Die ganze Welt blickt nach Hannover

Dort gibt Prinz Ernst August von Hannover jr. seiner Partnerin der russischen Designerin Ekaterina Malysheva das Jawort.

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Bevor es in die Kirche geht, unterhalten sich die Monegassen noch gut gelaunt miteinander.

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Auch das jüngste Casiraghi-Mitglied, Schwester Alexandra von Hannover, ist mit dabei und sieht in ihrem Kleid mit Blumengitter zauberhaft sommerlich aus.

Prinz Christian von Hannover und seine wunderschöne Alessandra de Osma sind selbstverständlich auch unter den Gästen und spazieren über das Kopfsteinpflaster in Richtung Haupteingang.

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Die royale Gästeliste scheint endlos. Auch Prinz Georg Friedrich Ferdinand von Preußen und Prinzessin Sophie sind der Einladung gefolgt.

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Alexander zu Schaumburg-Lippe und seine Partnerin haben sich für das romantische Event ebenfalls auf den Weg nach Niedersachsen gemacht.

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Mit der Kutsche, die von vier braunen Hengsten des Landgestüt Celle gezogen wird, wird das Brautpaar zum Empfang in den Herrenhäuser Gärten fahren.

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Der Empfang der Gäste findet in der Galerie Herrenhausen statt.

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13. Juli 2017 at 11:07 Hinterlasse einen Kommentar

Leontine Gräfin von Schmettow, eine Journalistin mit blauem Blut

Ihre Familie entstammt einem traditionsreichen schlesischen Adelsgeschlecht, das viele Staatsbeamte und Offiziere hervorgebracht hat. Nach dem Abitur im Schleswig-Holsteiner Internat Stiftung Louisenlund studierte Leontine Gräfin von Schmettow Geschichte, Politik und Literaturwissenschaften in Freiburg, Wien und Hamburg. Nebenbei schrieb sie für Lokalzeitungen und arbeitete beim Privatfernsehen sowie der Nachrichtenagentur dpa. Nach ihrem Hochschulabschluss volontierte sie beim NDR und lernte dort auch den ARD-Königshausexperten Rolf Seelmann-Eggebert und seine Filme kennen. Eines Tages klopfte sie an seine Bürotür im Sender und schlug ihm eine Reihe über deutsche Fürstenfamilien vor. Seelmann-Eggebert war angetan und ein halbes Jahr später fiel der Startschuss zur 13-teiligen gemeinsamen ARD-Fernsehreihe „Deutsche Fürstenhäuser“.

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Viele weitere Filme über hochadelige Familien und ihre Geschichte folgten. Regelmäßig kommentiert Leontine von Schmettow königliche Hochzeiten und sonstige „blaublütige“ Ereignisse in Fernsehen und Hörfunk, wie in der NDR Fernsehsendung Mein Nachmittag. Ihre Herkunft und ihr Name haben ihr dabei sicher manche Tür geöffnet. Stets auf dem aktuellen Stand fließen ihr historisches Wissen, ihre langjährige Erfahrung und ihre guten Verbindungen zu den europäischen Königshöfen und dem deutschen Hochadel in ihre journalistische Arbeit ein. „Das Interesse an den Royals ist groß und wird immer größer – gerade in Krisenzeiten orientieren sich die Menschen eben gerne an Traditionen und sehnen sich nach ein wenig Glanz am Hofe“, erklärt Leontine Gräfin von Schmettow der Redaktion unseres Hauses.

Während unzählige Mädchen davon träumen, Prinzessin zu sein, wünschen sich viele Königliche nichts sehnlicher, als ganz normale Menschen zu sein. Prinz Harry ist einer von ihnen. Durch seine jüngsten Äußerungen zur Monarchie wissen wir, wie schwer er sich immer mit seiner Rolle tat. Mehr noch: Er behauptet, dass eigentlich niemand aus seiner Familie König oder Königin sein möchte. Nur das Pflichtbewusstsein lasse ihn und seine Verwandten weitermachen. Natürlich gibt es auf der Welt schlimmere Schicksale, als in eine Königsfamilie hineingeboren zu werden. Klar, das Leben in der Öffentlichkeit bringt viele Unfreiheiten mit sich – aber werden die nicht hundert Mal wettgemacht durch Privilegien wie Schlösser, Bedienstete, Kontakte in mächtigste Kreise? Das sehen viele Royals nicht so. Anders als Schauspieler oder Musiker, die zu Superstars werden, haben sie sich die Bekanntheit und den vermeintlichen Ruhm nie ausgesucht. Viele empfinden es als Belastung, qua Geburt in einen Beruf hineingedrängt zu werden. Nicht wenige entwickeln in der Folge psychische Probleme.

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Kronprinzessin Victoria von Schweden etwa litt als Teenager unter einer schweren Essstörung. Schuld war der Druck, den sie verspürte, den Erwartungen gerecht zu werden, die ihre Familie und ein ganzes Volk an sie stellten. Nicht einmal verstecken konnte sie sich. Erst als Victoria zum Studieren in die Vereinigten Staaten ging, wo sie ein anonymes Studentenleben führen konnte, fand sie ihre Sicherheit wieder.

Von Märtha Louise von Norwegen weiß man heute, wie groß ihre Schwierigkeiten schon als Kind waren, mit der Prinzessinnen-Rolle klarzukommen. „Es war eine große Herausforderung für mich, an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Hochsensibilität machte mich verlegen und introvertiert“, so die Norwegerin, die heute eine Engel-Schule leitet.

Kronprinz Frederik von Dänemark rebelliert ebenfalls früh gegen das ihm vorgezeichnete Leben. König wollte er auf gar keinen Fall werden, sondern ausbrechen aus den starren Palastmauern. Die Folge: Angstzustände und Selbstmordphantasien. Erst während seiner Ausbildung bei den dänischen Kampfschwimmern versöhnte er sich mit seinem Schicksal, wie er später erzählte: „Ich habe eine innere Stimme entdeckt, die mir sagte: du kannst das!“

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Auch Prinz Harry hat seine Zeit beim Militär geliebt, war die Truppe doch der Ort, an dem er sich endlich normal fühlen konnte, als „einer von den Jungs“. Jede Sonderbehandlung lehnte er ab, konnte sogar durchsetzen, zweimal an die Front nach Afghanistan geschickt zu werden.

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Heute sagt er: „Die Monarchie setzt sich für das Gute ein. Wir sind dabei, sie zu modernisieren. Das tun wir nicht für uns, sondern um den Menschen etwas Gutes zu tun.“ Es braucht wohl einen Glauben wie diesen, um die Lebensaufgabe als Royal wirklich annehmen zu können. Gleichzeitig betonte er aber auch die Bedeutung der Monarchie und dass ihre Modernisierung wichtig sei.

8. Juli 2017 at 15:10 Hinterlasse einen Kommentar

Eine Zeitreise in die Wirtschaftswunderjahre

Seit 1976 ist Baden-Baden Treffpunkt von Oldtimer-Freunden und Automobilbegeisterten aus ganz Europa. 2017 findet die 41. Auflage des Internationalen Oldtimer-Meetings am 7., 8. und 9. Juli statt. Mehr als 350 Fahrzeuge aus 9 Jahrzehnten werden sich vor über 20.000 Besuchern in der Kurstadt an der Oos präsentieren.

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Die Besucher dürfen sich auf eine große Vielfalt klassischer Automobile freuen: Vom VW Käfer über sportliche Porsche und elegante Mercedes bis hin zu Luxuskarossen von Rolls-Royce – die gesamte Bandbreite der Automobilgeschichte wird im Kurpark Baden-Baden vom 7.-9. Juli 2017 zu bestaunen sein.

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Das offizielle Veranstaltungsmotiv für das diesjährige Oldtimer-Meeting ist nun vorgestellt: Der französische Automobildesigner Daniel Picot hat die einmalige Atmosphäre vor dem Kurhaus Baden-Baden festgehalten. Traditionsgemäß stellen die Fahrzeuge der Ehrengastmarke – in 2017 Maserati – die Motive für dieses Kunstwerk. Eine limitierte Auflage wird als Veranstaltungsplakat bei der 41. Auflage des Oldtimertreffens erhältlich sein. Bereits 250 Anmeldungen sind eingegangen – die Oldtimerausfahrt ins benachbarte Elsass ist bereits ausgebucht. Wer teilnehmen möchte sollte sich folglich beeilen – der Kurpark verfügt „nur“ über 360 Fahrzeugplätze.

In diesem Jahr findet das 41. Oldtimer-Meeting Baden-Baden in den Parkanlagen vor dem Kurhaus, den Kurhauskolonnaden sowie der Lichtentaler Allee statt. Die Sanierungsarbeiten rund um den Leopoldsplatz machen diese „Verschiebung“ des Veranstaltungsgeländes notwendig.9

Die 120 schönsten Fahrzeuge werden mit Pokalen prämiert. Die Besucher dürfen sich auf aufregende und seltene Fahrzeuge freuen. Teilnehmen können Oldtimer aller Marken und Typen bis Baujahr 1970. Vom kleinen Schnauferl bis hin zur großen Prachtlimousine wird die gesamte Bandbreite der Automobilgeschichte präsentiert.10

Italienische Eleganz und Sportlichkeit haben ihr Rendezvous in Baden-Baden: Maserati wird Ehrengastmarke beim diesjährigen Oldtimer-Meeting in der Kurstadt. Besucher und Teilnehmer dürfen sich auf eine Sonderschau mit historischen und neuen Maserati Fahrzeuge freuen. In den Kurhaus Kolonnaden wird die Marke mit dem markanten Dreizack mit einer Sonderschau geehrt. Die Marke mit dem Dreizack hat automobile Rennsportgeschichte geschrieben und Rennsporttechnik in atemberaubende Fahrzeugkarosserien verpackt. Die Bandbreite der italienischen Ingenieurskunst wird im Kurgarten Baden-Baden am zweiten Juli-Wochenende präsentiert.

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Die Corso-Strecke verläuft von der Lichtentaler Allee über die Fremersbergstraße, Friedrichstraße, Werderstraße, Solmsstraße, Lessingstraße, Kapuzinerstraße, Kaiserallee und dann zum Goetheplatz. Die Siegerehrung erfolgt am Goetheplatz, Höhe Theater (mit Podest). Auch in diesem Bereich werden Halteverbote eingerichtet.

8. Juli 2017 at 15:04 Hinterlasse einen Kommentar

Stuttgarter Lichterfest – eine Veranstaltung mit großer Tradition

Stuttgarts größtes Musikfeuerwerk, aufwändige Lichtdekorationen, verschiedenste Live-Bands, gastronomische Vielfalt, ein großes Kinderprogramm und der beliebte Zauberwald: Mit seiner einzigartigen Atmosphäre ist das Lichterfest Stuttgart ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein. Am 1. Juli 1939 feierte das erste Lichterfest in Stuttgart Premiere. Und bis heute hat diese Veranstaltung nichts von ihrem Charme verloren. Jedes Jahr aufs Neue zieht sie bis zu 40.000 begeisterte Besucher in den Höhenpark Killesberg – einem Ort der Begegnung. Denn Jung und Alt, Menschen verschiedenster Nationen feiern hier gemeinsam bis in die Nacht hinein. Wenn mitten im Sommer farbige Lichtsterne und Kometen über Stuttgart leuchten, wenn der Höhenpark Killesberg im Schein von tausenden Lichtern erstrahlt, dann ist wieder die Zeit für eine der traditionsreichsten Veranstaltungen in Stuttgart gekommen: das Stuttgarter Lichterfest.

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Vor mehr als 70 Jahren, am 1. Juli 1939, feierte das Lichterfest in Stuttgart seine Premiere. Bei dieser „Nacht der 100.000 Lichter“ verbreiteten illuminierte Boote auf den Seen des Höhenparks eine verträumt-festliche Atmosphäre. Entstanden war dieser idyllische Park auf dem Gelände eines 50 Hektar großen ehemaligen Steinbruchs. Der Stuttgarter Architekt Hermann Mattern und der Regierungsbaumeister Gerhard Graubner gewannen im Jahr 1935 den „Reichsideenwettbewerb der Stadt Stuttgart“ und verwandelten den Höhenpark für die Reichsgartenschau 1939 in eine der schönsten Grünanlagen Süddeutschlands. Eine atemberaubende Kulisse für das erste wie für das zweite Lichterfest. Dieses folgte bereits am 19. August 1939, bevor die Veranstaltung wegen des Krieges vorerst nicht mehr stattfand.

Zehn Jahre später, während des Wiederaufbaus der zerstörten Landeshauptstadt, wurde der Auftrag für die „Deutsche Gartenschau“ vergeben – erneut an Hermann Mattern. Der Höhenpark Killesberg erhielt daraufhin sein heutiges Aussehen. Die ersten vier Lichterfeste nach dem Krieg fanden im Juli 1954 statt. Brennende Felsen, Wasserlichtfontänen, überdimensionale Zauberblumen, zahlreiche Kapellen und als Höhepunkt ein Brillantfeuerwerk – schon damals war Augen und Ohren viel geboten. In Gondeln und auf einem Floß im See der großen Wasserspiele wurden die schönsten Partien der von Johann Strauß komponierten Operette „Eine Nacht in Venedig“ dargeboten. Im Park musizierten 40 Akkordeonorchester aus aller Herren Länder. Die so genannte Höhenpark-Polonäse galt jahrelang als krönender Abschluss des Lichterfests. Viele tausend Besucher wanderten singend und tanzend durch den bunt erleuchteten Höhenpark. Prominente aus Funk und Theater führten diese an.

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Nach dem Umzug der Messe Killesberg auf die Fildern im Herbst 2007 fanden im Bereich des Höhenparks massive Umbaumaßnahmen statt. Auch der Höhenpark wurde um die „Grüne Fuge“, einer Grünfläche mit geschwungenen Wegen, Wasserlauf und kleinem See, erweitert. Gemeinsam mit seinem Herzstück, der ebenfalls denkmalgeschützten SpardaWelt Freilichtbühne, gehört Stuttgarts älteste Parkanlage zur „grünen Lunge“ der Stadt.

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Bis heute hat das Lichterfest nichts von seinem Charme verloren. Jedes Jahr aufs Neue zieht es rund 30.000 begeisterte Besucher in den denkmalgeschützten Höhenpark Killesberg – einem Ort der Begegnung. Ob jung, ob alt, Menschen verschiedenster Nationen feiern hier gemeinsam bis in die Nacht hinein. Gemütliches Beisammensein auf der Liegewiese im Tal der Rosen oder ausgelassene Stimmung bei einem Konzert auf der denkmalgeschützten Freilichtbühne, stimmungsvolle Illuminationen, aufwändige Lightshows, Live-Auftritte mit Rock und Pop der 60er Jahre bis heute, kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt, Kinderprogramm auch für die Kleinsten, und das legendäre Musikfeuerwerk – das Lichterfest zieht jeden in seinen Bann.

8. Juli 2017 at 14:59 Hinterlasse einen Kommentar

15 Jahre sind Königin Maxima und König Willem-Alexander schon verheiratet

Am 02. Februar 2002 durfte der damalige Kronprinz endlich seine große Liebe heiraten. Für ihren Prinzen musste die Argentinierin Maxima auf Vieles verzichten. Zum Beispiel akzeptierte sie, dass ihr Vater Jorge wegen seiner politischen Vergangenheit nicht an ihrer Hochzeit teilnehmen durfte. Während der Militärdiktatur war der Argentinier als Staatssekretär und Landwirtschaftsminister tätig, ein rotes Tuch für die niederländische Monarchie. Trotzdem fand Willem einen Weg, ihre Herkunft in die Trauung einzubinden: Als das Kronprinzenpaar nämlich damals gerade seine Plätze vor dem Altar einnahm, erklang in der Kirche plötzlich der feurige Tango „Adiós Nonino“. Mit dieser Überraschung hätte Willem-Alexander seiner Maxima keinen größeren Liebesbeweis machen können. Der argentinische Tango in der Kirche war übrigens keine Eintagsfliege. Das Königspaar ließ sich auch bei einem Staatsbesuch in der Karibik zu einem Tanz hinreißen. Mit diesem Temperament begeistert sie ihren Willem-Alexander jetzt schon seit 15 Jahren.

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Máxima und Willem-Alexander, das Königspaar der Niederlande, haben einfach eine schrecklich nette Familie. Das Drei-Mädel-Haus sorgt für jede Menge Trubel – und viele süße Momente der Idylle.

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Heute lebt der König Willem-Alexander mit seiner Frau Máxima und seinen drei bezaubernden Kindern, die das Paar ganz schön auf Trab halten, in dem beeindruckenden Residenzschloss Huis ten Bosch bei Den Haag. Ebenso in der königlichen Villa Eikenhorst findet sich der gemeinsame familiäre Mittelpunkt.

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Die langjährige Ehe des Paares und die drei Kinder liefern den Beweis – die Sorge vor der Eheschließung der beiden war völlig unbegründet.

8. Juli 2017 at 14:55 Hinterlasse einen Kommentar

Prinz Ernst August von Hannover jr. hat seine Ekaterina Malysheva geheiratet

Ernst August, Prinz von Hannover, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, Königlicher Prinz von Großbritannien und Irland. So lautet der komplette Titel des Bräutigams. Er ist der älteste Sohn von Ernst August von Hannover, 63, und seiner Schweizer Ex-Frau (1981-1997) Chantal Hochuli, 62. Der Bräutigam gehört zum europäischen Hochadel. Zu seinen Vorfahren und zugleich zu den wichtigsten Welfen zählen Kaiser Otto IV. von Deutschland und Königin Victoria von England. Ernst August jr. wuchs in London auf. Vor einigen Jahren hat er die Verantwortung für das Welfen-Schloss Marienburg übernommen. Die Braut ist gebürtige Russin und in Tschechien aufgewachsen. Sie studierte am London College of Fashion und arbeitet als Designerin. Ihr Brautkleid hat sie dennoch nicht selbst entworfen, wie sie der Reaktion unseres Hauses verraten hat. Bei Sandra Mansour fühle ich mich richtig aufgehoben. Sie ist eine gute Freundin von mir“, sagt Malysheva über die libanesische Kollegin.

Ernst August von Hannover jr. und Ekaterina Malysheva lernten sich vor sechs Jahren auf eine Party in London kennen. In der britischen Metropole lebte das Paar bislang auch zusammen. Sie konvertierte vom russisch-orthodoxen zum protestantischen Glauben.

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Die standesamtliche Welfenhochzeit ist vollbracht: Prinz Ernst August von Hannover jr. und Ekaterina Malysheva haben sich am Donnerstag (6. Juli) im Neuen Rathaus von Hannover ihr Ja-Wort gegeben. Die Trauung wurde von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok durchgeführt.

Etwa 30 Freunde und Familienangehörigen waren gekommen, um das Paar in den Bund der Ehe zu begleiten. Getraut wurde es von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. Die Zeremonie begann um 11 Uhr und wurde in Englisch abgehalten. Als Trauzeugen hatte Prinz Ernst August jr. seinen Bruder Christian Prinz von Hannover erwählt, die Braut ihre Freundin Dina Amer. Auch Julio Santodomingo, ein gemeinsamer Freund des Paares, fungierte als Trauzeuge. Die Braut erschien in einem nudefarbenen Blusenkleid im Satin-Look ihrer Freundin und Designerin Sandra Mansour. Der Bräutigam entschied sich für einen Anzug, ein hellblaues Hemd und eine lilafarbene Krawatte. Auch die Halbschwester des Prinzen, Alexandra (Tochter von Prinzessin Caroline von Monaco und Prinz Ernst August von Hannover senior), und seine Mutter Chantal von Hannover sind nach dem Bericht der „HAZ“ ins Neue Rathaus gekommen. Und auch fürstlicher Glanz aus Monaco wehte durchs Rathaus. Die Stiefgeschwister des Bräutigams, Andrea Casiraghi, Charlotte Casiraghi und Pierre Casiraghi (Kinder von Prinzessin Caroline und ihrem verstorbenen Ehemann Stefano Casiraghi) sind nach Hannover gereist. Wie bereits im Vorfeld spekuliert fehlte der Vater des Bräutigams. Papa Prinz Ernst August von Hannover senior selbst soll allerdings aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Hochzeit teilnehmen. Zuletzt hatte es Spekulationen um ein Zerwürfnis zwischen Vater und Sohn gegeben: Demnach soll der Vater nicht mit der Hochzeit einverstanden sein und Schenkungen zurückfordern.

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Nach dem Ja-Wort ist die Braut nun eine Adlige. Ihr neuer Name lautet jetzt: „Prinzessin von Hannover Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg Königliche Prinzessin von Großbritannien und Irland“. Nach der Trauung fuhr die Hochzeitsgesellschaft ins Fürstenhaus nach Herrenhausen, dass sich im Besitz der Welfen befindet. Die mit Spannung erwartete kirchliche Traumhochzeit von Prinz Ernst August von Hannover jr. und Ekaterina findet am Samstag um 12 Uhr in der Marktkirche in Hannover statt. Es ist die bedeutendste Society-Hochzeit des Jahres.

Deutschland, England, Russland, Tschechien… Keine Frage, diese Hochzeit wird international. Bei der kirchlichen Trauung und anschließenden Feier ist von 400 bis 700 geladenen Gästen die Rede. Wer alles dabei sein wird, ist zum Teil noch ein großes Geheimnis. So mancher Vertreter deutscher Fürstenhäuser dürfte aber nach Hannover kommen. „Ich vermute schon, dass es ein größeres Ereignis werden wird. Dafür spricht ja schon allein die Marktkirche als Trauort“, so der Prätendent und Majordomus unseres Hauses, Dr. Michael I. de Montfort.

König Felipe VI. von Spanien ist beispielsweise als Gast im Gespräch, denn er ist ein Taufpate des Bräutigams. Außerdem könnten Vertreter der skandinavischen Königshäuser anreisen. Die Fürstenfamilie aus Monaco, in die der Vater des Bräutigams 1999 einheiratete, wäre ebenfalls keine große Überraschung.

6. Juli 2017 at 20:40 Hinterlasse einen Kommentar

Er war der Urenkel von Kaiser Wilhelm II. (†1941)

Wer ist und Wer war Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen, der am 29. September 2015 im Alter von 76 Jahren nach schwerer Krankheit starb. In unserem Hausarchiv haben wir ein gemeinsames Gespräch aus 2011 mit Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen, über seinen Urgroßvater, den letzten deutschen Kaiser, standesgemäßes Heiraten und den unerfreulichen Erbstreit mit seinem Neffen gefunden.

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Herr Prinz von Preußen, ist es eine Bürde oder ein Privileg, dem Geschlecht der Hohenzollern anzugehören?

Preußen: Schwer zu beantworten. Ich glaube, es ist eher ein Privileg. Aber offengestanden – ich fühle mich wie jeder andere deutsche Staatsbürger auch, mit allen Rechten und Pflichten.

Nur dass Ihre Mitmenschen mit Ihnen vermutlich nicht so umgehen wie mit einem normalen Bürger.

Preußen: Ach wissen Sie, die Begegnungen sind meist positiv. Ich stoße oft auf ein starkes Interesse an meiner Familie. Und weil ich als Historiker über meine Familie geforscht und publiziert habe, kann ich gut darauf eingehen.

Es wird nicht viele Bürger geben, in deren Wohnzimmer ein Foto steht, das sie als Baby auf dem Arm des letzten Kaisers zeigt.

Preußen: Gut, das ist etwas Besonderes. Meinen Urgroßvater Wilhelm II. habe ich natürlich nur als Baby erlebt; da war ich gerade drei Monate alt. Aber meinen Großvater, den Kronprinzen Wilhelm, habe ich noch kennengelernt. Er wohnte nach dem Krieg in Hechingen, dem Stammsitz der Hohenzollern, und hat uns, meinen Bruder Michael und mich, eigenhändig in einem Opel-Cabriolet auf die Burg hinaufgefahren. Das war für uns Steppkes natürlich höchst spannend.

Sie lebten damals nicht dort?

Preußen: Nein, wir wohnten in einem Dorf bei Bremen. Ich bin 1939 in Berlin-Grunewald geboren und in Cadinen in Ostpreußen aufgewachsen. Mein Vater verwaltete dort ein kaiserliches Gut. Am 20. Juli 1944 war mein Vater beim Generalfeldmarschall Georg von Küchler in Königsberg, und der riet ihm, so schnell wie möglich mit seiner Familie weit nach Westen zu fliehen. Die Front sei nicht zu halten.

Ihre Familie ist dann gleich bis zur Weser geflüchtet.

Preußen: Meine Eltern, sechs Kinder und zwei Damen, die uns auf dem ostpreußischen Gut in der Wirtschaft geholfen hatten. Wir lebten in der Villa eines Bremer Kaufmanns, der aus Angst vor der Roten Armee bis nach Südamerika geflüchtet war. Die Kommunisten in der Bürgerschaft empörten sich darüber, dass wir nach Bremen gezogen waren.

Hatten die Kommunisten Angst, dass Ihr Vater die Monarchie wieder einführen würde?

Preußen: Ich weiß auch nicht, warum sie protestierten. Bürgermeister Wilhelm Kaisen, ein alter Sozialdemokrat, hat sich sehr für uns eingesetzt. Er lebte später in unserem Dorf und hatte eine kleine Viehwirtschaft. Meinen Vater hat er immer im Kuhstall empfangen und ihn „Louis Ferdi“ genannt. Ein sehr bemerkenswerter Mann.

Wie haben die Bremer Kinder Sie aufgenommen?

Preußen: In der Schule rief man uns „Kronscheißer, Kronscheißer“ hinterher. Wir verstanden das gar nicht.

War Ihnen denn nicht klar, aus welcher Familie Sie kamen?

Preußen: Überhaupt nicht. Das spielte bei uns zu Hause nicht die geringste Rolle. Meine Eltern hatten während des Krieges und in den Nachkriegsjahren etwas anderes zu tun, als uns einzubläuen, dass wir zum ehemaligen Kaiserhaus gehörten.

In welchem Alter haben Sie dann realisiert, aus welcher Familie Sie stammten?

Preußen: Als ich aufs Gymnasium kam. Ein Geschichtslehrer meinte, als Prinz von Preußen müsse ich besonders gute Geschichtskenntnisse haben. Hatte ich aber nicht, und das war blamabel. Also begann ich, meinen Vater über die Familie auszufragen.

Trauerte man in Ihrer Familie den alten Herrscherzeiten hinterher?

Preußen: Nein, überhaupt nicht. Die waren froh, den Krieg überlebt zu haben.

Hat Ihr Vater gedient?

Preußen: Mein Onkel Wilhelm, der älteste Sohn des Kronprinzen und ältere Bruder meines Vaters, wurde 1940 im Frankreichfeldzug schwer verwundet und starb dann. Bei seiner Beerdigung standen in Potsdam 50 000 Menschen schweigend Spalier. Daraufhin hat Hitler den gesamten Hochadel aus der kämpfenden Truppe herausgenommen.

Werden Sie heute noch manchmal mit Königliche Hoheit angeredet?

Preußen: Ja, das kommt vor.

Und? Wie reagieren Sie?

Preußen: Ich lasse es geschehen. Die Menschen, die mich so ansprechen, werden sich etwas dabei denken. Die bürgerliche Anrede ist allerdings „Prinz von Preußen“. Nachdem der Adel 1918 abgeschafft worden war, wurden die Adelsbezeichnungen Namensbestandteil.

Ziemlich großzügig, finden Sie nicht?

Preußen: Stimmt, für eine sogenannte Revolution war das schon ziemlich bemerkenswert. Die Adelsbezeichnungen hätten ja auch, wie in Österreich, gänzlich abgeschafft werden können. Aber die Weimarer Republik war auch sonst sehr großzügig.

Womit zum Beispiel?

Preußen: Sie haben meinem Urgroßvater erlaubt, 59 Eisenbahnwaggons mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen aus den preußischen Schlössern nach Doorn ins holländische Exil holen zu lassen.

Sind Sie Republikaner?

Preußen: Ja, ich bin Republikaner, voll und ganz.

Die königlichen Familien Europas sind durch jahrhundertelange Heiratspolitik verwandt und verschwägert. Haben sich diese Kontakte erhalten?

Preußen: Einer meiner Taufpaten war der spätere König von Dänemark, Friedrich IX. Die spätere Königin der Niederlande, Juliana, war meine Patentante, und auch die Mutter des jetzigen Königs von Schweden, Prinzessin Sibylla, deren Mann leider bei einem Flugzeugunfall ums Leben gekommen ist. Man sieht sich häufiger. Ich habe zum Beispiel Kontakt zu Königin Beatrix und meiner Cousine Königin Margrethe von Dänemark. Sie ist auch die Patentante meines Sohnes Friedrich Wilhelm.

Ist der Kontakt zu den britischen Royals, den Windsors, ähnlich eng?

Preußen: Windsor heißen sie ja erst seit dem 17. Juli 1917. Bevor sie sich im Krieg umbenannten, waren sie noch Sachsen-Coburg-Gotha – ein deutsches Fürstenhaus. Das Verhältnis zu den Engländern war natürlich seit dieser Zeit immer etwas angespannt, obwohl ich mit Prinz Charles einige sehr freundliche Begegnungen hatte.

Die beiden Weltkriege wirken bis heute nach?

Preußen: Ich denke, dass die kriegsbedingten Animositäten für die Generation von Prinz William nun keine Rolle mehr spielen.

In welcher Sprache wird auf Ihren Familienfeiern gesprochen?

Preußen: Mit den Windsors haben wir nur Englisch gesprochen.

Und die Dänen?

Preußen: Königin Margrethe spricht fließend Deutsch, aber als ich bei ihr zu Gast war, habe ich hauptsächlich Französisch gesprochen, weil ihr Mann Prinz Henri Franzose ist und sie untereinander Französisch sprechen.

Wird im Hochadel streng nach regierenden und nicht mehr regierenden Familien unterschieden?

Preußen: Nein, die ehemals Regierenden werden so behandelt, als ob sie noch regieren würden. Das fand ich immer sehr souverän und kollegial. Ein regierender König wird natürlich am Tisch besser platziert als jemand, der aus einem nicht mehr regierenden Königshaus kommt. Das kann man nachvollziehen. Aber die Titulaturen, die man hier meist gar nicht mehr kennt, sind bei solchen Anlässen natürlich noch gang und gäbe.

Und wie verhält man sich gegenüber der verarmten osteuropäischen Verwandtschaft, etwa den Bulgaren?

Preußen: Bei König Simeon von Bulgarien steht auf sämtlichen Karten „S. M.“, Seine Majestät. Bei Konstantin von Griechenland spielt England noch eine große Rolle. Wenn einer aus seiner Familie heiratet, kommt sogar die Queen.

Wenn Sie der oder Ihrer dänischen Cousine begegnen, redet man sich mit Vornamen an?

Preußen: Ja, nur mit Vornamen. Die Queen ist für mich Tante Elizabeth.

Die Performance Ihrer Vettern und Cousinen auf den Thronen Europas ist sehr unterschiedlich. Was macht einen erfolgreichen Monarchen heutzutage aus?

Preußen: Im Gegensatz zum deutschen Kaiserreich, das eine konstitutionelle Monarchie war, haben wir es heute mit parlamentarischen Monarchien zu tun. Die königlichen Familien können von den Parlamenten abgesetzt werden. Wenn die Performance nicht stimmt, wie Sie es nennen, können sie jederzeit in Rente geschickt werden. Aber bislang halten sie sich alle, also müssen sie doch irgendeine positive Ausstrahlung haben, oder?

Sie haben ihre Krone aber nicht für hervorragende Leistungen bekommen, sondern qua Geburt.

Preußen: Wenn sie völlig unqualifiziert wären, hätten die Parlamente sie aber schon lange abgesetzt. Es sind doch undankbare Jobs. Diese Familien haben nichts zu sagen, und die Journalisten ziehen über sie her.

Der Chef des Hauses Hohenzollern, Ihr Neffe Prinz Georg, hat einmal in einem Interview erklärt, er sei bereit, im Falle des Falles die Kaiserwürde wieder anzunehmen, dazu fühle er sich verpflichtet.

Preußen: Wenn er das so sieht, ist ihm das unbenommen. Aber schon zu Zeiten meines Vaters waren weniger als ein Prozent der Deutschen für die Monarchie.

Welche Mitglieder Ihrer Familie bewundern Sie?

Preußen: Den Großen Kurfürst, Friedrich Wilhelm. Als er 1640 in Brandenburg an die Regierung kam, fand er ein Land vor, das vom Dreißigjährigen Krieg verwüstet und entvölkert war. Was tat er? Er holte Migranten ins Land, die Hugenotten aus Frankreich und Holländer aus der Heimat seiner Frau Luise Henriette von Oranien. Friedrich II. führte diese Politik weiter und sagte, wenn Türken kämen und wollten das Land peuplieren, würde er ihnen Moscheen bauen. Friedrich der Große ist mein Lieblingsverwandter.

Welches Familienmitglied sehen Sie am kritischsten?

Preußen: Meinen Urgroßvater. Er war ein Unglück – für Deutschland und für unsere Familie. 1888 bestieg er den Thron, 30 Jahre später hatte er die Monarchie verspielt. Wilhelm II. hat 1914 versagt. Er wollte den Krieg zwar nicht und war kein Militarist, auch wenn er zehnmal am Tag die Uniform wechselte. Aber er hat keinen ernsthaften Versuch unternommen, den Krieg zu verhindern.

Und nachdem Ihr Urgroßvater abgedankt hatte, ließ sich Ihre Familie auch noch mit den Nazis ein.

Preußen: Der vierte Sohn des Kaisers, Prinz August Wilhelm, wollte schon 1930 der NSDAP beitreten. Der Kaiser war strikt dagegen, aber der Prinz drohte ihm: Wenn du mir das verbietest, werde ich bei Hitler oder Göring vorstellig. Er hat sich damit durchgesetzt.

Dabei hat der Ex-Kaiser selbst auf die Nazis gesetzt und davon geträumt, mit ihrer Hilfe in Deutschland wieder die Monarchie einzuführen.

Preußen: Eine Zeitlang meinte er, er könne den Schwung der Nazis ausnutzen, aber das war naiv. Hitler hätte nie einen Kaiser über sich geduldet. Am Ende hat er Hitler allerdings durchaus kritisch gesehen.

Kaiser Wilhelm hat noch im Exil darauf beharrt, dass der Erstgeborene nicht Erbe und Chef des Hauses werden kann, wenn er nicht ebenbürtig heiratet.

Preußen: Das führte dazu, dass mein Vater meinen jüngeren Bruder zum Erben und Chef des Hauses bestimmte. Als dieser bei einem Manöverunfall 1977 zu Tode kam, ernannte er meinen einjährigen Neffen Prinz Georg als dessen Sohn zum Nachfolger. Denn als mein Bruder die Gräfin Donata zu Castell-Rüdenhausen heiratete, glaubte er, dass nun wenigstens einer seiner Söhne eine standesgemäße Ehe zustande gebracht habe.

Das war doch der Fall.

Preußen: Eindeutig nicht. Die Familien, die in der zweiten Abteilung des Genealogischen Handbuchs der Fürstlichen Häuser stehen, waren für die erste Abteilung, zu der wir gehören, nicht ebenbürtig.

Das müssen Sie uns erklären.

Preußen: In der ersten Abteilung sind die regierenden und ehemals regierenden Häuser, die Regenten Europas verzeichnet. Das sind insgesamt 42 europäische Häuser. Die Mitglieder der ersten Abteilung wurden wegen der hoheitlichen Stellung ihrer Häuser mindestens mit dem Prädikat Hoheit beziehungsweise Königliche oder Kaiserliche Hoheit versehen. Die Fürsten zu Castell sind keine dieser dynastischen Familien, sondern gehören zur zweiten Abteilung …

… und sind damit für einen Prinzen von Preußen eine Mesalliance, eine Missheirat?

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Friedrich Wilhelm von Preußen mit Gattin Sibylle – Waltraud Freydag 14. April 1940-2010, Heirat am 22. August 1967. Die Ehe wurde 1975 geschieden. (1 Kind); Ehrengard von Reden, Heirat am 23. April 1976. Die Ehe wurde 2002 geschieden. (3 Kinder); Sibylle Kretschmer, Heirat am 23. März 2004.

Preußen: Nach den strengen Maßstäben der alten Hausgesetze und des Kaisers – ja. Ich war in zweiter Ehe mit einer Frau uradliger Herkunft verheiratet, da war der Bruch der alten Hausgesetze offensichtlicher.

Ist das noch zeitgemäß?

Preußen: Nein, es war auch nie zeitgemäß, denn seit der Goldenen Bulle 1356 wurde in einem Regentenhaus nie der unstandesgemäß Heiratende selbst enterbt. Man wurde als Kron- oder Erbprinz geboren. Unsicherheiten über die Nachfolge hätten unnötige politische Unruhe geschaffen. Einzig dessen Nachfahren wurden von der Erbfolge ausgeschlossen. Bis auf eine Ausnahme sind alle europäischen Thronfolger und selbst der japanische Kaiser Akihito mit bürgerlichen Frauen verheiratet.

Sie haben 1994, nach dem Tod Ihres Vaters, gegen Ihre Enterbung geklagt und als Erstgeborener das Erbe beansprucht. Wie ist das Verfahren ausgegangen?

Preußen: Es ist noch nicht abgeschlossen. 2004 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die sogenannte Ebenbürtigkeitsklausel sitten- und verfassungswidrig ist. Daraufhin musste sich das Landgericht Hechingen erneut mit dem Fall befassen und entschied, dass der gesamte Erbvertrag von 1938 hinfällig sei.

Welche Konsequenzen hatte diese Entscheidung?

Preußen: Der Beschluss machte meinen Vater, der aufgrund des Erbvertrages lediglich ein einflussloser Vorerbe sein sollte, der auch keine Erbenbestimmung hätte vornehmen können, zum Vollerben. Nun konnte er im Rahmen seiner Testierfreiheit einen Erben einsetzen – und durch die Hintertür wurde damit die vom Verfassungsgericht als sittenwidrig bezeichnete Ebenbürtigkeitsregelung durch seine Erbenbestimmung weiter praktiziert. Die ganze Situation ist für uns sehr erniedrigend und in hohem Maße unerfreulich.

Ihr Neffe Prinz Georg, der Chef des Hauses, hat sich verlobt.

Preußen: Mit einer Prinzessin von Isenburg.

Ebenbürtig? Erste Abteilung?

Preußen: Nein, nicht nach unseren alten Hausgesetzen.

Wenigstens Protestantin?

Preußen: Nein, auch nicht. Sie ist katholisch.

Herr Prinz von Preußen, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

5. Juli 2017 at 05:17 Hinterlasse einen Kommentar

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