Selfmade-Milliardär Carsten Maschmeyer

Er führt ein Leben, von dem sicherlich viele träumen. Doch dass auch er es nicht immer leicht hatte, verriet der Unternehmer jetzt in einem Interview, in dem er auch über seine Kindheit sprach.

Die meisten kennen Unternehmer Carsten Maschmeyer entweder als Mann an der Seite von Schauspielerin Veronica Ferres oder auch als knallharten Geschäftsmann, in der er Gründer-Talenten mit einem finanziellen Start-Kapital auf die Beine hilft. Einblicke in sein Privatleben gewährt der 58-Jährige hingegen kaum. Doch im Interview mit der Redaktion unseres Hauses hat er jetzt erstmals gemeinsam mit seiner Frau offen wie nie über deren Alltag als Paar und Patchworkfamilie gesprochen und dabei auch ein dunkles Familiengeheimnis aus seiner Vergangenheit verraten.

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Denn so glamourös wie sein jetziges Leben war die Kindheit von Carsten Maschmeyer bei weitem nicht. Denn der Unternehmer wuchs ohne Vater auf und wohnte bis zu seinem sechsten Lebensjahr mit seiner Mutter in einem Mutter-Kind-Heim einer Bremer Mietskaserne. Im dem Interview offenbart der 58-Jährige nun: „Meine Mutter hatte ernsthaft überlegt, mich abzutreiben.Meine Mutter war alleinstehend. Ich bin das Ergebnis eines One-Night-Stands. Eine Schande damals. Wir waren mittellos bis hin zur Armut. Meine Mutter wusste nicht, wie sie es schaffen soll, alleine für ein Kind zu sorgen.“

Die harte Entscheidung seiner Mutter Gertrud, die im Mai 2011 verstarb, erfuhr der Investor allerdings erst nach deren Tod. Maschmeyers Onkel habe ihm damals erzählt, dass seine Mutter vor Scham und aufgrund ihrer schwierigen Situation die Abtreibung in Erwägung gezogen habe. „Nur weil mein Großvater seinen letzten Pfennig zusammengekratzt hat und ihr sagte ,Das schaffen wir schon irgendwie‘, bin ich heute auf der Welt. Sonst gäbe es mich nicht“, so Maschmeyer weiter.

Mit viel harter Arbeit, Geschick und vielleicht auch etwas Glück hat es Maschmeyer jedoch geschafft, den ärmlichen Verhältnissen. Mittlerweile gehört er mit einem geschätzten Vermögen von rund 1,2 Milliarden Euro zu den reichsten Deutschen. Doch trotz des luxuriösen Lebens, was er heute mit seiner Frau Veronica Ferres und den drei Kindern aus früheren Beziehungen führen kann, weiß wohl kaum ein anderer, wie hart der Weg bis nach oben war.

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10. Mai 2018 at 19:08 Hinterlasse einen Kommentar

Sorgen um Kronprinzessin Mette-Marit

Bereits seit Wochen sagt das norwegische Königshaus immer wieder wichtige Termine ab, auf denen Kronprinzessin Mette-Marit erscheinen sollte. Aber wie krank ist Mette-Marit wirklich? Am Donnerstagnachmittag hat der Palast bekannt gegeben, dass sich der Gesundheitszustand der 44-Jährigen nicht verbessere und sie sich daher einer Operation unterziehen müsse.

In dem offiziellen Schreiben heißt es: „Ihre Königliche Hoheit, die Kronprinzessin, hat seit einiger Zeit gesundheitliche Probleme und wird sich nächsten Montag einem kleinen chirurgischen Eingriff unterziehen. Dies bedeutet, dass die Kronprinzessin länger freigestellt sein wird.“

Um welche Art von Operation es sich genau handelt, wurde allerdings nicht verraten.

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Die Redaktion und der Prätendent unseres Hauses vermuten, dass der Eingriff etwas mit der Gleichgewichtskrankheit der Kronprinzessin zu tun haben könnte. Im Jahr 2017 wurde bekannt, dass die dreifache Mutter an „BPPV“ leide, auch als „Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel“ bekannt. Dabei handelt es sich um die häufigste Schwindelform bei Menschen, die mit Drehschwindelattacken verbunden ist.

Erst letzten Dienstag zeigte sich Mette zur Eröffnung der Kunstausstellung von Künstler Kjell Erik Killi-Olsen, der in der königlichen Galerie in Oslo Skulpturen aus vier Jahrzehnten vorstellt. Wie Europa-Korrespondent Oskar Aanmoen nach der Veranstaltung mitteilte, sei die Kronprinzessin offenbar gut gelaunt und mit ihrer Schwiegermutter, Königin Sonja, dort erschienen. Bei diesen Neuigkeiten sind die Hoffnungen groß, dass sich der gesundheitliche Zustand der norwegischen Kronprinzessin bald wieder verbessern wird.

Norwegens Kronprinzenpaar hat einen Zeitungsartikel über das Liebesleben von Mette-Marits Sohn Marius öffentlich aufs Korn genommen.

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Der 21-Jährige sei in ein „Playboy“-Model verliebt, hatte das Boulevardblatt „Se og Hør“ vorige Woche geschrieben – und dazu ein recht freizügiges Foto der Freundin abgedruckt.

„Wir betrachten das als Verletzung der Privatsphäre“, erklärte das Kronprinzenpaar am Freitag.Wir kennen Juliane als hart arbeitend und tüchtig. Sie hat es nicht verdient, so auf die Titelseite von „Se og Hør“ zu kommen.“

Marius Borg Høiby ist der älteste Sohn von Mette-Marit. Sie brachte ihn mit in ihre Beziehung zu Norwegens Kronprinz Haakon. Høiby hatte sich zuletzt oft aus dem öffentlichen Trubel um seine Familie zurückgezogen und die Presse gebeten, sein Privatleben zu respektieren. Größtenteils wurde das bisher auch akzeptiert. Ein Sprecher des Königshauses sagte unserer Redaktion, auf Nachfrage, die Familie erwäge wegen des Boulevard-Artikels nun eine Ethikklage beim norwegischen Presseverband.

„Se og Hør“-Chefredakteur Ulf André Andersen wies die Vorwürfe zurück. Er verstehe ja, dass Mette-Marit ihren Sohn und dessen Freundin schützen wolle. „Trotzdem meinen wir, dass diese Sache von öffentlichem Interesse ist.“ Das Blatt habe zudem nichts Schlechtes über die 21-Jährige Juliane geschrieben, sondern eine positive Geschichte über ein junges Liebespaar.

10. Mai 2018 at 19:07 Hinterlasse einen Kommentar

Marokkanische Prinzessin vermisst

Wo ist Lalla Salma? Die Ehefrau von Mohammed VI., König von Marokko, ist wie vom Erdboden verschluckt. Das letzte Mal wurde die rothaarige Schönheit vor sechs Monaten gesichtet. Kriselt es vielleicht zwischen dem Paar? Der Palast heizte die Gerüchteküche vor Kurzem selbst an und postete ein Bild von Mohammed aus dem Krankenhaus. Seine Liebste fehlte allerdings auf dem Pic. Was ist nur mit Lalla passiert?

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Die spanische Zeitung Hola! behauptet sogar: Lalla und Mohammed sind schon längst geschiedene Leute. Der König verabschiedete 2004 ein Gesetz, das Frauen die Möglichkeit gab, die Scheidung einzureichen. Hat der Monarch die Krise da etwa schon kommen sehen? 2002 gaben sich die beiden feierlich das Jawort.

Im Juni 2017 schossen Fotografen das letzte gemeinsame Bild des Ehepaares. Lalla und Mohammed besuchten eine Schule in Casablanca. Fünf Monate später dann ein Solo-Auftritt der Prinzessin in Marrakesh. Angeblich soll sie dort Urlaub gemacht haben. Jetzt fehlt jede Spur von Lalla. Das Königshaus hat sich noch nicht öffentlich zu ihrem Verschwinden geäußert.

10. Mai 2018 at 19:05 Hinterlasse einen Kommentar

Die Deutsche Bahn hat einen neuen ernst zu nehmenden Konkurrenten

Mitte April startete Flixtrain auf der zweiten innerdeutschen Strecke. Dabei macht der Billigzug auf Anhieb viel richtig. Den Markt für Fernbusse hat Flixbus bereits aufgerollt. Das nächste Ziel ist die Schiene. In quietschgrün lackierten Waggons hat Flixtrain den Angriff auf die Deutsche Bahn (DB) gestartet. Zwischen Köln und Hamburg verkehrt der Zug nun täglich – außer mittwochs. Und das schon ab 9,99 Euro pro Strecke. Ein Kampfpreis im Vergleich zur DB. Hier liegt der Standardpreis in der zweiten Klasse bei 93,50 Euro. Sparpreise, bei denen man sich auf einen bestimmten Zug festlegt, sind günstiger. Dann kann das Ticket auch mal nur 29,90 Euro kosten. Im Flixtrain liegt der höchste Tarif aber ohnehin nur bei niedrigen 29,99 Euro. Der Preis ist also das wichtigste Argument für das neue Angebot des Fernbusriesen.

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Abstriche müssen Reisende dafür an anderer Stelle machen. Unterwegs ist der Zug nur zweimal am Tag. Einmal Richtung Hamburg, entweder um 7.01 Uhr oder 11.01 Uhr. Zurück gen Köln geht es um 12.49 Uhr oder 16.49 Uhr – je nach Wochentag. Bei der Bahn gibt es deutlich mehr Verbindungen pro Tag. Die Fahrtzeit unterscheidet sich kaum. Der Flixtrain ist wie die DB etwas mehr als vier Stunden unterwegs. Eingesetzt werden alte Reisezugwagen, die Fahrgäste aber auch noch auf IC-Verbindungen der Deutschen Bahn erleben können. Das heißt: Eine Steckdose gibt es nicht garantiert an jedem Platz. Dafür verspricht Flixtrain aber WLAN in den Zügen. An das Ausstattungsniveau von ICEs kommt der Billigzug trotzdem nicht heran. So müssen Reisende mit Sechserabteilen vorlieb nehmen und auf vollwertige Bordrestaurants verzichten.

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Im Flixtrain gibt es lediglich einen kleinen Raum, in dem die Mitarbeiter ihren Verkaufstrolley wieder auffüllen können. Verkauft werden heiße und kalte Getränke sowie ein paar Snacks. Das größte Genusserlebnis sind belegte Sandwiches für 3,30 Euro. Sonst gibt es Süßkram und Knabberartikel.

Auch auf der Naschkarte findet sich der „Sitznachbar“. Beim Verzehr sollte man aber „vorher nachfragen“, empfiehlt Flixtrain. Kostenpunkt: null Euro.

Vor Verspätungen ist der Billigzug genauso wenig geschützt wie andere Konkurrenten der Bahn. Und auch bei künftigen Strecken ist Flixtrain auf das Wohlwollen der DB angewiesen. Neue Verbindungen vergibt die Bahntochter DB Netz. Die nächste geht bereits im April an den Start. Zwischen Berlin und Stuttgart. Bisher kooperierte Flixtrain hier mit dem tschechischen Anbieter Leo Express, der den Betrieb der Strecke wiederum von der pleitegegangenen Firma Locomore übernommen hatte. Nun intensiviert Flixtrain die Kooperation und lackiert die Züge grün. Welche Strecken demnächst noch dazukommen, ist unklar. Es wird maßgeblich davon abhängen, welche Routen Flixtrain zugeteilt werden und wie viel gebrauchte Waggons man auf dem Markt auftreiben kann. Bereits Locomore hatte ehrgeizige Ziele und wollte Züge von Berlin nach Köln, München und an die Ostsee fahren lassen.

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Flixbus-Chef Andre Schwämmlein

Fazit: Flixtrain bietet Reisenden ein ansprechendes Angebot und kann mit den Zügen direkt in die deutschen Innenstädte fahren, was zuletzt mit den Bussen in Metropolen wie Köln nicht mehr möglich war. Stimmt die Auslastung dauerhaft, könnte man damit eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die Bahn werden.

10. Mai 2018 at 19:04 Hinterlasse einen Kommentar

Unter tragischen Umständen kam Carlos von Hohenzollern ums Leben

Damit er bei seiner Familie bestattet werden kann, bedarf es nun einer speziellen Genehmigung. Als bekannt wurde, dass sich Carlos von Hohenzollern im Alter von nur 39 Jahren das Leben genommen hat, war nicht nur die Adelswelt schockiert. Mittlerweile gilt es laut Polizei als sicher, dass sich der Hohenzollern-Prinz an diesem Freitagnachmittag von der Dachterrasse im 21. Stock des Luxushotels „Intercontinental“ in Frankfurt am Main gestürzt hat. Um 14.40 Uhr fuhr Carlos von Hohenzollern in den 21. Stock des Luxushotels „Intercontinental“. Kurz darauf kletterte er über den Zaun der Dachterrasse und sprang. Er war sofort tot.

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Der Hohenzollern-Prinz war seit 2014 in der JVA Euskirchen in Nordrhein-Westfalen inhaftiert. Carlos soll 2012 und 2013 mit Investmentfonds gehandelt haben, die es in Wirklichkeit gar nicht gegeben hat. Dabei sei ein Schaden von 8,8 Millionen Euro entstanden. Der Adelige gestand einen Teil der Vorwürfe ein und wurde verurteilt. Im Juli wäre freigekommen. Der 39-Jährige, der seit 2014 wegen Handels mit gefälschten Investmentfonds in einer Justizvollzugsanstalt in Nordrhein-Westfalen einsaß, befand sich zum Zeitpunkt seines Todes im offenen Vollzug, in einem Beschäftigungsverhältnis und sollte wenig später seinen genehmigten Hafturlaub antreten. Wenige Stunden später kam es zur Tragödie.

Doch hätte dieser tragische Vorfall verhindert werden können? Laut Renate Gaddum, der Leiterin der JVA Euskirchen, wo der Prinz inhaftiert war, sei der Verstorbene zuvor nicht in psychotherapeutischer Behandlung gewesen. „Es gab keine Hinweise, dass das nötig gewesen wäre. Auch an besagtem Freitag arbeitete der Hohenzollern-Prinz. Danach sollte er seinen bewilligten Hafturlaub antreten. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen.“, erklärt Gaddum gegenüber der Redaktion unseres Hauses.

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Wir sprechen der angehörigen Familie unser Beileid aus und wünschen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Nun muss seine Familie die Beerdigung des 39-Jährigen planen. Da er neben seinem Vater, Godehard Prinz von Hohenzollern, die letzte Ruhe finden soll, ist dafür jedoch eine Ausnahme-Regelung notwendig. Denn der 62-Jährige wurde bei Burg Namedy im rheinland-pfälzischen Andernach, wo Carlos aufwuchs, begraben. Da dies kein offizieller Friedhof ist, bedarf es einer Ausnahme-Genehmigung, die Mutter Heide von Hohenzollern für die Urnen-Beisetzung beantragt hat. Das bestätigt das Friedhofsamt gegenüber der Redaktion unseres Hauses. Der 74-Jährigen und allen weiteren Angehörigen gilt unser tiefstes Mitgefühl. Wir sprechen der angehörigen Familie unser Beileid aus und wünschen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

10. Mai 2018 at 19:01 Hinterlasse einen Kommentar

Ein Megaprojekt mit noch ungewissem Ausgang

Die Vorauswahl der Start-up-Finalisten für die „Vision 2030“ in Riad war festlich, sogar eine echte Prinzessin war dabei, Ihre Königliche Hoheit, Johara bint Talal bin Abdulaziz Al Saud. Sie ist selbst Unternehmerin.

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Der deutsche Botschafter Dieter Haller, Handelskammerchef Oliver Oehms und der Prätendent unseres Hauses Dr. Michael I. ,versuchen, Brücken zu bauen in das so lange verschlossene Saudi-Arabien, das den meisten Deutschen doch so fremd ist, vor allem wegen seiner strikten Religiosität.

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Beim Festakt auf einer Dachterrasse im Zentrum Riads – bei Fingerfood und frischen Säften – wurden die Finalisten gekürt für einen Wettstreit saudi-arabischer, ägyptischer und von Start-ups aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Donnerstagabend in Berlin ausgerichtet wird, am Rande einer Konferenz von Wirtschaftsvertretern aus Europa und dem Nahen Osten, dem sogenannten MENA Business Forum.

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Der Preisverfall beim Rohstoff ist enorm und die Reaktion des größten Förderers ist spektakulär: Saudi-Arabien will sich in den nächsten Jahrzehnten zunehmend unabhängig von seinen Öleinnahmen machen. Mithilfe des Plans „können wir im Jahr 2020 ohne Öl leben“, sagte Kronprinz Mohammed bin Salman. „Wir haben in Saudi-Arabien alle eine Sucht nach Öl entwickelt. Das ist gefährlich und hat die Entwicklung in vielen Bereichen in den vergangenen Jahren behindert.“

Einige der jungen Unternehmerinnen kamen in Riad tief verschleiert zum Empfang der deutschen Auslandshandelskammer, mit Niqab und schwarzer Abbaya. Manche Geschäftsfrauen trugen ihren Schal aber auch lässig um das Haar geschlungen, dazu einen leichten Seidenmantel in weiß oder grün. Selbst in der Hauptstadt und ihrem ultrakonservativen Umland wird es langsam bunter.

Sie stehen stellvertretend für eine Generation junger Saudi-Araber, die den Anschluss suchen an die Welt. Ob loser Schleier oder Niqab, Anzug oder Thawb, wie der lange Rock der arabischen Männer genannt wird: die Zutaten für Erfolg sind weithin gleich, ob in Europa oder in Mittelost: Entscheidend sind Kreativität, Mut und Know-how.

Doch das Königreich hat gerade damit begonnen, sich neu zu erfinden. Mit Hochdruck arbeitet der machtbewusste Thronfolger Prinz Mohammad bin Salman am Umbau der Wirtschaft für die Zeit nach dem Öl. Er will aus dem konservativsten Staat der Welt eine moderate, weltoffene Gesellschaft machen, das autokratische System, das ihm als künftiger Herrscher absolute Macht verleiht, aber trotzdem beibehalten. Jedenfalls sitzen Frauen inzwischen selbstverständlich hinter Ladentheken und Supermarktkasse, Jobs, die immerhin eine Möglichkeit bieten, überhaupt eigenes Geld zu verdienen.

Bis vor kurzem war den wenigsten Frauen hier möglich, auch nur allein aus dem Haus zu gehen. Inzwischen leiten Frauen in Saudi-Arabien aber auch 5-Sterne-Hotels, sie gründen Schönheitssalons, Kickbox-Studios, arbeiten an der Börse, bauen Freizeitparks. Es geht aber auch um eine Modernisierung des Landes. Mehr als die Hälfte der Einwohner Saudi-Arabiens ist jünger als 25 Jahre.

Die treibende Kraft dahinter ist Kronprinz Mohammed bin Salman. Er hatte erst Ende September 2017 das Ende des Fahrverbots für Frauen bekannt gegeben. Und vor wenigen Wochen hatte er in einem Interview erklärt, er wolle Frauen keine Verhüllung von Kopf und Gesicht und keine langen schwarzen Roben mehr vorschreiben. Ob er die Lockerung der Kleiderordnung durchsetzen kann, ist allerdings fraglich. Zumindest in den Kinos soll es eine Trennung nach Geschlecht, wie sie in Saudi-Arabien üblich ist, nicht geben. Das Gebäude in Riads Finanzdistrikt, in dem nun das erste Kino eröffnen wird, sollte eigentlich eine Konzerthalle beherbergen. „Es ist spektakulär“, sagte AMC-Chef Adam Aron. Der Hauptkinosaal werde mit 500 Ledersesseln und Marmorbädern ausgestattet. „Wir denken, dass es das schönste Kino der Welt wird.“ Zur Eröffnung soll der Film „Black Panther“ gezeigt werden. Bis zum Sommer sollen drei weitere Säle hinzukommen. Die Kosten trägt AMC nicht alleine – unterstützt wird die Kinokette von Saudi-Arabiens Public Investment Fund. Bis 2030 solle das Land über rund 350 Kinos mit mehr als 2500 Leinwänden verfügen, hieß es. Ziel seien Einnahmen in Höhe von knapp einer Milliarde Dollar pro Jahr.

Saudi-Arabien ist vom Wahhabismus geprägt, einer besonders strengen und traditionellen Lesart des Islam. Und die wahhabitischen Kleriker und Sittenwächter der Religionspolizei sind zwar nicht mehr so mächtig wie noch zur Jahrtausendwende, werden aber freiwillig ihre Macht nicht aufgeben. Kronprinz Mohammed bin Salman ist Realpolitiker. Ihm geht es um den Machterhalt des Hauses Saud und die Eindämmung Irans – das sind die beiden bestimmenden Faktoren für seine Politik.

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Anders als Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman, der mit großer Härte regiert, potenzielle Widersacher ins Gefängnis wirft, die Wirtschaft radikal reformiert und öffentlichkeitswirksam vorgibt, der konservativen Gesellschaft ein liberales Update verpassen zu wollen, setzt Mohammed bin Zayed, Kronprinzen und wahrer Herrscher von Abu Dhabi, für seinen Vormarsch auf politisches Powerplay, das effizient aber – verhältnismäßig – geräuschlos ist.

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Das Ergebnis: Abu Dhabi mischt überall mit und verteidigt seine Interessen vehement, hat aber im Gegensatz zu Saudi-Arabien bislang nicht mit einem ähnlich schlechten Image zu kämpfen. Das Emirat ist in den vergangenen Jahren nicht nur zum politischen sowie wirtschaftlichen Zentrum der aus sieben Scheichtümern bestehenden Föderation der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) avanciert, sondern hat im gesamten Nahen Osten eine Führungsrolle eingenommen. Die Erfolgsformel: Zweigleisigkeit. Abu Dhabi trägt Formel-Eins-Rennen aus, hat sich Dependancen der Pariser Sorbonne und der renommierten New York University gekauft und gönnt sich neuerdings auch ein eigenes Louvre-Museum. Das Herrscherhaus investiert seine Ölmilliarden aber nicht nur in Softpower, sondern auch und vor allem in die Außen- und Sicherheitspolitik.

10. Mai 2018 at 18:59 Hinterlasse einen Kommentar

Herzog von Württemberg kommt bei Autounfall ums Leben

Durch einen tragischen Verkehrsunfall ist am Mittwoch, dem 09. Mai 2018, Friedrich Herzog von Württemberg im Alter von 56 Jahren tödlich verunglückt. Wie die Polizei in ihrem Bericht weiter schreibt, stieß der 56-Jährige beim Überholen mit einem entgegenkommenden Auto frontal zusammen. Er war gegen 15.40 Uhr in Richtung Fronhofen gefahren und hatte kurz nach Ebenweiler einen vorausfahrenden Traktor mit Anhänger überholt. Hierbei übersah er offenbar einen entgegenkommenden 30-jährigen Autofahrer und kollidierte mit dessen Auto. Während Friedrich Herzog von Württemberg noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen erlag, erlitten der 30-Jährige und seine beiden Mitfahrer leichtere Verletzungen. Sie wurden alle drei vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

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Er hinterlässt seine Frau, Marie Herzogin von Württemberg geb. Prinzessin zu Wied und drei erwachsene Kinder, Herzog Wilhelm (23), Herzogin Marie-Amélie (22) und Herzogin Sophie-Dorothée (20). Friedrich Herzog von Württemberg leitete die Hofkammer des Hauses Württemberg, die private Verwaltung des Hauses Württemberg.

Friedrich Herzog von Württemberg engagierte sich in Friedrichshafen und weit darüber hinaus in vielen Bereichen, im Sport, kulturell und sozial. Dabei zeigte er sich als verlässlicher, interessierter und vor allem zugewandter und wertschätzender Partner. Was ihn dabei immer besonders auszeichnete, war seine zurückhaltende und zugleich verbindliche und wohlwollende, den Menschen zugewandte Art.

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Bewusst hatte er mit seiner Familie den Wohnsitz in Friedrichshafen gewählt und zeigte damit nicht nur seine tiefe persönliche Verbundenheit zu dieser Stadt, sondern auch eine über zwei Jahrhunderte gewachsene Verbundenheit des Hauses Württemberg mit Friedrichshafen, seiner Geschichte und Tradition sowie der weiteren Entwicklung dieser Stadt. Durch sein umfangreiches Engagement war er in vielen sozialen und kulturellen Institutionen im Land Baden-Württemberg, beispielsweise der Olgäle Stiftung Stuttgart, der Vereinigung der Freunde der Universität Tübingen e.V. Stuttgart, der Kunststiftung Baden-Württemberg und vielen anderen, sehr verbunden. Friedrich Herzog von Württemberg leitete die Hofkammer des Hauses, die private Verwaltung.

Auch Friedrichhafens Oberbürgermeister Andreas Brand äußerte sich bestürzt über den Unfalltod des ältesten Sohnes und Erbe des Hauses Württemberg. Brand würdigte die zurückhaltende und zugleich verbindliche und wohlwollende, den Menschen zugewandte Art Herzog von Württembergs. Bei allem Verlust für die Region gelte dennoch der erste Gedanke seiner Frau, den Kindern und der Familie.

Der Prätendent unseres Hauses, Dr. Michael I. erfuhr vom Tod des 56-Jährigen, als er von einer Abendveranstaltung zurückkehrte. Er teilte mit: „Ich mochte Herzog Friedrich einfach als Mensch, ich mochte seinen Humor, seine Heimatverbundenheit. Er hatte ein feines Gespür für seine Mitmenschen, vor allem auch für die, denen es weniger gut geht. Er wird mir als Gesprächspartner auch ganz persönlich fehlen. Die herzogliche Familie und das gesamte Haus Montfort sind tief erschüttert. Wir vermissen ihn und sind in Gedanken und unserer Trauer nun besonders bei seiner Familie. Ihr gilt unsere Anteilnahme und unser tief empfundenes Mitgefühl“.

10. Mai 2018 at 18:55 Hinterlasse einen Kommentar

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