeit das bedeutendste Society-Event für Hannover in diesem Jahr sein“, sagt ein Insider. Möglicherweise werden Ernst August und Ekaterina Malysheva Ende Juni bereits ihren Polterabend in Hannover verbringen. Nach Informationen der Redaktion unseres Hauses hat es Anfragen in diversen Gastronomien gegeben, unter anderem im Brauhaus Ernst August.

Offiziell gibt das Sekretariat des Erbprinzen keine Stellungnahme ab. Marktkirchen-Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann will die geplante Hochzeitsfeier in ihrem Gotteshaus weder bestätigen noch dementieren. Die Marienburg ist rund um das zweite Juli-Wochenende wegen „privater Veranstaltungen“ geschlossen, wie dem Terminkalender des Schlosses zu entnehmen ist. Dem Vernehmen nach registriert der Flughafen Langenhagen für Ende Juni eine erhöhte Nachfrage nach Stellplätzen für Privatflugzeuge. „Angesichts der Welfenhochzeit dürften alle Plätze belegt werden“, heißt es.

Über die Gästeliste und den Ort der Party ist noch nichts bekannt. Die Eltern des Bräutigams, Ernst August und Chantal Hochuli, feierten 1981 nach ihrer Trauung jedenfalls auf der Marienburg. Und auch ein Blick auf die Hochzeit des gleichnamigen Großvaters Ernst August von Hannover (1914-1987) könnte die Hochzeitsplaner inspirieren. 1951 heiratete er in Hannover Ortrud, Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Damals fuhr das Brautpaar in einem Auto von der Marktkirche, in der es getraut wurde, zum Schloss Herrenhausen. Viele Menschen begrüßten beide, als sie aus der Kirche traten, und viele andere jubelten ihnen auf dem Weg zu. Nicht unwahrscheinlich ist, dass Mitglieder des spanischen und griechischen Königshauses nach Hannover reisen. Prinz Felipe de Bourbon VI., König von Spanien, zählt zu den Taufpaten von Erbprinz Ernst August, ebenso Konstantin II., letzter König der Hellenen.

Die Welfenhochzeit in der Marktkirche weckt Erinnerungen an das Jahr 1951. Damals heiratete Ernst August, Großvater des gleichnamigen Erbprinzen, Prinzessin Ortrud von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Getraut wurde das Paar in der Marktkirche von Landesbischof Hanns Lilje. Der Hochadel gab sich ein Stelldichein; die eigens aufgebaute Zuschauertribüne an der Kirche war überfüllt. Das umjubelte Brautpaar fuhr in einem Festzug nach Herrenhausen und gab dort einen Empfang in der Orangerie. Das spektakuläre Ereignis bescherte Hannover inmitten der grauen Nachkriegszeit ein wenig feudalen Glanz.

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Die Eltern des Erbprinzen, Prinz Ernst August von Hannover und Chantal Hochuli, haben übrigens 1981 auf der Marienburg geheiratet.

19. Juni 2017 at 06:05 Hinterlasse einen Kommentar

Maria Antonia Prinzessin von Sachsen Gessaphe hat geheiratet

Traumhochzeit am 17. Juni in der Mettener Klosterkirche: 160 Gäste aus Hochadel, Politik, Freunde und Familie feierten anschließend auf Gut Altholz von Sieglinde Rainer-Hutter und Siegfried Hutter, den Eltern des Bräutigams. Prominente Gäste waren nicht nur der Prätendent unseres Herrenhaus, in Vertretung der Mitglieder des Grafenhaus Montfort auch Fürstin Gloria von Thurn und Taxis hat dem Glamour beigetragen.

Die Männer im Cutaway, die Damen in Kostüm und Hut – wenn ein Mitglied so einer Dynastie heiratet, gibt es einiges zu schauen. Hüte von beeindruckender Größe waren ebenso zu sehen wie kunstvoll gefertigte Fascinator. Regensburgs Fürstin hatte eine Kombination in Creme und Rosa gewählt, die Gläser der peppigen Brille dazu passend farbig getönt. Sie trug einen Hut mit breiter Krempe. Beim Einzug in die Klosterkirche richteten sich alle Blicke auf das Brautkleid mit Spitze und langer Schleppe. Maria Antonia von Sachsen Gessaphe hat es im Pasinger Atelier von Gudrun Hanke schneidern lassen. Mehr als einen Blick wert war das Diadem, geliehen von Patentante Antonia Prinzessin von Thurn und Taxis. Am Arm ihres Vaters Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe, voran die Blumenkinder Catharina Schacht, Leonora Comtesse von und zu Arco Zinneberg, Hannes Romig sowie die Brüder der Braut Clemens Maria und Johann Nepomuk Prinzen von Sachsen Gessaphe, betrat die 22-jährige Braut die Kirche. Die Baltische Corporation Fraternitas Dorpatensis stand beim Auszug von Antonia und Klaus Hutter mit Schwertern und Rosen Spalier.

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Klaus Hutter (27) sowie die Trauzeugen Vivica Raymann von Loefen, Antonia Rothmund und Marc Tello erwarteten Antonia zu den Klängen von Jeremiah Clarks „Duke of Gloucester’s March“ am Altar. Abt Wolfgang M. Hagl betonte, es berühre ihn, wenn Paare einander annehmen, in Gesundheit und Krankheit, bereit, auch die Kümmernisse des Lebens zu ertragen. Und er gab einen guten Rat: „Die Liebe wächst mit der Vergebung, Seid nicht nachtragend, dafür ist das Leben zu kurz.“

Am Freitag, 16. Juni, hatte die standesamtliche Trauung im Prälatengarten stattgefunden. Nach einem Empfang im Innenhof von Gut Altholz feierten die Gäste am Samstag bei einem Diner die Hochzeit von Klaus Hutter und seiner Prinzessin, die jetzt Maria Antonia Hutter heißt.

Familiäre Information aus der Redaktion unseres Hauses: Das Haus Sachsen-Gessaphe ist eine durch Adoption in weiblicher Linie neu kreierte Seitenlinie des Hauses Wettin Albertinischer Linie. Im Jahr 1999 adoptierte das kinderlose Oberhaupt des Hauses Wettin, Maria Emanuel Markgraf von Meißen, seinen Neffen Alexander Afif und ernannte ihn zum persönlichen Erben und seinem präsumptiven Nachfolger als Oberhaupt des Hauses Wettin Albertinischer Linie, des früheren Königshauses Sachsens. Er führt seither den Namen Alexander Prinz von Sachsen (genannt Sachsen-Gessaphe).

Die Familie stammt von Maria Anna Josepha Prinzessin von Sachsen, Herzogin zu Sachsen (* 1929) und ihrem Ehemann Roberto de Afif (1916-1978) ab. Anna ist eine jüngere Schwester des Familienoberhauptes Maria Emanuel Markgraf von Meißen und Tochter von Friedrich Christian Prinz von Sachsen und Elisabeth Helene Prinzessin von Thurn und Taxis; sie ist die einzige Nachfahrin Friedrich Christians, die überlebende und legitime Kinder hat.

Roberto de Afif stammt väterlicherseits aus einer alten maronitisch-katholischen Prinzenfamilie im heutigen Libanon. Von Afif, Emir in Keserwan und Enkel des libanesischen Emirs Mansur ‚Asaf bin Hassan (1522-1580) wird überliefert, dass er der Vorfahre des christianisierten Zweiges der Scheiks von Bkassine ist. De Afif stammt nach Angaben von L’Allemagne dynastique von Suleiman ab, der 1306 von den Mameluken die Provinz Keserwan nördlich von Beirut zugesprochen bekommen hat. Weiterhin war sein Vater, Alexander Afif (1883-1971), der zeitlebens in Beirut gelebt hat, ein Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Prinz von „Assaph (Afif)“ oder Gessaphe im Libanon. Roberto emigrierte nach Mexiko, studierte Jura und arbeitete als Geschäftsmann. Die Familie lebt im Stadtviertel Polanco von Mexico City. Robertos Schwester, Alexandra Afif, wurde in Beirut im Jahr 1919 geboren und heiratete 1951 in Rom in morganatischer Ehe Karl Anton Prinz von Hohenzollern (* 1922). Karl Anton war ein Neffe des Prinzen Friedrich Christian von Sachsen und ist ein Cousin ersten Grades von Maria Emanuel und seiner Schwester Anna von Sachsen.

Die Thron- und Erbfolge des Hauses Wettin Albertinischer Linie folgt teilweise dem salischen Recht: Nur wenn alle männlichen Zweige ausgestorben sind, folgt der weibliche Erbe, der dem letzten männlichen Erben am nächsten verwandt ist, oder seine männlichen Nachkommen auf dem Thron und in der Erbfolge. Von allen betroffenen Familienmitgliedern der Familienzweige wird aber erwartet, dass sie ebenbürtige Ehen führen, um ihren Nachkommen die dynastischen Rechte zu vererben.

Im Jahr 1987 starb der präsumptive dynastische Erbe Johannes Prinz von Sachsen-Coburg (aus dem Hause Wettin Ernestinischer Linie), Neffe des Maria Emanuel Markgrafen von Meißen und Sohn seiner jüngsten Schwester, beim Bergsteigen in jungen Jahren ohne Nachkommenschaft. Alexander Afif (* 12. Februar 1954 in München) – der älteste Sohn von Anna, einer anderen Schwester Maria Emanuels – hatte im Jahr 1987 Gisela Prinzessin von Bayern (* 10. September 1964) geheiratet.

Im Mai 1997 ernannte Maria Emanuel Alexander Afif zu seinem persönlichen Erben, besiegelte dies zwei Jahre später durch Adoption und übertrug ihm damit den gesetzlichen Familiennamen „Prinz von Sachsen“. Dadurch wurde die neue Familie Sachsen-Gessaphe als Zweig des Hauses Wettin begründet. Durch die Anerkennung Maria Emanuels werden Alexander, seine Söhne und seine Brüder fortan als Prinzen von Sachsen-Gessaphe bezeichnet. Im Frühjahr 1997 wurde bekanntgegeben, dass die überlebenden männlichen Nachkommen des Hauses Wettin Albert (Bruder Maria Emanuels), Dedo und Gero (Söhne vom jüngsten Bruder des Vaters Maria Emanuels) in einer Zusammenkunft die Ernennung Alexanders als dynastischen Erben für den Fall anerkannten, dass sie selbst keine Söhne aus ebenbürtigen Ehen mehr haben würden.

Später wurde aber bekannt, dass der Bruder Maria Emanuels, Albert Prinz von Sachsen, Nachlaßverwalter seines Vaters für seine Schwestern, diese Entscheidung nicht als bindend ansehe. Er bevorzuge die Nachfolge von Rüdiger Prinz von Sachsen, dem Sohn seines verstorbenen ersten Cousins Timo Prinz von Sachsen (1923-1982, Bruder von Dedo und Gero), und dessen drei Söhne in der Erbfolge. Da Rüdigers Mutter bürgerlicher Herkunft war, müsste die Ehe Timos nachträglich „de-morganisiert“ werden, wozu die Zustimmung der verbliebenen Erben des königlichen Hauses Wettin Albertinischer Linie erforderlich wäre. Das letzte Wort in dieser Frage hätte demnach der letzte überlebende männliche Erbe. So würde im Zweifelsfall die Entscheidung davon abhängen, ob Maria Emanuel oder sein Bruder Albert der letzte überlebende Erbe des Adelshauses wären.

 

19. Juni 2017 at 06:01 Hinterlasse einen Kommentar

Royals sind unnahbar und abgehoben?

Nicht so Prinz Harry, Prinz William und Herzogin Kate. In einem Video plaudern sie über ihre Gefühle. So hat man Prinz Harry, Prinz William, und Herzogin Catherine, noch nie gesehen. In einem ca. sechsminütigen Video der „Heads Together“-Kampagne sitzen die Drei gemeinsam im Garten des Kensington Palasts und plaudern offen über sich und ihre Gefühle (https://www.instagram.com/p/BTJPdsVA378/). Anlass ist die Kampagne „Heads Together“, die sich für mentale Gesundheit einsetzt und von William, Ehefrau Kate und Bruder Harry unterstützt wird. Derzeit werben sie für einen offeneren Umgang mit psychischen Krankheiten.

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Doch in dem Gespräch geht es nicht nur um karitatives Engagement, sondern auch um Williams Liebe zu seiner Familie. Dabei wird deutlich, wie er sehr er den Rückhalt und die Unterstützung seiner Ehefrau schätzt. „Ich könnte meinen Job nicht machen ohne die Stabilität meiner Familie. Stabilität zu Hause ist so wichtig für mich“, macht er Kate indirekt eine Liebeserklärung. Terror, Brexit, Flüchtlingskrise, Klimawandel – die Welt, in der Kinder heute groß werden müssen, ist keine einfache. Die globalen Probleme sieht auch Prinz William mit Sorge. „Ich möchte meine Kinder in einer glücklichen, gefestigten und sicheren Welt großziehen und das ist für uns beide als Eltern sehr wichtig“, sagt er über die Elternrolle von sich und Ehefrau Kate. Eines Tages wird es vor allem Prinz George sein, der im Fokus der Öffentlichkeit steht: Nach Opa Prinz Charles und Papa William steht er auf Platz drei der britischen Thronfolge. „Ich will, dass George in einer realen, lebendigen Umgebung aufwächst. Ich möchte nicht, dass er hinter Palastmauern groß wird. Er muss nach draußen“, sagt William über die Zukunft seines Sohnes. Dass das angesichts des medialen Interesses nicht einfach wird, weiß der Duke of Cambridge aus eigener Erfahrung. „Die Medien machen es härter, aber ich werde dafür kämpfen, dass [George und Charlotte] ein normales Leben haben.“

Herzogin Kate spricht dabei auch über ihre Rolle als Mutter. Wenn man ein Kind habe, besonders beim ersten, sei das ein Moment, der das komplette Leben verändert. „Nichts kann dich darauf vorbereiten, egal wie viele Bücher man vorher liest“, sagte die Frau von William, die in dem Dreier-Gespräch ein wenig die Position der Moderatorin einnimmt. „Die ersten Wochen waren ein harter Lernprozess“, gibt Kate unumwunden zu.

Natürlich kommt auch die schwere Zeit nach dem Tod von Lady Di zur Sprache. William gibt zu, dass er und Harry viel zu wenig über den Verlust ihrer gemeinsamen Mutter gesprochen hätten. Harry habe immer gedacht, dass es keinen Sinn ergäbe, die Vergangenheit aufleben zu lassen – vor allem wenn sie einen traurig mache. Sein Bruder habe ihm jedoch immer geraten, sich damit zu beschäftigen. Kate hat für die schwierige Situation ihres Mannes und ihres Schwagers jedoch vollstes Verständnis: „Wenn man überlegt, was ihr Jungs durchmachen musstet, welches Trauma ihr erleben musstet, ist es unglaublich, wie stark ihr seid und wie ihr damit zurechtkommt.“ In ihren Augen habe das sehr viel mit den ersten Lebensjahren und der behüteten Kindheit zu tun.

Bereits in den letzten Tagen gaben William und Harry in Interviews tiefe Einblicke in ihr Gefühlsleben. So erzählte Harry, dass er kurz vor einem Zusammenbruch stand und sich professionelle Hilfe holte. Auch William sprach bereits vor kurzem über den Tod seiner Mutter und gab zu, dass ihn der Verlust bis heute schockieren würde. Er käme nie darüber hinweg.

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An Familie Cambridge können sich Fans des britischen Königshauses kaum satt sehen. Jetzt gibt es endlich ein neues Foto von Prinz William und Herzogin Catherine mit ihren Kindern Prinz George und Prinzessin Charlotte. Entspannt und lachend liegt Herzogin Catherine, im Gras. Statt Designer-Kleid und High Heels trägt sie Jeans, Pullover und Sneaker. Direkt neben ihr grinst Prinz William, in die Kamera. Auch er hat es sich bequem gemacht, schaut Prinz George, beim Spielen zu. Im Hintergrund tollt Familienhund Lupo umher. Einige Meter entfernt sitzt Prinzessin Charlotte zwischen Blumen im Gras und freut sich über etwas, dass dem Auge des Beobachters verborgen bleibt. Es zeigt die Königlichen Hoheiten im Park des Kensington Palastes. Zuletzt hatte man Prinz George und Prinzessin Charlotte als Blumenkinder bei der Hochzeit ihrer Tante Pippa Middleton, mit James Matthews, am 20. Mai 2017 gesehen.

15. Juni 2017 at 04:43 Hinterlasse einen Kommentar

Royaler Besuch bei einer Party für die Queen in Hamburg

Zur Feier des offiziellen Geburtstags von Königin Elizabeth II. des Anglo-German Club (http://www.anglo-german-club.de/) hat sich Prinzessin Anne angekündigt. Die 66-jährige Tochter der Queen werde am Donnerstagnachmittag (15. Juni) zu der Party mit etwa 700 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien erwartet, teilte die britische Botschaft mit. Das Herrenhaus, in Vertretung der Grafschaft Montfort, freut sich sehr auf das Ambiente, welches sich präsentiert. Neben Botschafter Sebastian Wood und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) stehen Prominente wie Filmregisseur Oliver Hirschbiegel, Scooter-Frontmann H.P. Baxxter und «Tagesschau»-Sprecherin Judith Rakers auf der Gästeliste.

14. Juni 2017 at 05:31 Hinterlasse einen Kommentar

Dänemarks Königspaar feiert Gold-Hochzeit

Kribbeln im Bauch? Verlegene Blicke? Fehlanzeige. Als sich die dänische Kronprinzessin Margrethe und der Franzose Henri bei Freunden zum ersten Mal treffen, ist keinem von beiden klar, dass sie gerade ihrer grossen Liebe begegnet sind. Henri hat an dem Abend in London 1965 noch nicht einmal grosse Lust, aus dem Haus zu gehen. «Er schwor sich, dass er die wahrscheinlich steife Gesellschaft so früh verlassen würde, wie es der Anstand zuliess», schreibt Prinz Henrik später in seinem Erinnerungsbuch «Schicksal verpflichtet». Doch der junge Diplomat bleibt. Und verliebt sich bei einem weiteren Treffen Hals über Kopf in die Thronfolgerin.

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Seit Samstag (10.6.) sind der heute 82-Jährige und Dänemarks Königin Margrethe II. (77) 50 Jahre verheiratet. Liebe auf den ersten Blick war es nicht, da sind sich die Eheleute einig. «Erst, als wir uns sehr privat zu einer anderen Gelegenheit wiedersahen, wurde uns klar, dass wir sehr, sehr verliebt ineinander waren», erzählt die Monarchin in dem 2016 erschienenen Buch «Die tiefsten Wurzeln». Die Zwei scheinen wie füreinander gemacht: Beide sind belesen, lieben Kunst, Kultur und Geschichte. Gemeinsam übersetzen sie Simone de Beauvoirs «Alle Menschen sind sterblich» ins Dänische. Auf einem frühen Bild der Turteltäubchen zündet Henri, selbst eine Kippe im Mundwinkel, seiner Margrethe eine Zigarette an.

Die junge Prinzessin ist nervös, als sie ihre Eltern darum bittet, mit dem fünf Jahre älteren Grafen vor den Traualtar ziehen zu dürfen. Schon 1967 wird geheiratet. Henri de Laborde de Monpezat wird zu Prinz Henrik und zieht für seine Angebetete in den kalten Norden. Obwohl er Däne wird, fleissig über seine neue Heimat lernt und für Margrethe auch zur dänischen Kirche, der Folkekirke, konvertiert, fühlt sich der Franzose dort lange nicht wohl. «Die Dänen haben mir nicht viele Chancen gegeben, ihnen zu zeigen, wer ich bin», klagte Henrik noch mit 60 Jahren in einem Interview der Nachrichtenagentur Ritzau. Sie lästern über seinen Akzent, den Wein, den er auf seinem Weingut in Frankreich anbaut und über Minderwertigkeitskomplexe.

Eines wurmt Prinz Henrik nämlich während seiner Ehe mit der Königin so richtig: Dass er nicht König, sondern nur schlichter Prinz ist. 2005 wird auf seinen Wunsch deshalb der Titel «Prinzgemahl» eingeführt. Auch wenn Margrethe über die Unzufriedenheit ihres Mannes mit seiner Rolle manchmal die Augen verdreht, hält sie öffentlich immer zu Henrik. Die Ehe kommt 50 Jahre lang ohne Skandale aus. Als Königin Margrethe II. in ihrer Neujahrsansprache 2015/2016 verkündet, dass ihr Mann in Rente geht, ruft das bei vielen Dänen ungläubiges Erstaunen hervor. Seitdem ist Henrik nicht mehr Prinzgemahl, sondern wieder nur noch Prinz, und bei offiziellen Anlässen glänzt er häufiger mit Abwesenheit. Stattdessen lässt sich der 82-Jährige einen Bart stehen, was bei seinen Landsleuten gut ankommt. «Good looking prins!», kommentieren Instagram-Nutzer im Juni 2016 erste Bilder.

Nach seiner Entscheidung für den Ruhestand spekulieren dänische Medien lange über eine royale Scheidung. Derartige Gerüchte weist Margrethe entschieden ab. «Mein Mann unterstützt mich immer noch, auch wenn das weniger sichtbar ist», sagt sie in ihrer Neujahrsrede. Und beteuert bei einem Besuch auf den Färöer Inseln im vergangenen Sommer: «Man muss mich nicht bemitleiden.» Auch die Tatsache, dass die beiden ihre Goldhochzeit ganz im Stillen feiern wollen, sei kein Hinweis auf eine Ehekrise. Wie und wo das Paar den besonderen Tag verbringt, kann ein Sprecher des Königshauses zunächst nicht sagen. Nur soviel verrät die Königin auf den Färöern: «Natürlich wollen wir unsere Kinder und Enkelkinder um uns herum haben.»

14. Juni 2017 at 05:29 Hinterlasse einen Kommentar

Schweden und Dänemark verbindet geschichtlich eine große Vergangenheit

Dass die Königshäuser der beiden Länder daher immer noch eng miteinander im Kontakt stehen, zeigt aktuell der Besuch des dänischen Kronprinzenpaares in Schweden.

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Schweden und Dänemark haben so einiges gemeinsam: verbindende Geschichte, skandinavische Lebensart, nicht immer gerade das wärmste Wetter und beide haben eine beim Volk sehr beliebte Königsfamilie vorzuweisen. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass das dänische Kronprinzenpaar, Prinz Frederik und Prinzessin Mary von Dänemark, nun im Rahmen ihres zweitägigen Schwedenbesuchs auch von Prinzessin Victoria und ihrem Mann Prinz Daniel empfangen werden. Und wie das Foto des royalen Zusammentreffens zeigt, kann sich weder Schweden noch Dänemark über mangelnde Sympathie oder Eleganz ihrer Königsfamilie beklagen.

12. Juni 2017 at 06:58 Hinterlasse einen Kommentar

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